Egilbert (Bamberg)

Bischof von Bamberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Egilbert († 29. Mai 1146[1], beigesetzt in Bamberg) war Patriarch von Aquileja (1129; resigniert) und Bischof von Bamberg (1139–1146).

Bischofssiegel von 1145

Frühe Jahre

Über die Herkunft Egilberts ist nichts bekannt. Domdekan des Kapitels von Bamberg wurde er 1120. 1129 wurde er als Patriarch von Aquileja berufen, wo er sich jedoch nicht halten konnte. Danach erhielt er die Propstei St. Gangolf.

Bischof

Wirken

Kurz nach dem Tod von Bischof Otto († 30. Juni 1139) erkor ihn das Domkapitel zum neuen Bischof von Bamberg. Die erste erhaltene Urkunde, die ihn als gewählten Bischof bezeugt, stammt schon vom 19. Juli 1139 und wurde von König Konrad III. in Nürnberg ausgestellt. Dort erfolgte dann wohl auch die Investitur durch den König.[2] Zur Bischofsweihe reiste er nach Rom und erhielt diese im Oktober 1139 durch Papst Innozenz II. (1130–1143). Innozenz überreichte ihm auch das Pallium.

Egilbert besuchte mehrfach Reichsversammlungen, vor allem wenn sie im benachbarten Nürnberg stattfanden, darüber hinaus etwa in Worms (1140[Anm. 1]) und Frankfurt am Main (1142).[3] Sein Wirken ist sonst kaum belegt.[4] Er starb am 29. Mai 1146.[1] Bischof Egilbert ist zusammen mit den Bamberger Bischöfen Eberhard I., Timo, Wulfing von Stubenberg und Heinrich II. von Sternberg in einem Steinsarg bestattet, der heute an der Südwand der Krypta unter dem Ostchor des Bamberger Doms steht.[5]

Geschehnisse im Bistum

Unter Egilbert vergrößerte sich der weltliche Besitz des Bistums um die ehemaligen Schweinfurter Erbgüter Pottenstein und Rodach bei Kronach. Des Weiteren kamen die Burgen Giech und Lichtenfels an Bamberg. Das größte Ereignis während seiner Regierungszeit war kurz vor seinem Tod die Heiligsprechung Kaiser Heinrich III. durch Papst Eugen III. (1145–1153) am 11. März 1146.

Literatur

Anmerkungen

Einzelnachweise

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