Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde
Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg
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Der Ehemalige Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde ist ein vom Regierungspräsidium Karlsruhe am 19. Oktober 1992 durch Verordnung ausgewiesenes Naturschutzgebiet auf dem Gebiet der Stadt Heidelberg in Baden-Württemberg.
Naturschutzgebiet „Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde“
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Staustufe Neckargemünd mit Naturschutzgebiet im Hintergrund. | ||
| Lage | Heidelberg in Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Fläche | 13,4 ha | |
| Kennung | 2.155 | |
| WDPA-ID | 162862 | |
| Geographische Lage | 49° 25′ N, 8° 47′ O | |
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| Einrichtungsdatum | 19. Oktober 1992 | |
| Verwaltung | Regierungspräsidium Karlsruhe | |
Lage und Beschreibung
Das rund 13 Hektar große Schutzgebiet liegt am rechten Hang des Neckartals zwischen Neckargemünd und dem Heidelberger Stadtteil Ziegelhausen, gegenüber der Orthopädischen Klinik in Schlierbach bzw. auf Höhe der Staustufe Neckargemünd.
Es ist fast vollständig vom Landschaftsschutzgebiet Bergstraße-Mitte umgeben und gehört vollständig zum FFH-Gebiet 6518-311 Steinachtal und Kleiner Odenwald. Außerdem gehört es zum Naturpark Neckartal-Odenwald.
Naturräumlich gehört es zum Sandstein-Odenwald. Geologisch stehen hier die Sandsteine der Miltenberg-Formation des unteren Buntsandsteins an, die hier abgebaut wurden.[1]
Das Gebiet ist heute vollständig mit einem lichten Buchen-Altholz mit Kiefer und Eiche bestockt. Strukturell wird es durch die beim Abbau entstandenen Steilwände und die vorgelagerten Abraumhalden, großen Felsblöcken und teilweise bizarren Baumformen bestimmt.[2]
Schutzzweck
Wesentlicher Schutzzweck ist gemäß Schutzgebietsverordnung:
- „die Erhaltung eines seit 90 Jahren stillliegenden Steinbruchs mit seinen Felswänden, Schutt- und Blockhalden, der den geologischen Aufbau des Buntsandsteins offenlegt;
- die Erhaltung eines Steinbruchs als kulturgeschichtlich bedeutsamer Ort der Gewinnung und Bearbeitung von Bausteinen für historische Bauten Heidelbergs;
- die Erhaltung von naturnahen, teilweise aus stark vom Menschen geprägten Wald- und Geländeformen hervorgegangenen Vorwaldgesellschaften mit alten Resten eines Buchen-Eichenwaldes und seltenen Moosen- und Flechten, die sich sowohl in ihrer ökologischen Struktur als auch durch ihren Tier- und Pflanzenreichtum deutlich von der Umgebung abheben;
- die Erhaltung der Struktur eines teilweise aus historischen Waldwirtschaftsformen, teilweise aus spontaner Wiederbewaldung auf natürliche Weise entstandenen Waldes, der mit hohem Totholzanteil höhlenbewohnenden Säugern und Vögeln und mit hohem Weichholzanteil Holz und Laub nutzenden Insekten vielfältigen Lebensraum bietet;
- die Erhaltung und Förderung unterschiedlicher Stadien der Vegetationsentwicklung auf Abraumhalden, Steinbruchbermen, Felsvorsprüngen und Terrassen von Steinbruchwänden als Objekt der wissenschaftlichen Erforschung von Verlauf und Dynamik der Wiederbewaldung auf Buntsandstein;
- die Offenhaltung bzw. Freistellung der durch den Steinbruchbetrieb entstandenen Felswände dort, wo diese nach Exposition und Felsstruktur Möglichkeiten für die (Wieder-) Besiedlung dieses Lebensraumes durch höhlen- und felsbrütende, gefährdete Fledermaus- und Vogelarten oder andere Arten bieten.“[3]
Siehe auch
Literatur
- Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-5172-7
Weblinks
- Steckbrief des Naturschutzgebietes Ehemaliger Buntsandsteinbruch an der Neckarhalde im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

