Echinacea simulata

Art der Gattung Sonnenhüte (Echinaceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Echinacea simulata ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sonnenhüte (Echinacea) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in den nord- und ostzentralen Regionen der USA beheimatet und wird als Zierpflanze genutzt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Echinacea simulata

Echinacea simulata

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Heliantheae
Gattung: Sonnenhüte (Echinacea)
Art: Echinacea simulata
Wissenschaftlicher Name
Echinacea simulata
McGregor
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Beschreibung

Kahle, linealische bis lanzettliche Laubblätter mit 3 parallelen Primäradern
Glatte, hellbraune Achänen mit dunkelbraunen Krönchen

Vegetative Merkmale

Echinacea simulata ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 70 bis 100 Zentimetern erreicht.[1][2] Sie besitzt eine verzweigte Pfahlwurzel. Die aufrechten, grünen bis violett braunen Stängel sind spärlich bis dicht mit abstehenden Haaren besetzt.

Die meist grundständigen, einfachen Laubblätter sind 5 bis 40 Zentimeter lang und 0,5 bis 4 Zentimeter breit. Sie sind linealisch bis lanzettlich, ganzrandig und meist bewimpert. Die drei bis fünf primären Adern der an der Basis verschmälerten, meist kahlen Spreiten verlaufen parallel vorwärts. Die unteren und mittleren Laubblätter haben dünne, 4 bis 20 Zentimeter lange Blattstiele, während die oberen Blätter sitzend bis stängelumfassend sind.[1]

Generative Merkmale

Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Juni bis Ende Juli, mit vereinzelter, fortgesetzter Blütezeit bis in den Herbst hinein.[2] Die Blütenkorbschäfte sind lang und unverzweigt. Die endständig und einzeln stehenden körbchenförmigen Blütenstände mit kleinem, mehrreihigem Hüllkelch. Die Hüllblätter sind bei einer Länge von 7 bis 15 Millimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 3,5 Millimetern lanzettlich bis eiförmig.[1]

Die zehn bis zwanzig sterilen und neutralen Zungenblüten sind 40 bis 90 Millimeter lang, 4 bis 7 Millimeter breit und rosafarben bis weiß. Sie hängen in lockerem Abstand mehr oder weniger zurückgebogen vom Blütenkorb herab und sind auf der Unterseite kahl oder spärlich behaart. Die halbkugeligen bis kegelförmigen Blütenstandsböden haben einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern. Sie sind mit rosafarbenen bis violetten, 10 bis 14 Millimeter langen, spitz zulaufenden, stachelig nach innen gebogenen Spreublättern besetzt, die die gleichfarbigen, 5 bis 6,5 Millimeter langen, zwittrigen und fertilen Röhrenblüten überragen.[1]

Die 3 bis 4,5 Millimeter lange, kahle und meist glatte, hellbraune Achäne besitzt ein kleines, etwa 1 Millimeter langes, dunkelbraunes Krönchen, das nur wenige, kleine Zähne aufweist.[1]

Chromosomensatz

Die Chromosomengrundzahl ist x = 11; es liegt Diploidie vor mit der Chromosomenzahl 2n = 22.[1]

Vorkommen

Echinacea simulata ist in den nord- und ostzentralen Regionen der USA verbreitet, insbesondere auf dem Ozark-Plateau in den US-Bundesstaaten Missouri und Arkansas. Daneben gibt es isolierte Populationen in Illinois und Indiana, die sich über Kentucky und Tennessee bis nach Nordalabama verteilen.[3][2] Sie besiedelt dort felsige, locker bewaldete Hänge, Karstgebiete, Straßenränder, Waldlichtungen und offene Prärien in Höhenlagen von 100 bis 400 Metern.[1][4]

Systematik

Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1968 durch Ronald Leighton McGregor in SIDA, Contributions to Botany, Band 3, Nummer 4, Seite 228.[5] Der Artepitheton simulata spielt auf die große Ähnlichkeit mit dem Prärie-Igelkopf (Echinacea pallida) an.[2] Auffällig sind die unterschiedlich gefärbten Pollen: Während die Pollen von Echinacea simulata gelb sind, sind die Pollen von Echinacea pallida weiß. Allerdings ist die Pollenfarbe möglicherweise im Süden Missouris, wo sich die Verbreitungsgebiete der beiden Arten überschneiden, kein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal.[6]

Biochemische Analysen legen nahe, dass die drei Arten Echinacea simulata, Echinacea sanguinea und Echinacea pallida eng miteinander verwandt sind. Während Echinacea simulata und Echinacea sanguinea diploid (2n = 22) sind, ist Echinacea pallida tetraploid (2n = 44). Letztere könnte durch natürliche Hybridisierung mit Verdopplung des Chromosomensatzes aus den beiden ersteren Arten hervorgegangen sein.[7] Einige Autoren betrachten die beiden ersteren Arten als Varietäten von Echinacea pallida.[8] Neben Echinacea pallida var. simulata (McGregor) Binns, B.R.Baum & Arnason gilt Echinacea speciosa McGregor als ein weiteres Synonym von Echinacea simulata McGregor.[3]

Verwendung

Echinacea simulata wird gelegentlich als Zierpflanze verwendet. Sie eignet sich für Staudenrabatten, Gehölzränder und prärieartige Pflanzungen,[2] beispielsweise in Kombination mit halbhohen Ziergräsern, wie dem Tautropfengras. Die Blüten duften und ihre Farbe variiert auf ansprechende Weise zwischen blassrosa und tiefmagenta.[6] Die Zungenblüten vertrocknen beim Verblühen, sehen dann aber noch weitere vier Wochen attraktiv aus. Die haltbaren, fast schwarzen Samenstände sind im Winter eine Zierde. Bevorzugt werden sonnige Standorte auf mäßig nährstoffreichen, auch kalkhaltigen Böden. Echinacea simulata gilt als leicht kultivierbar und als tolerant gegenüber Feuchtigkeit, Trockenheit, Hitze und kargen Böden. Die Angaben zur Winterhärte variieren zwischen −29 °C (Zone 5)[2] und −34 °C (Zone 4).[9]

Literatur

  • Lowell E. Urbatsch, Kurt M. Neubig, Patricia B. Cox: Echinacea. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Band 21. Oxford University Press, New York u. a. 2006, ISBN 0-19-530564-7, Echinacea simulata McGregor auf S. 92 (textgleiche Online-Version).
Commons: Echinacea simulata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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