Eduardo Labarca
Chilenischer Autor und Journalist
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Eduardo Labarca (* 12. August 1938 in Santiago de Chile) ist ein chilenischer Erzähler, Essayist, Journalist und Rechtsanwalt. Labarcas Werke wurden u. a. ins Deutsche, Englische, Französische, Russische, Italienische, Polnische, Tschechische und Ungarische übersetzt. Zudem verfügt Labarca über langjährige Erfahrung als Kolumnist und Journalist in Chile und anderen Ländern.

Leben und Wirken
Labarco verließ Chile nach dem Putsch gegen Salvador Allende 1973. Im Exil arbeitete er für einen sowjetischen Radiosender.[1]
2011 sorgte Labarca für Aufsehen und Empörung, als er sein Werk El enigma de los módulos mit einem Cover versah, das zu zeigen schien, dass er auf das Grab des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges urinierte. Labarca erklärte, dass es ein gestelltes Foto sei und er den Wasserstrahl mit einer Wasserflasche in der rechten Hand simuliert habe. Er stellte klar, dass das Foto Kunst sei, die sich im Zusammenhang mit dem Buch erschließe. Labarca betonte, dass er Borges als Schriftsteller bewundere, ihn aber für seine Nähe zum chilenischen Diktatur General Augusto Pinochet verachte.[1]
Werke (Auswahl)
- El turco Abdala y otras historias (1988)
- Acullá (1990)
- Butamalón (1994 und 1997)
- Cadáver tuerto (2005), dt.: Der köstliche Leichnam (2008)
- Salvador Allende: Biografía sentimental (2007)
- El enigma de los módulos (2011)
Auszeichnungen
- Chilenischer Staatspreis für Literatur (2005)