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Efze-Viadukt

Eisenbahnbrücke der ehemaligen Bahnstrecke Leinefelde–Treysa („Kanonenbahn“) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Efze-Viadukt (auch Relbehausener Viadukt oder Remsfelder Viadukt) ist eine Eisenbahnbrücke der ehemaligen Bahnstrecke Leinefelde–Treysa („Kanonenbahn“). Diese überspannt das Tal der Efze zwischen Relbehausen und Remsfeld etwa 4 km östlich von Homberg (Efze) im hessischem Schwalm-Eder-Kreis.

Schnelle Fakten
Efze-Viadukt
Efze-Viadukt
Efze-Viadukt
Efze-Viadukt aus Zeitschrift des Bauwesens 1880
Gesamtlänge 205 m
Anzahl der Öffnungen 6
Längste Stützweite 31,5 m
Baubeginn Juli 1875
Fertigstellung August 1878
Lage
Koordinaten 51° 0′ 38″ N, 9° 27′ 34″ O
Efze-Viadukt (Hessen)
Efze-Viadukt (Hessen)
Efze-Viadukt 2017
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Der Viadukt wurde in den Jahren 1875 bis 1878 im Zuge des Baus der strategischen. „Kanonenbahn“ Berlin–Metz errichtet. Der Viadukt zählt zu den größeren Kunstbauwerken und wurde im selben Konstruktionsverfahren ausgeführt wie der Malsfelder Viadukt, der gesprengte Friedaviadukt, sowie der Viadukt in Lengenfeld unterm Stein.

Geschichte

Mit dem Bau des Viaduktes wurde im Juli 1875 begonnen, dabei begann man mit der Aufmauerung der oberen Pfeilerteile im Mai 1877. Am 4. Juni 1878 wurden die Mauerarbeiten abgeschlossen und schließlich wurde das gesamte Bauwerk Ende August 1878 fertiggestellt.

Die Entscheidung für ein Viadukt statt eines simplen Bahndamms entstand nach einer vergleichenden Kostenberechnung, welche zeigte, dass ein Viadukt 100.000 Mark günstiger sei, während ein Erddamm mehrere Durchlässe für die Efze, eine Straße und einen Feldweg gefordert hätte. Die Kosten für das Bauwerk betrugen etwa 368 Tausend Mark.[1]

Das Bauwerk blieb während des Ersten und Zweiten Weltkriegs weitgehend verschont. Schon im Ersten Weltkrieg wurde eine Brückenwache stationiert. Am Ende der 1960er Jahre, Anfang der 1970er Jahre fanden Instandsetzungsarbeiten auf der Strecke statt, wobei der Oberbau der Brücke erneuert wurde.[2]

Konstruktion

Der Efze-Viadukt hat eine Gesamtlänge von 205 m und eine Höhe von 30 m über dem Tal der Efze. Er besteht aus sechs Öffnungen mit je 31,5 m Stützweite. Die Endöffnungen dienen der Überbrückung einer Straße sowie eines Feldweges, während eine der mittleren Öffnungen die Efze überspannt.

Die Pfeiler wurden für zweigleisigen Betrieb ausgelegt, jedoch wurde der eiserne Überbau nur eingleisig ausgeführt. Die Fundamente wurden auf tragfähigem Baugrund aus Kies, bzw. basaltischem Lehm in 2–3 m Tiefe angelegt. Die Mittelpfeiler bestehen aus Bruchsteinmauerwerk, welche mit Bekleidung aus fein bearbeiteten Schichtsteinen und mehreren Werkstein-Binderschichten bestehen. Die beiden Widerlager sind als kräftige Stützmauern ausgeführt.

Der eiserne Überbau war ursprünglich aus Fischbauchträgern konstruiert, welche mit aufwändigen Holzgerüsten zwischen den Pfeilern montiert wurden. Diese wurden 1931 gegen tragfähigere Kastenträgern ausgetauscht,[3] da die Fischbauchträgerkonstruktion aus Eisen die Lasten der schwerer gewordenen Güterzüge nicht mehr aushalten konnten und das Material ermüdete. Die Überbauten wurden dabei weiterhin eingleisig ausgeführt.

Heutiger Zustand

Nach der Einstellung des Personenverkehrs auf der Strecke Treysa–Malsfeld am 30. Mai 1981 und des Güterverkehrs am 25. Juni 2002 ist der Viadukt vollständig erhalten geblieben und ein technisches Baudenkmal. Trotzdem ist die Überquerung der Eisenbahnbrücke nicht möglich, ein Teil des angrenzenden Bahndamms Richtung Malsfeld wurde für den Ausbau der Bundesstraße 323 abgetragen.

Commons: Efze-Viadukt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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