Edificio Telefónica
Gebäude in Spanien
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Das Edificio Telefónica ist ein Hochhaus in Madrid. Es wurde zwischen 1926 und 1929 an der Einkaufsstraße Gran Vía nach Plänen von Ignacio de Cárdenas Pastor als Sitz der Compañía Telefónica Nacional de España errichtet.

Architektur und Geschichte
Dem Architekten Cárdenas stand ein US-Amerikaner, ein gewisser Weeks[1] aus New York, zur Seite, der Erfahrung mit diesem Bautypus mitbrachte. Neben der sich eindeutig an amerikanischen Hochhäusern orientierenden Formensprache[2] weist es auch Merkmale des Churriguerismus auf, einer spanischen Variante barocker Architektur. Die Baukosten beliefen sich auf 32 Millionen Peseten (entspricht heute ca. 53 Millionen Euro[3]). Das 14-stöckige Gebäude war mit 89 m das erste Hochhaus Europas und wurde erst 1953 durch das 117 m hohe Edificio España als höchstes Gebäude Spaniens abgelöst.[4]
Durch seine Höhe diente „La Telefónica“ mit seinem Turmaufsatz im Spanischen Bürgerkrieg als eine Art Wach- und Beobachtungsturm[5] für die Junta de Defensa de Madrid der Zweiten Spanischen Republik. Der General José Miaja ließ auf dem Turm auch eine Flugabwehrartillerie aufbauen. La Telefónica erlitt einige Schäden durch den Beschuss von nationalistischen Truppen durch deutsche und italienische Flugzeuge. Dabei wurden jedoch Bauten in den angrenzenden Gebäudekomplexen Fuencarral und Hortaleza zerstört.[1]
Die seit 1967 rot beleuchtete Uhr gilt als eine signifikante Landmarke der abendlichen Skyline. Seit 2013 wird sie blau beleuchtet, entsprechend der Firmenfarbe der Telefónica.[6]