Eduard Pleschner von Eichstett
österreichischer Kaufmann, Gründer der Handelsakademie Prag
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Eduard Pleschner, ab 1857 Pleschner Edler von Eichstett oder Pleschner von Eichstett (* 14. Juni 1812 in Prag; † 22. Mai 1864 ebenda) war ein österreichischer Kaufmann und Gründer der Handelsakademie in Prag.



(Abschrift (1938) d. Originals von 1848)

Leben

Er entstammte einer ursprünglich aus Deutsch-Matrei in Tirol stammenden Familie, die in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Böhmen eingewandert ist. Eduard Pleschner wurde als Eduard Johann Erasmus Ernest der Eheleute Joseph Pleschner und Antonia geb. Weiß in Prag am 14. Juni 1812 geboren und in der Kirche des Hl. Kastulus (sv. Haštala) getauft. Seit Vater war Prager Bürger, Kauf- und Handelsmann geboren von Saaz (Böhmen).
Pleschner war seit 4. Januar 1836 geschäftsführender Mitinhaber der von seinem Vater im Jahr 1796 gegründeten Firma „Josef Pleschner“ in Prag (Altstadt Haus 733), einer Firma für Spezerei-, Material- und Farbwaren, auch mit Landesprodukten, nebst Kommissions- und Spedizionsgeschäften.[1] Er war k.k. Hofeffekten-Spediteur, Agent für Böhmen und Mähren der „British and Continental Express Parcels Agency“ sowie Mitglied des „Industrie- und Gewerbevereins für Innerösterreich“.[2]
Als Präsident des Prager Handelsvorstandes gründete er im Jahr 1856 in Prag die erste österreichische Höhere Handelslehranstalt (Deutsche Handelsakademie) in Prag.[3]
Pleschner wurde am 13. März 1857 mit Diplom vom 3. Juni 1857 in Wien in den österreichischen Adelsstand mit Namensergänzung „Edler von Eichstett“ erhoben.[4]
Sein Sohn ist der österreichische Jurist und Schriftsteller August Pleschner von Eichstett (1843–1908).
Literatur
- Constantin von Wurzbach: Pleschner Edler von Eichstett, Eduard. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 22. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1870, S. 429–431 (Digitalisat).
- Eduard Pleschner von Eichstett. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 8, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1983, ISBN 3-7001-0187-2, S. 124.