Ebinur-See
See in der Volksrepublik China
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Der Ebinur-See (auch: Ebinur Hu, Aibi-See; chinesisch 艾比湖, Pinyin Àibǐ Hú) ist ein Salzsee im Mongolischen Autonomen Bezirk Bortala des Uigurischen Autonomen Gebietes Xinjiang der Volksrepublik China.
| Ebinur-See Aibi-See | ||
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| Satellitenbild des Ebinur-Sees | ||
| Geographische Lage | Xinjiang (VR China) | |
| Zuflüsse | Bortala He, Jing He, Kuitun He[1] | |
| Abfluss | abflusslos | |
| Ufernaher Ort | Jinghe, Bortala | |
| Daten | ||
| Koordinaten | 44° 53′ N, 83° 0′ O | |
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| Höhe über Meeresspiegel | 189 m[2] | |
| Fläche | 520 km² (Stand 2011)[1] | |
| Maximale Tiefe | 15 m[2] | |
| Einzugsgebiet | 50.621 km²[1] | |
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Besonderheiten |
Salzsee | |
Der Ebinur-See liegt südlich der Dsungarischen Pforte. Nahe Orte sind Jinghe und Bortala. Die Wasserfläche des Sees schwankte früher zwischen 800 und 1070 km².[2] In den letzten Jahren fiel der Wasserspiegel beständig. Im Jahr 2007 schrumpfte die Wasserfläche auf 500 km².[3] Die trocken gefallene Seefläche führt zu einer Wüstenausbreitung in der Umgebung.[3]
Am See herrscht ein extrem arides Klima mit mittleren Jahresniederschlägen von 100 bis 200 mm und einer mittleren jährlichen potenziellen Evaporation von 1500 bis 2000 mm.[4] Die mittleren Temperaturen betragen im Juli 27 °C und im Januar −17 °C.[4] Im Winter gefriert der See.[2] An durchschnittlich 167 Tagen im Jahr gibt es erodierende Winde mit mehr als 8 m/s.[4] Die höchste gemessene Windgeschwindigkeit betrug im April 1977 55 m/s.[4] Es gibt nur spärliche Vegetation in der Umgebung des Sees.[4] Somit ist die Ebinur-Playa eine Quelle für sogenannte Chemische Sandstürme, bzw. Weiße Sandstürme, die 43 bis 185 g Salze pro kg Staub mit relativ hohem Schwermetallanteilen in umliegende Gebiete tragen.[4] Diese Staubstürme verursachen schwerwiegende Luftverschmutzung, Bodenversalzung, Vegetationsrückgang und Beschleunigung der Eis- und Schneeschmelze.[4]
