Edwin Anderson Jr.

US-amerikanischer Offizier, Admiral der US-Navy From Wikipedia, the free encyclopedia

Edwin Alexander Anderson Jr. (* 16. Juli 1860 in Wilmington, North Carolina; † 23. September 1933 ebenda) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Asienflotte.

Edwin Anderson Jr.

Leben

Edwin Anderson war ein Sohn von Edwin Alexander Anderson (1815–1894) und dessen Frau Mary Coit Lillington (1823–1897). Der Vater war Arzt und diente im amerikanischen Bürgerkrieg als Militärarzt in der Armee der Südstaaten. Im Jahr 1882 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörte unter anderem das Naval War College in Newport in Rhode Island. Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. In den Jahren bis 1898 war er auf verschiedenen Schiffen stationiert. Zwischenzeitlich gehörte er dem Stab des hydrografischen Dienstes der Marine an.

Seit Januar 1897 war Anderson auf dem ungeschützten Kreuzer Marblehead stationiert, mit dem er im folgenden Jahr am Spanisch-Amerikanischen Krieg teilnahm. Das Schiff war an der Blockade von Kuba beteiligt. Im Mai 1898 war er in ein Seegefecht in der Nähe von Cienfuegos involviert. Dabei zeichnete er sich durch besondere Tapferkeit aus und konnte einige Ränge überspringen.

Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen erhielt er das Kommando über das Kanonenboot Calloa, das im Fernen Osten operierte und mit dem er am Philippinisch-Amerikanischen Krieg teilnahm. Diese Aufgabe erfüllte er zwischen April 1901 und Dezember 1903. Danach kommandierte er jeweils für kurze Zeit das Frachtschiff General Alava und das Kanonenboot Don Juan de Austria sowie den geschützten Kreuzer Isla de Cuba. Zwischen Februar 1904 und Januar 1905 war Anderson Stabsoffizier bei der Marinewerft Washington in der dortigen Waffenproduktion. Im Februar 1905 wurde er Navigator und später Kommandeur der Pennsylvania. Danach kommandierte er zwischen Juni 1906 und Dezember 1907 die 2. Torpedoflottille (Second Torpedo Flotilla). Anschließend leitete er für fünf Monate die Marinerekrutierungsstelle in Cincinnati. Es folgte eine Versetzung zum Stab der Schiffswerft in Mare Island in Kalifornien, dem er zwischen Mai 1908 und September 1910 angehörte.

Als Nächstes wurde Anderson mit dem Oberbefehl über das Kanonenboot USS Yorktown, (PG-1) betraut. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Juni 1911. Die USS Yorktown operierte unter anderem an der Küste von Panama. Danach kommandierte er die Schlachtschiffe USS Iowa (zwischen August und November 1913) und dann die USS New Hampshire (bis zum November 1915). Im Jahr 1914 war er an der Eroberung von Vera Kruz in Mexiko beteiligt. Für seine dortigen Leistungen wurde er mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Nach dem Ende dieses Kommandos folgte sein Studium am Naval War College. Im Jahr 1916 bekleidete er unter anderem Aufgaben als Stabsoffizier (Supervisor of Naval Auxiliary Reserves) beim Marinestützpunkt in Norfolk in Virginia.

Nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg im April 1917 erhielt er das Kommando über die 3. Patrouillenstaffel der Atlantikflotte (Commander Squadron 3, Patrol Force). Im Juli 1917 wurde ihm dann der Oberbefehl über die 1. Patrouillenstaffel (Commander Patrol Squadron ONE) übertragen, die ebenfalls zur Atlantikflotte gehörte. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Im August 1919 übernahm er das Kommando über die 1. Kreuzerdivision der Atlantikflotte und im November des gleichen Jahres wurde er nach Charleston in South Carolina versetzt, wo er die Leitung des sechsten Marinebezirks übernahm. Diesen Posten bekleidete er bis zum Mai 1922.

Am 28. August 1922 übernahm Edwin Anderson als Vier-Sterne-Admiral und Nachfolger von Joseph Strauss das Kommando über die amerikanische Asienflotte (United States Asiatic Fleet). Dieses Amt bekleidete er bis zum 11. Oktober 1923, als er von Thomas Washington abgelöst wurde. Diese Zeit war von Spannungen in der Region überschattet. Im Jahr 1923 leistete die amerikanische Asienflotte humanitäre Hilfe nach dem Erdbeben in Japan. Nach seiner Zeit als Kommandeur der Asienflotte war Anderson bis zu seiner Pensionierung im März 1924 Mitglied im Stab des Chief of Naval Operations (CNO).

Der seit 1888 mit Mertie Mosely Lorain (1867–1940) verheiratete Offizier starb am 23. September 1933 und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

Edwin Anderson erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Commons: Edwin Anderson, Jr. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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