Eichbergturm

Aussichtsturm bei Emmendingen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Eichbergturm war ein Aussichtsturm auf dem 368,9 m ü. NHN[1] hohen Eichberg bei Emmendingen. Mit 53,20 Metern Höhe galt er als der höchste frei zugängliche Aussichtsturm Deutschlands.[2]

Schnelle Fakten Jubiläumsturm Baden-Württemberg ...
Eichbergturm
Jubiläumsturm Baden-Württemberg
Bild des Objektes
Eichbergturm
Eichbergturm
Basisdaten
Ort: Emmendingen
Land: Baden-Württemberg
Staat: Deutschland
Höhenlage: 368,9 m ü. NHN
Verwendung: Aussichtsturm
Abriss: 2025
Turmdaten
Bauzeit: 2005
Bauherr: Turmbau Eichberg e.V.
Baustoff: Holz
Gesamthöhe: 53,2 m
Aussichts­plattform: 43,2 m
Weitere Daten
Einweihung: 17. September 2005
Anzahl an Treppenstufen: 240 Stufen

Positionskarte
Eichbergturm (Baden-Württemberg)
Eichbergturm (Baden-Württemberg)
Eichbergturm
Lokalisierung von Baden-Württemberg in Deutschland
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Geschichte

Der Turm wurde von einem 1999 gegründeten Verein errichtet und am 17. September 2005 der Stadt Emmendingen übergeben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er trug offiziell den Titel Jubiläumsturm Baden-Württemberg.[3]

Ameisen und Pilze setzten den Holzstämmen zu, so dass im Juli 2015 der Turm gesperrt und die am stärksten befallenen Stämme ausgetauscht wurden.[4][5][6]

Im Juli 2023 wurde der Eichbergturm erneut wegen Reparaturarbeiten gesperrt.[7][8]

Ende März 2025 wurde bekannt, dass der Eichbergturm abgerissen wird. Dies gab Oberbürgermeister Stefan Schlatterer im Gemeinderat als Antwort auf die Anfrage eines Stadtrates bekannt. Ursprünglich plante die Stadt eine Sanierung des Bauwerks, stellte jedoch später fest, dass ein Wiederaufbau nach den aktuellen Bauvorschriften in dieser Form nicht mehr zulässig wäre.

Im Juli 2025 begannen die Abbauarbeiten des Eichbergturmes.[9][10]

Der Verein Eichbergturm hat beschlossen sich zum Jahresende 2025 aufzulösen und das Vereinsvermögen an den Verein Hünersedel in Freiamt zu spenden, die den dortigen Aussichtsturm unterstützt.[11]

Chronik

  • 1999 Gründung des Turmbau Eichberg e.V.
  • 17. September 2005 Der Turm wird offiziell eröffnet und der Stadt Emmendingen übergeben.
  • 12. Dezember 2006 Umbenennung des Vereins in Verein Eichbergturm e.V.
  • 10. April 2015 Zwei Stämme müssen ausgetauscht werden.
  • 12. Juli 2023 Die Stadt verfügt die sofortige Sperrung des Turms.
  • März 2024 Eine Hauptprüfung bestätigt, dass der Turm nicht geöffnet werden darf.
  • 23. April 2024 Der Stadtrat stimmt für eine Sanierung aus Holz.
  • Juli 2024 Die Stadtverwaltung kündigt an, den Turm bald wieder öffnen zu wollen. Einzelne Stämme sollen als Sofortmaßnahme ausgetauscht werden. Doch dazu kommt es nie.
  • 1. Juli 2025 Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zum Wiederaufbau in Stahlbauweise
  • 21. Juli 2025 Beginn des Abbruchs
  • Ende 2025 Auflösung des Eichbergturmvereins[12]

Konstruktion

Ideengeber und Konstrukteur des Turms ist Peter Lenz, der mit vielen ehrenamtlichen Helfern den Turm in die Tat umgesetzt hat.[2]

Die Aussichtskanzel war aus Eichenholz gefertigt und saß auf sechs Douglasienstämmen, die zusammen mit einem oberen Plattformrahmen einen Pyramidenstumpf bildeten. Das Treppenhaus war ein filigraner Zylinder aus Profilstahl und Baustahlgewebe, die Wendeltreppe hatte 240 Stufen aus Eichenholz.

Mit einer Höhe von 53,20 Metern war er der zweithöchste Aussichtsturm Baden-Württembergs. Der Turm überragte mit seiner Kanzel auf einer Höhe von 43,20 m den Eichenwald um etwa 10 Meter. Von der Turmkanzel aus bot sich ein Rundblick über die nähere Umgebung, den gesamten Schwarzwaldkamm bis zum Isteiner Klotz, den Schweizer Jura, die Vogesenkette und den Kaiserstuhl.

Siehe auch

Commons: Eichbergturm – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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