Eduardo Andreozzi

basilianischer Orchesterleiter und Jazzmusiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Eduardo Andreozzi (* 1892; † 1979) war ein brasilianischer Jazzmusiker mit italienischen[1] Wurzeln.

Leben

Eduardo Andreozzi spielte Violine[2] und Saxophon. Er studierte von 1917 bis 1919 in Rio de Janeiro bei Professor Bastiani[3] und gehörte später als Leiter diverser Orchestern zu den Pionieren des Latin Jazz. Von 1919 bis 1921 leitete er ein Orchester in Palace Hotel in Rio de Janeiro.[4] Zwischen 1919 und 1924 produzierte Odeon in Rio Aufnahmen von Andreozzi. Etwa ab der Mitte der 1920er Jahre trat er in Europa auf; zunächst in Mailand, später in Deutschland.[1] Aus dieser Phase stammen Aufnahmen von der Grammophon in Berlin;[5] später wurde ein Teil dieser Aufnahmen auch bei Derby gepresst.[1][6] Er arbeitete unter anderem mit Gregor Keleklian, dem Trompeter Mickey Diamond und Sydney Sterling. Sein letztes Engagement in Europa hatte er 1934 im Efreuna in Chemnitz.[7] Nach dem Zweiten Weltkrieg machte Andreozzi offenbar nicht mehr viel von sich reden.[8]

Diskographie (unvollständig)

  • Temple Bells/ Everything ist Hotsy Totsy Now (Deutsche Grammophon G 20338, 1926)
  • Yes Sir! That's my Baby/ One Smile (Deutsche Grammophon G 20339, 1926)
  • Hong Kong Dream Girl/ Big Bad Bill (Deutsche Grammophon G 20340)
  • By the Lake/ When My Sugar Walks Down the Street (Deutsche Grammophon G 20341)
  • Susy, Play Me "El Serucco" Once More/ I'm Longin' For You (Deutsche Grammophon G 20342)
  • Lucky Kentucky/ Luck is Just Wish for You (Deutsche Grammophon G 20343)

Literatur

  • Rainer E. Lotz, Eduardo Andreozzi - The Jazz Pioneer From Brazil, in: Storyville Magazine 122, Dezember 1985

Einzelnachweise

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