Eckhard Grunewald
deutscher Germanist und Hochschullehrer
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Eckhard Grunewald (* 4. März 1944 in Bleicherode) ist ein deutscher Germanist und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Eckhard Grunewald studierte Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln und promovierte dort 1976 zum Dr. phil. mit einer Arbeit über „Die Zecher- und Schlemmerliteratur des deutschen Spätmittelalters“. 1984 habilitierte er sich an dieser Universität und lehrte dort als Hochschullehrer. Zunächst lehrte er bis 1986 als Privatdozent, bis 1989 als Professor auf Zeit und bis 1991 als außerplanmäßiger Professor. Anschließend übernahm er eine Professur an der Universität Oldenburg.
Grunewald veröffentlicht vor allem über deutsche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und gibt Editionen heraus, außerdem beschäftigt er sich mit der deutschen Literatur in Ost- und Südosteuropa.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- (Hrsg. u. Bearb.): Franz Kugler/Robert Reinick / Liederbuch für deutsche Künstler. Eichendorff-Gesellschaft, Würzburg 1978, ISBN 3-922012-00-0.
- (Hrsg.): Peter von Staufenberg. Abbildungen zur Text- und Illustrationsgeschichte (= Litterae, Bd. 53). Kümmerle, Göppingen 1978.
- (Hrsg.): Der Ritter von Staufenberg [Egenolf von Staufenberg] (= Altdeutsche Textbibliothek, Bd. 88). Niemeyer, Tübingen 1979, ISBN 3-484-20104-5.
- Retuschiertes Mittelalter. zur Rezeption und Reproduktion der ›Manessischen‹ Liederhandschrift im 18. und frühen 19. Jahrhundert. In: Peter Wapnewski (Hrsg.): Mittelalter-Rezeption. Metzler, Stuttgart 1986, S. 435–449, ISBN 3-476-00576-3.
- Friedrich Heinrich von der Hagen, 1780–1856. Ein Beitrag zur Frühgeschichte der Germanistik (= Studia linguistica Germanica, Bd. 23). de Gruyter, Berlin 1988, ISBN 3-11-010785-6 (= Habilitationsschrift Universität zu Köln).
- „Der tufel in der helle ist uwer schlaf geselle“. Heidnischer Elbenglaube und christliches Weltverständnis im ‚Ritter von Staufenberg‘. In: Peter Dinzelbacher/Dieter R. Bauer (Hrsg.): Volksreligion im hohen und späten Mittelalter (= Quellen und Forschungen aus dem Gebiete der Geschichte, N.F., Bd. 13). Schöningh, Paderborn 1990, S. 129–143, ISBN 3-506-73263-3.
- (Hrsg., mit Nikolaus Gussone): Von Spee zu Eichendorff. Zur Wirkungsgeschichte eines rheinischen Barockdichters. Mann, Berlin 1991, ISBN 3-7861-1637-7.
- Der «Postillon» des Weltschmerzes. Wiedersehen mit einem Vergessenen: Nikolaus Lenau. In: Halbasien. Zeitschrift für deutsche Literatur und Kultur Südosteuropas, Bd. 4 (1994), H. 2, S. 51–67.
- Die Hedwig-Bilderzyklen des Mittelalters und der frühen Neuzeit. In: Berichte und Forschungen. Jahrbuch des Bundesinstituts für Ostdeutsche Kultur und Geschichte, Bd. 3 (1995), S. 69–106.
- (Hrsg., mit Nikolaus Gussone): Das Bild der heiligen Hedwig in Mittelalter und Neuzeit (= Schriften des Bundesinstituts für Ostdeutsche Kultur und Geschichte, Bd. 7). Oldenbourg, München 1996, ISBN 3-486-56178-2.
- (Hrsg.): Carl Spitzweg / Und abends tu ich dichten. Gedichte und Zeichnungen. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1997, ISBN 3-423-20093-6.
- (Hrsg.): Deutsche Literatur im östlichen und südöstlichen Europa. Konzepte und Methoden der Geschichtsschreibung und Lexikographie (= Veröffentlichungen des Südostdeutschen Kulturwerks, Reihe B, Bd. 69). Verlag des Südostdeutschen Kulturwerks, München 1997, ISBN 3-88356-107-X.
- (Hrsg., mit Henning P. Jürgens u. Jan R. Luth): Der Genfer Psalter und seine Rezeption in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden 16. - 18. Jahrhundert (= Frühe Neuzeit, Bd. 97). Niemeyer, Tübingen 2004, ISBN 3-484-36597-8.
- (Hrsg., mit Henning P. Jürgens): Martin Opitz / Die Psalmen Davids [1637]. Nach den frantzösischen Weisen gesetzt. Olms, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12526-9.
- (Hrsg., mit Henning P. Jürgens): Ambrosius Lobwasser / Der Psalter deß königlichen Propheten Dauids. Zwei Teile. Olms, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12513-7 u. ISBN 3-487-12514-5.
- (Hrsg., mit Hans-Christoph Maletz): Johann Jacob Hahn 1773–1853. Prediger – Reformer – Poet. Wichern-Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-88981-477-7.