Eberhard Klöppel
deutscher Fotograf und Fotojournalist
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Eberhard Klöppel (* 22. Januar 1940 in Berlin) ist ein deutscher Fotograf und Fotojournalist.
Leben und Werk
Klöppel wuchs in Hettstedt auf. Er absolvierte bis 1956 bei der Deutschen Post in Halle (Saale) eine Ausbildung als Fernmeldemonteur und leistete von 1956 bis 1958 Wehrdienst in der NVA, wobei er als Regimentsfotograf tätig war. Von 1962 bis 1976 arbeitete er in Berlin beim Militärverlag der DDR. Dort erhielt er anfangs in der Bildagentur des Verlags eine Ausbildung zum Fotografen und war er nach ersten Bildreportagen bis 1976 Militärbildreporter der Zeitung Volksarmee.
Von 1965 bis 1967 machte er ein Fernstudium an der Fachschule für Journalistik in Leipzig und von 1968 bis 1972 in der Fachrichtung Fotografie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo er das Diplom als Fotografiker erwarb. Von 1969 bis 1979 gehörte er als Mitbegründer zur Gruppe Jugendfoto Berlin. Von 1976 bis zu deren Einstellung 1992 arbeitete er als Bildreporter bei der Neuen Berliner Illustrierten, die ab 1991 extra magazin hieß. Er war dort von 1989 bis 1991 Chefbildreporter und Ressortleiter Bild. Nach der Einstellung der Zeitschrift war er vorübergehend Bildredakteur beim Burda-Verlag. Er arbeitete auch für den Berliner Springer-Verlag.
Klöppel veröffentlichte Fotografien in mehreren Bildbänden und zur Illustration oder Gestaltung weiterer Bücher. Fotografien wurden in der DDR u. a. auch in den Zeitschriften Fotografie und Bildende Kunst veröffentlicht. In den 1970er und 1980er Jahren gehörte zu Klöppels Lieblingsmotiven seine frühere Heimatregion Mansfelder Land.[1]
Vom Herbst 1989 bis Mai 1990 dokumentierte Klöppel mit Bernd-Horst Sefzik, Gerhard Zwickert (* 1952), Peter Leske, Werner Schulze und Heinz Dargelis den Zustand der innerdeutschen Grenze von der Ostsee bis Bayern. Die Bilder wurden 2020 im Berliner Museum in der Kulturbrauerei auf der Ausstellung „Deutschland wird eins. Der Abbau der innerdeutschen Grenze“ gezeigt.[2]
Seit 1992 ist Klöppel in Berlin als Fotograf freischaffend tätig.
Er war Mitglied der Zentralen Kommission für Photographie des Kulturbundes der DDR und bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Er hatte in der Zeit der Zeit der DDR eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. in Somalia, Jemen und Irak.
Klöppel lebt in Berlin-Französisch-Buchholz.
Bildbände mit Fotografien Klöppels
- Hans-Jürgen Steinmann (Einführung): Eisleben. VEB F. A. Brockhaus-Verlag, Leipzig, 1983
- In Simbabwe. Brockhaus, 1985 (Text Christa Schaffmann)
- Daniela Dahn: Prenzlauer Berg-Tour. Mitteldeutscher Verlag Halle-Leipzig, 1987; ISBN 9783354001398 (mit Bildern weiterer Fotografinnen und Fotografen)
- Stefan Heym (Text): Auferstanden aus den Nischen – Dokumente einer Revolution. Allgemeiner Deutscher Verlag, NBI, Berlin, 1990¸ ISBN 9783860200148 (mit Bildern weiterer Fotografinnen und Fotografen)
- Berlin – Ecke Schönhauser. Alltag in der Großstadt. Lehmstedt Verlag, Leipzig, 2012; ISBN 9783942473408
- Berlin – Ecke Greifswalder. Fotografien 1987 – 1987. Lehmstedt Verlag, Leipzig, 2010; ISBN 9783937146843
- Am Rande der Schönhauser. Lehmstedt. ISBN 9783957970121
- Das Mansfelder Land 1974–1989. Mitteldeutscher Verlag, Halle, 2020; ISBN 9783957971111 (mit Bildern weiterer Fotografinnen und Fotografen)
- Mathias Bertram: Das pure Leben. Fotografien aus der DDR 1945 bis 1990. Band 2. Lehmstedt, 2020 (mit Bildern weiterer Fotografinnen und Fotografen)
- Derb und frei. Mansfelder Land 1974 – 1989. Mitteldeutscher Verlag, 2024. ISBN 978-3-96311-886-9[3]
Ausstellungen (unvollständig)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1985: Berlin, Alte Nationalgalerie („Auf gemeinsamen Wegen. Kunstausstellung zum 40. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus und der Befreiung des deutschen Volkes“)
- 1986: Berlin, Bezirkskunstausstellung
- 1986: Berlin, Marstall („Fotografie: Realität, Vernunft, Kunst“)
- 1987/1988: Dresden, X. Kunstausstellung der DDR
Einzelausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (mutmaßlich unvollständig)
- 2009: Berlin, Fotogalerie Friedrichshain[4]
- 2018: Berlin, Galerie im Kulturhaus Karlshorst („Straßenbekanntschaften“)[5]
- 2025: Hettstedt, Freiluftausstellung am Markt („Mansfelder Momente“)[6]
Literatur
- Berthold Beiler, Heinz Föppel (Hrsg.): Erlebnis, Bild, Persönlickeit. Fünf Fotografen, fünf Sichten. Fotokinoverlag. Leipzig, 1973.
- Redaktionsgespräch. Gruppe Jugendfoto Berlin 1969–1979. In: Bildende Kunst, Berlin, 4/1984, S. 162–167
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 451