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Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde

Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Ehemalige Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde ist ein vom Regierungspräsidium Karlsruhe am 19. Oktober 1992 durch Verordnung ausgewiesenes Naturschutzgebiet auf dem Gebiet der Stadt Heidelberg in Baden-Württemberg.

Schnelle Fakten
Naturschutzgebiet „Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde“

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Staustufe Neckargemünd mit Naturschutzgebiet im Hintergrund.

Staustufe Neckargemünd mit Naturschutzgebiet im Hintergrund.

Lage Heidelberg in Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 13,4 ha
Kennung 2.155
WDPA-ID 162862
Geographische Lage 49° 25′ N, 8° 47′ O
Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde (Baden-Württemberg)
Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde (Baden-Württemberg)
Einrichtungsdatum 19. Oktober 1992
Verwaltung Regierungspräsidium Karlsruhe
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Lage und Beschreibung

Das rund 13 Hektar große Schutzgebiet liegt am rechten Hang des Neckartals zwischen Neckargemünd und dem Heidelberger Stadtteil Ziegelhausen, gegenüber der Orthopädischen Klinik in Schlierbach bzw. auf Höhe der Staustufe Neckargemünd.

Es ist fast vollständig vom Landschaftsschutzgebiet Bergstraße-Mitte umgeben und gehört vollständig zum FFH-Gebiet 6518-311 Steinachtal und Kleiner Odenwald. Außerdem gehört es zum Naturpark Neckartal-Odenwald.

Naturräumlich gehört es zum Sandstein-Odenwald. Geologisch stehen hier die Sandsteine der Miltenberg-Formation des unteren Buntsandsteins an, die hier abgebaut wurden.[1]

Das Gebiet ist heute vollständig mit einem lichten Buchen-Altholz mit Kiefer und Eiche bestockt. Strukturell wird es durch die beim Abbau entstandenen Steilwände und die vorgelagerten Abraumhalden, großen Felsblöcken und teilweise bizarren Baumformen bestimmt.[2]

Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist gemäß Schutzgebietsverordnung:

  1. „die Erhaltung eines seit 90 Jahren stillliegenden Steinbruchs mit seinen Felswänden, Schutt- und Blockhalden, der den geologischen Aufbau des Buntsandsteins offenlegt;
  2. die Erhaltung eines Steinbruchs als kulturgeschichtlich bedeutsamer Ort der Gewinnung und Bearbeitung von Bausteinen für historische Bauten Heidelbergs;
  3. die Erhaltung von naturnahen, teilweise aus stark vom Menschen geprägten Wald- und Geländeformen hervorgegangenen Vorwaldgesellschaften mit alten Resten eines Buchen-Eichenwaldes und seltenen Moosen- und Flechten, die sich sowohl in ihrer ökologischen Struktur als auch durch ihren Tier- und Pflanzenreichtum deutlich von der Umgebung abheben;
  4. die Erhaltung der Struktur eines teilweise aus historischen Waldwirtschaftsformen, teilweise aus spontaner Wiederbewaldung auf natürliche Weise entstandenen Waldes, der mit hohem Totholzanteil höhlenbewohnenden Säugern und Vögeln und mit hohem Weichholzanteil Holz und Laub nutzenden Insekten vielfältigen Lebensraum bietet;
  5. die Erhaltung und Förderung unterschiedlicher Stadien der Vegetationsentwicklung auf Abraumhalden, Steinbruchbermen, Felsvorsprüngen und Terrassen von Steinbruchwänden als Objekt der wissenschaftlichen Erforschung von Verlauf und Dynamik der Wiederbewaldung auf Buntsandstein;
  6. die Offenhaltung bzw. Freistellung der durch den Steinbruchbetrieb entstandenen Felswände dort, wo diese nach Exposition und Felsstruktur Möglichkeiten für die (Wieder-) Besiedlung dieses Lebensraumes durch höhlen- und felsbrütende, gefährdete Fledermaus- und Vogelarten oder andere Arten bieten.“[3]

Siehe auch

Literatur

  • Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-5172-7

Einzelnachweise

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