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Eichhornkuckuck

Art der Gattung Piaya From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Eichhornkuckuck (Piaya cayana) ist eine Vogelart aus der Familie der Kuckucke (Cuculidae), die von Mexiko über Belize, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Trinidad, Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien, Ecuador, Peru, Bolivien, Paraguay, Argentinien bis Uruguay vorkommt. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Eichhornkuckuck

Eichhornkuckuck (Piaya cayana)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Kuckucksvögel (Cuculiformes)
Familie: Kuckucke (Cuculidae)
Gattung: Piaya
Art: Eichhornkuckuck
Wissenschaftlicher Name
Piaya cayana
(Linnaeus, 1766)
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Merkmale

Der Eichhornkuckuck erreicht eine Körperlänge von ca. 40,0 bis 46,0 cm bei einem Gewicht der Weibchen von 95 bis 103 g und der Männchen von 84 bis 103 g. Die Oberseite ist kastanien- bis rostbraun, auf dem Oberkopf meist heller. Dabei hat er einen roten Augenring. Die Schwungfedern sind an den Spitzen graubraun gefärbt. Der Schwanz ist lang und gestuft, die Steuerfedern der Oberseite sind rostkastanienbraun gefärbt, mit einem breiten weißen Endfleck und einem schwarzen subterminalen Band. Die Unterseite der Steuerfedern ist vorwiegend bräunlich schwarz und weist einen breiten weißen Endfleck auf. Die Kehle und die Brust sind zimtfarben. Der Bauch ist grau und geht an den Flanken, dem Untersteiß sowie den Unterschwanzdecken in Schiefergrau bis Schieferschwarz über. Der Schnabel und der Schnabelspalt von ausgewachsenen Vögeln sind gelblich grün, die Iris karminrot. Bei den Füßen sind die inneren und äußeren Zehen nach hinten und die beiden anderen Zehen nach vorne gerichtet. Dabei sind die Läufe und die Zehen hell bläulich grau.

Bei Jungvögeln ist der Schnabel gräulich, die Iris braun und der Augenring grau.[1]

Lautäußerungen

Flügge Jungvögel wurden dabei beobachtet, wie sie mit einem leisen Klicklaut und Flügelschlagen nach Futter bettelten oder alternativ laute, quietschende skraahh-Laute ausstießen. Ebenso wurde bei Jungvögeln von einem scharfen ii-ka berichtet.[1]

Der typische Gesang wird als lange, gleichmäßige Abfolge von 20 bis 30 oder mehr identischen, kurzen und leicht verschliffenen Tönen berichtet, die wie whip-whip-whip.... klingen. Die Töne erreichen eine maximale Frequenz von ca. 2,4 bis 3,1 kHz und dauern ca. 0,09 bis 0,14 Sekunden. Diese werden mit einer Rate von ca. 1,1 bis 1,8 Tönen pro Sekunde vorgetragen. Die Darbietung kann laut oder leise erfolgen oder laut beginnen und zum Ende hin leiser werden. Meist wird der Gesang in einem gleichmäßigen Rhythmus vorgetragen, wenngleich der Beginn und das Ende einer Gesangsstrophe zögerlicher klingen können.[1]

Er gibt verschiedene Rufe von sich. Einer besteht aus zwei Tönen, einem kurzen, betonten und scharf abgerundeten tschick! oder kek!, dem nach einer Pause ein tieferer, längerer und gedämpfterer, nasal klingender meist ebenfalls abgerundet bu oder whiu folgt. Dieser zweite Ton wirkt wie eine Auflösung der Spannung, die durch das erste Element aufgebaut wurde. Der erste Ton dauert 0,08 bis 0,1 Sekunden und erreicht eine Frequenz von etwa 3 bis 4 kHz. Der zweite Ton währt 0,4 bis 0,5 Sekunden mit einer maximalen Grundfrequenz 1,1 bis 1,5 kHz, woraus sich eine Gesamtdauer von etwa einer Sekunde ergibt. Dies ist der am häufigsten zu hörende Ruf. Er wird typischerweise nur einzeln oder in großen zeitlichen Abständen geäußert. Einige örtliche Namen für den Vogel spiegeln diesen Ruf wieder.[1]

Ein zweiter Ruf ist ein tiefer, trockener, rollender Hik-a-ro- oder Gip-karir-Ruf. Er besteht aus etwa sieben nasalen Tönen, wobei der erste und der letzte typischerweise am längsten sind und die mittleren gerasselt wie Hi-krrr-oo klingen. Die Dauer dieses Rufs beträgt 0,6 bis 0,9 Sekunden, und er ist von eher geringer Lautstärke. Der Ruf wirkt recht stereotyp und weist über sein gesamtes Verbreitungsgebiet hinweg nur geringe Variationen auf. Die klangliche Qualität variiert jedoch von deutlich nasal bis hin zu rau oder kratzend. Zwei oder mehr Vögel können sich gegenseitig mit demselben Ruf-Typ antworten.[1]

Ein weiter Ruf ist ein explosives kik!, häufiger noch verdoppelt als kik-kik!. Zusätzlich ruft er ein trockenes, kehliges Rasseln, welches wie tshurrrrr klingt und mit weit geöffnetem Schnabel und vibrierendem Unterschnabel vorgetragen wird. Dieser Ruf ist nur selten zu hören. Der Ruf im Flug besteht aus einer schnellen Abfolge von vier bis sechs kik-Rufen.[1]

Er äußert sich das ganze Jahr über stimmlich, jedoch häufiger während der Brutsaison. Auf dem Höhepunkt der Brutsaison kann der Gesang unaufhörlich vorgetragen werden, oft stundenlang am Stück und mit einer Frequenz von bis zu 96 Tönen pro Minute. Auch von Schnabelklappern wurde berichtet.[1]

Fortpflanzung

Balz

Er gilt als monogam. Der Kopulation geht eine Balzfütterung voraus, jedoch ohne zusätzliche Zurschaustellungen oder Lautäußerungen. Aus Brasilien wurde berichtet, dass die Brautgeschenke sowohl Schuppenkriechtiere als auch Wirbellose (Dictyoptera, Fangschrecken, Schnabelkerfen sowie Larven von Schmetterlingen) umfassten.[1]

Neststandorte

Bedingt durch das enorme Verbreitungsgebiet nördlich und südlich des Äquators ergeben sich geografische Unterschiede in den Brutzeiten. so wird aus Brasilien vom Nestbau berichtet, der von Ende November bis Anfang Dezember dauert. Aus Espírito Santo wurde der Nestbau Mitte September beschrieben. Im Norden Argentiniens wurde ein Paar im Januar beim Nestbau beobachtet, es wurden jedoch keine Eier gelegt. Die Nistplätze sind fast immer gut vor Blicken verborgen, und der Nistuntergrund wird möglicherweise so gewählt, dass er möglichst unauffällig ist, da der lange Schwanz während der Brutzeit immer hervorragt. Der Eichhornkuckuck baut auch Nester, die er nicht zur Brut nutzt.[1]

Er baut die Nester aus Stöckchen in üppiger Vegetation, die meist nicht einsehbar sind. Diese baut er in Höhen von bodennah bis zu zwölf Meter über dem Boden. In Brasilien wurde ein Nest in einem Baumstammkirsche (Plinia cauliflora) gebaut. Ein weiteres Nest in Espírito Santo wurde in sechs Meter Höhe in einer dichten parasitären Kletterpflanze aus der Familie der Riemenblumengewächse etwa fünfzig Zentimeter unterhalb der Baumkrone des Baumes errichtet. Der Baum befand sich einige Meter von anderen Bäumen entfernt. In Minas Gerais befanden sich neun Nester in einer Höhe von fünf bis acht Metern über dem Boden. Davon eines in einem Baum der Gattung Pisonia, eines in einem Mango-Baum sowie zwei in nicht identifizierten Palmen und fünf in nicht identifizierten Sträuchern. In Alagoas fand man ein Nest in Cordia trichotoma, eines in Myrcia guianensis, zwei in Mango-Bäumen, zwei in Zitruspflanzen, eines in Vochysia dardanoi, der in Lianen verwickelt war, und eines in einem nicht identifizierten Strauch, alle in durchschnittlich 5,4 Meter Höhe. Aus dem Norden Argentiniens ist ein Nest bekannt, welches in dichten Lianengeflechten in sieben Meter Höhe gebaut wurde. Aus Trinidad wurde von einem Nest in 4,5 Meter Höhe in einem Kakaobaum berichtet, ein weiteres Nest in 7,5 Meter Höhe in einem nicht identifizierten Baum. In Costa Rica wurde ein Nest in 2,5 Meter Höhe in einer dichten Hecke von Zitronen, die eine Weide von einer von Reitern und Fußgängern genutzten Straße trennte, ein weiteres Nest in einem dichten Gewirr von Adlerfarn und einer vereinzelten Heterocondylus vitalbae nur 75 Zentimeter über dem Boden und ein drittes Nest auf einer buschigen, verlassenen Weide, wo es sich in einem Gewirr aus Adlerfarn, Heterocondylus vitalbae und Melinis minutiflora nur einen Meter über dem Boden entdeckt. Ebenfalls in Costa Rica wurde ein Nest in einer Zitruspflanze in 7,5 Meter Höhe über dem Boden gefunden, das in einem Gewirr aus schlanken, abgestorbenen Ranken zwischen dichtem Laub und reifen Früchten gebaut war. Das Nest war jedoch nicht fertiggestellt, und vermutlich baute dasselbe Paar daraufhin ein Nest in einem hohen Bambusa oldhamii etwa hundert Meter vom ersten Nistplatz entfernt. Dieses Nest befand sich in 12 Meter Höhe. Ein weiteres Nest aus Costa Rica befand sich 2,7 Meter über dem Boden zwischen den Ästen eines kleinen Baumes, gut verborgen durch die Blätter einer Kletterpflanze.[1]

Bauprozess

In der Regel sammelt ein Individuum, vermutlich das Männchen, den Großteil des Nistmaterials, während der Partner, vermutlich das Weibchen, mehr Zeit am Nest verbringt und das Nest aus dem beigebrachten Material baut. Kleine Stöckchen und Zweige werden im Schnabel herangetragen und dem Vogel am Nest gereicht, der diese zügig in das Nest steckt. Auch Blätter werden während des Nestbaus sowie in den frühen Phasen der Brutzeit zum Nest gebracht. Nicht immer gelingt der Bau und so wurde in Barro Colorado von Alexander Frank Skutch beobachtet, wie der Bau scheiterte, da die offenen Struktur eines Mangobaums dem ausgewählte Nistplatz nicht genügend Halt für den Nestbau bot und jeder Zweig oder jedes Blatt, das das mutmaßliche Männchen zum Nistplatz brachte, wurde von seiner Partnerin genommen und an einen Ast geklebt, von dem es unweigerlich zu Boden fiel. Die Nester liegen in der Regel nicht direkt in der Sonne. In Costa Rica wurde ein Nest auf einer mit Gestrüpp bewachsenen Weide neben einer Pflanze der Gattung Pfeffer gebaut, die dem Nest etwas Schatten spendete. In Brasilien wurde ein Nest in einem Abstand von 30 cm zu einem alten Nest gebaut, was darauf hindeutet, dass zwar der Standort, nicht aber das Nest wiederverwendet wird.[1]

Aufbau, Zusammensetzung und Größe

Das Nest ist eine offene Schale aus trockenen Zweigen und grünen Blättern, die von den Erwachsenen während der Nutzungszeit regelmäßig erneuert wird. Die Innenseite der Schale kann mit Graswurzeln ausgekleidet sein, während Bambusblätter zur Befestigung an der Außenseite des Nestes verwendet werden können. Nachdem die Jungvögel das Nest verlassen hatten, wurde ein Nest aus Brasilien mit einer Gesamtmasse von 98 Gramm in seine Hauptbestandteile zerlegt, die wie folgt zusammengesetzt waren. Der äußere Teil enthielt 68 Blattstiele und Blattadern von 1 bis 10 Zentimeter Länge mit einer Gesamtmasse von 12 Gramm, 78 Zweige von 10 bis 20 Zentimeter Länge mit einer Gesamtmasse von 50 Gramm und 18 Zweige von 20 bis 30 Zentimeter Länge mit einer Gesamtmasse von 21 Gramm. Der Innenraum enthielt 53 trockene Blätter von 1 bis 10 Zentimeter Länge mit einer Gesamtmasse von 8 Gramm, 25 Blattadern von 1 bis 15 Zentimeter Länge mit einer Gesamtmasse von 5 Gramm, sowie 2 Gramm anderes Pflanzenmaterial. Manchmal suchen kleine Ameisen Schutz zwischen den Blättern im Nest und gründen eine Kolonie unter den brütenden Vögeln. Der Außendurchmesser ist ca. 18 bis 25 Zentimeter, und die Außenhöhe 5 bis 17 Zentimeter, der Innendurchmesser von 10,2 bis 15 Zentimeter und eine Innenhöhe von 4 bis 7 Zentimeter.[1]

Eier

Die ovalen Eier sind weiß und mit einer dünnen Kalkkruste überzogen. Durch den Kontakt mit den als Nestauskleidung verwendeten Blättern verfärben sie sich schließlich braun oder grün. Aus Costa Rica wurde die Eigröße für P. cayana thermophila mit 34,1 bis 36,5 × 25,4 bis 26,2 mm gemessen. Aus der Sierra Nevada de Santa Marta wurde für P. c. mehleri von einer Größe der Eier von 33,0 bis 37,0 × 24,0 bis 25,0 mm berichtet. Für P. c. insulana aus Trinidad liegen Daten von 32,0 bis 35,5 × 25,7 bis 27,0 mm vor. Aus Suriname ist eine Messung von 32,4 × 23,5 mm bekannt. Für P. c. pallescens wurde aus den atlantischen Wäldern in Minas Gerais im Osten Brasiliens Größen 33,75 × 24,48 mm und aus Alagoas von 34,2 bis 23,6 × 33,8 bis 24,4 mm gemessen. Ein Gelege besteht aus einem bis drei Eiern.[1]

Brut

Die Brutzeit beträgt in der Regel 17 bis 19 Tage, obwohl für ein Nest in Alagoas eine Brutzeit von 14 Tagen angegeben wurde. Beide Elternteile bebrüten die Eier. Brütende Vögel lassen Menschen oft ganz nah an sich heran und geben keinen Laut von sich. Wenn sie schließlich vom Nest springen, lassen sie sich in der Nähe nieder, um den Eindringling zu beobachten. Beide Eltern brüten über lange Zeiträume, bis zu 8 Stunden am Tag und länger in der Nacht. Die Eier werden nicht unbeaufsichtigt gelassen. Während der Brutzeit gibt ein Vogel manchmal leise wip-wip-wip-Rufe von sich, insbesondere wenn es Zeit ist, von den Brutpflichten abgelöst zu werden. Während des Wechsels sind die Vögel meist still oder geben gelegentlich ein leises hik-a-ru von sich.[1]

Schlüpfen und Aufzucht

Es wurde ein Nest beschrieben, in dem zwei Eier 18 Tage nach der Ablage des zweiten Eies angepickt wurden und am folgenden Tag beide Eier von den Schnäbeln der Schlüpflinge durchstochen worden waren, die versuchten zu entkommen. Die Eier wurden jedoch daraufhin verlassen und schlüpften nie. Das Nest wurde danach von den Eltern verlassen und die Schlüpflinge schlüpften nie. Sie sind Nesthocker. Nach dem Schlüpfen haben die Jungvögel eine schwarz violette Haut und beige gelbliche Nestlingsdunen an den Körperseiten. Der Schnabel ist grau, mit markanten weißen Schnabelrändern. Der Schnabelraum ist rot, mit einer Reihe weißer Knötchen in der Mitte des Gaumens, und die Zunge ist rot, mit einem weißen Fleck in der Mitte und einem schwarzen Fleck an der Spitze. Die Jungvögel verbringen nach dem Schlüpfen 13 bis 16 Tage im Nest. Sie verlassen das Nest, bevor sie fliegen können, und verbringen in der Regel einige Tage auf Ästen in der Nähe des Nestes.

Die Jungvögel werden nachts, am frühen Morgen und am späten Nachmittag sowie bei Regen bebrütet. In den frühen Entwicklungsstadien der Küken erfolgt das Bebrüten häufiger. An einem Nest in Costa Rica erfolgte die Fütterung nur selten, etwa vier- bis fünfmal pro Vormittag, doch von Anfang an waren die Mahlzeiten reichhaltig und bestanden meist aus stark zerfleischten Insektenlarven oder aus Raupen mit Stacheln. An einem Nest in Minas Gerais erfolgte die Fütterung regelmäßiger, etwa alle 30 Minuten, und die den Jungvögeln gebrachten Beutetiere umfassten hauptsächlich Raupen und Heuschrecken, dazu einige Grillen, Zikaden und andere Insekten. Diese Küken wurden mit ganzen Beutetieren gefüttert, doch die Eltern versuchten es manchmal wiederholt oder zerkleinerten das Beutetier, falls es doch zu groß war. An vier Nestern in Alagoas bestand die ins Nest gebrachte Nahrung zu 79 % aus Gliederfüßer und zu 21 % aus Fröschen.

Die Eltern sammeln die Kotbeutel der Nestlinge ein und tragen sie vom Nest weg oder fressen sie, doch manchmal koten die Nestlinge im Nest, wenn die Eltern nicht da sind. Somit verschmutzt das Nest mit der Zeit etwas.

Für andere Kuckucke ist eine kooperative Brutpflege bekannt, die beim Eichhornkuckuck aber nicht vorkommt. Das Verlassen des Nestes ist ein schrittweiser Prozess, bei dem die Jungvögel nach dem Verlassen des Nestes noch mehrere Tage lang auf Ästen in der Nähe des Nestes verweilen, bevor sie fliegen können. An einem Nest in Alagoas verließ ein Nestjunges das Nest im Alter von 10 Tagen, um in einem nahegelegenen Baum zu bleiben. Sein Geschwisterchen folgte ihm am nächsten Tag. Nach 13 Tagen hielten sie sich nicht mehr in der Nähe des Nestes auf. Frisch flügge gewordene Jungvögel bleiben mehrere Tage lang in der Nähe des Nestes zusammen. Die Eltern füttern die Jungvögel auch nach dem Verlassen des Nestes weiter, solange diese sich noch in dessen unmittelbarer Nähe aufhalten.[1]

Verhalten

Generelles Verhalten

Der Eichhornkuckuck ist gewöhnlich nicht sonderlich scheu und nähert sich Menschen mitunter sogar kurz, um diese zu inspizieren. Er neigt jedoch dazu, einzelgängerisch im Blattwerk von Bäumen und Sträuchern zu verweilen und kommt nur gelegentlich ins Freie, um am Boden nach Nahrung zu suchen. Selbst während der Brutzeit ist die Art nur selten paarweise anzutreffen. Die Paarbindung besteht jedoch über alle Jahreszeiten hinweg fort, und verpaarte Individuen halten häufig durch ihre Rufe lockeren Kontakt. Normalerweise nimmt er beim Sitzen häufig eine diagonale Körperhaltung ein, wenngleich bisweilen auch eine eher vertikale, wobei er seinen langen Schwanz herabhängen lässt. Während der Nahrungssuche blickt er mit flinken Kopfbewegungen umher und beobachtet die Vegetation nach Beutetieren, bevor er sich auf die entdeckte Beute stürzt. Während er Ausschau hält wird der Schwanz mitunter fließend angehoben und wieder gesenkt. Seine schnellen, agilen Bewegungen durch die Vegetation, die typischerweise in kurzen Sprüngen von Ast zu Ast erfolgen, einschließlich der eichhörnchenartigen raschen Bewegungen am Baumstamm empor, könnte neben der Farbe einer der Gründe für seinen Trivialnamen sein. Gelegentlich unternimmt er kurze Flüge, die selten länger als 15 Meter sind. Typischerweise beginnt das mit mühsamem Flügelschlägen und enden in einem Gleitflug von einem Baum oder Strauch zum anderen. Er gilt als tagaktiv.[1]

Selbstpflege

Die Individuen kratzen sich gerne unter dem Flügel und am Kopf. Wie bei vielen Kuckucken werden beim Sonnenbaden die Rückenfedern der Sonne zugewandt aufgestellt.[1]

Revierverhalten

Wenig ist zum Territorialverhalten des Eichhornkuckucks bekannt. Es wurde von Alexander Frank Skutch beschrieben, wie zwei Individuen, die dicht beieinander saßen, mit Schwanz und Flügeln zitterten und über mehrere Minuten hinweg immer wieder den Hik-a-ru-Rufe ausstießen. Irgendwann stürmte eines der Tiere auf das andere zu, welches dem Angriff auswich, um einen Kontakt zu vermeiden. Dieser Vorgang wiederholte sich einige Male, woraufhin die Vögel zu einem anderen Baum flogen, wo sie ihr Verhalten auf dieselbe Weise fortsetzten. Nach etwa 15 Minuten flog einer der Vögel davon, während das zurückbleibende Tier ein langes, tiefes Rasseln von sich gab. Daraufhin stießen die Vögel erneut wechselseitig Hik-a-ru-Rufe aus, näherten sich einander jedoch nicht mehr an.[1]

Verhalten gegenüber anderen Arten

Einzelne Individuen werden gelegentlich in gemischten Nahrungssuchverbänden beobachtet. Die Neigung der Art zur Schwarmbildung kann jedoch lokal variieren. Mehrere Studien über neotropische gemischte Vogelverbände führen den Eichhornkuckuck als gelegentliches oder zufälliges Mitglied auf, während andere Studien feststellten, dass er dieses Verhalten regelmäßiger zeigt. Ist er Teil eines gemischten Verbandes, sucht er seine Nahrung tendenziell in tieferen Vegetationsschichten als bei der Nahrungssuche als Einzelgänger. Der Eichhornkuckuck wird gelegentlich von anderen Vogelarten, wie etwa dem Trauertyrannen (Tyrannus melancholicus) attackiert.[1]

Prädatoren

In Costa Rica wurden im Rahmen einer einjährigen Monitoring-Studie an einem Schlafplatz der Großen Spießblattnase (Vampyrum spectrum) Überreste von mindestens drei Individuen gefunden. Ebenfalls in Costa Rica wurde beobachtet, wie ein Graubussard (Buteo plagiatus) einen Eichhornkuckuck erbeutete. Im Süden Brasiliens trug ein Schwebebussard (Ictinia plumbea) ein Individuum in sein Nest, um damit die Nestlinge zu füttern. Zudem wurde diese Art in Brasilien als Beutetier registriert, das von adulten Prachtadlern (Spizaetus ornatus) in deren Nester gebracht wurde. Im Osten Mexikos wurde er als Beute des Aplomadofalken (Falco femoralis) identifiziert.[1]

Nahrung

Der Eichhornkuckuck sucht seine Nahrung in allen Straten, gelegentlich auch am Boden, meist jedoch in Sträuchern oder Bäumen, wobei er vor allem nach wirbellosen Beutetieren, insbesondere Raupen, Ausschau hält. Gelegentlich nimmt er auch Früchte und kleine Wirbeltiere zu sich. Bei der Nahrungssuche kombiniert er ein stilles Beobachten – wobei er oft nur den Kopf bewegt – mit plötzlichen, schnellen Bewegungen oder Sprüngen, um eine so ausgemachte Beute zu ergreifen. Falls nötig, werden die Nahrungsstücke vor dem Verzehr zerkleinert und zermahlen. Gelegentlich folgt er Armeeameisen, um sich von wirbellosen Tieren und kleinen Wirbeltieren zu ernähren, die von den marschierenden Ameisen aufgescheucht werden. Es ernährt sich von einer Vielzahl von Wirbellosen wie Raupen, Laubheuschrecken, Stabheuschrecken, Käfern, geflügelten Ameisen, Wespen, Libellen, Zikaden und Spinnen, doch gehören gelegentlich auch Wirbeltiere wie Eidechsen und Frösche zur Beute. In Zentralbrasilien ernährte sich ein Exemplar von mehr als einem Dutzend Larven von Eupseudosoma involuta, eine Bärenspinner-Art, deren Larven über ein so starkes Gift verfügen, dass Menschen beim Berühren der Haare dieser Raupen mehrere Stunden lang unter starken Schmerzen und Wahnvorstellungen leiden können. In Santa Marta fand man im Mageninhalt in dort gesammelten Individuen überwiegend Gespenstschrecken, während der Mageninhalt eines in El Salvador gesammelten Individuums eine größere Vielfalt an Nahrungsmitteln enthielt. Darunter war eine Raupe, eine Heuschrecke, eine Wespe und ein nicht identifiziertes Insekt. Wenn Zikaden in großer Zahl schlüpfen, ernährt er sich opportunistisch von dieser kurzlebigen Nahrungsquelle.

Kleine Wirbeltiere wie Laubfrösche können Teil der Ernährung sein, unter anderem als Futter, das den Nestlingen gebracht wird. Im Osten Brasiliens wurde einem Nestling ein Greiffrosch der Art Pithecopus nordestinus gefüttert, der sich für ein Nestling als zu groß erwies, aber von dessen Geschwisterchen gefressen wurde. Andere Baumfrösche, die als Futter gebracht wurden, waren vermutlich Boana albomarginata und Scinax eurydice. In Argentinien wurde ein Vogel dabei beobachtet, wie er ein Nest des Kurzschnabel-Maskentyranns (Legatus leucophaius) in einer Kolonie von Rotbürzelkassiken (Cacicus haemorrhous) überfiel und die Nestlinge vermutlich innerhalb weniger Minuten verzehrte, während die Kurzschnabel-Maskentyrannen in der Nähe herumflatterten und die Rotbürzelkassiken beharrlich riefen. In El Salvador wurde ein Exemplar beobachtet, das sich von einem Indigofinken (Passerina cyanea) ernährte, der in einem Japannetz an einer Vogelberingungsstation gefangen worden war. Nicht immer wird die Wirbeltierbeute verzehrt. In Brasilien wurde beobachtet wie er zwei Nestlinge des Diamantspelzer (Sporophila lineola) aus dem Nest warf, ohne diese zu verzehren. Ebenso wurde in Brasilien beobachtet, wie er einen Osteocephalus taurinus zerlegen wollte und als es ihm nicht gelang von diesem abließ.

Manchmal werden auch Früchte gefressen. Eine mexikanische Studie dokumentierte, dass sich die Art von Früchten der Trophis racemosa ernährte. Eine weitere brasilianische Studie berichtete über den Verzehr von Miconia ciliata. Die meisten Nahrungsquellen werden offenbar visuell identifiziert und in der Regel direkt verzehrt.

Das Trinken erfolgt, indem der Schnabel ins Wasser getaucht und geöffnet wird, so dass Wasser hineinströmen kann. Anschließend wird der Kopf angehoben, damit das Wasser abfließen kann. Unverdauliche Nahrungsbestandteile wie die Brennhaare von Raupen werden in Form von Kotkügelchen ausgeschieden. Die übrigen Abfallprodukte verlassen den Körper über den Stuhlgang.[1]

Verbreitung und Lebensraum

Verbreitungsgebiet des Eichhornkuckucks (grün)

Der Eichhornkuckuck kommt in einer großen Vielfalt tropischer Wälder in tiefen und mittleren Höhenlagen vor. Es sind insbesondere Randhabitate wie Waldlichtungen, Galeriewälder, Gärten, Obstgärten, Plantagen und andere halboffene Lebensräume, die er bevorzugt. Generell ist er eher in offenen als in geschlossenen Wäldern unterwegs. Gelegentlich ist er jedoch auch in ziemlich dichten Wäldern häufig anzutreffen. Darunter befinden sich feuchte bis halbtrockene Wälder und Laubwälder, aber auch offenes Gelände mit vereinzelten Bäumen.

Im Großteil seines Verbreitungsgebiets ist der Eichhörnchenkuckuck in Höhenlagen unterhalb von 1500 Meter häufig anzutreffen. In höheren Lagen wird er seltener bis selten und tritt nur noch lokal auf. In Guatemala ist er in Höhenlagen unterhalb von 1900 Meter zu finden, in El Salvador unterhalb von 1400 Meter und in Honduras unterhalb von 1.500 Meter. In Costa Rica reicht sein Verbreitungsgebiet gelegentlich bis in Höhenlagen von 2450 Meter. In Panama ist er gewöhnlich unterhalb von 1500 Meter anzutreffen, kann jedoch lokal in Höhenlagen von 2000 Meter oder sogar etwas darüber vorkommen, wenngleich er in der Provinz Darién 600 Meter nicht überschreitet. In Kolumbien reicht sein Verbreitungsgebiet bis in Höhenlagen von 2800 Meter. In Ecuador ist er unterhalb von 1500 Meter häufig, tritt jedoch gelegentlich bis auf 2500 Meter in der Provinz Carchi und sogar bis auf 2700 Meter in der Provinz Loja auf. Im Osten Perus ist er bis auf 2800 Meter Höhe zu finden, im Nordwesten Perus ist er hingegen im Allgemeinen auf Gebiete unterhalb von 2400 Meter beschränkt. In Venezuela ist er unterhalb von 1200 Meter im Allgemeinen am häufigsten, kommt jedoch nördlich des Orinoco bis auf 2500 Meter und südlich des Orinoco bis auf 1800 Meter vor.[1]

Unterarten

Es sind folgende Unterarten bekannt:

  • Piaya cayana thermophila Sclater, PL, 1860[2] ist vom östlichen Mexiko bis Panama und dem nordwestlichen Kolumbien verbreitet. Die Oberseite ist relativ dunkel rostbraun bis kastanienbraun, der Bauch und Unterschwanzdecken sind dunkel grau bis schwarz. Die Schwanzunterseite ist schwarz, wobei die weißen Spitzen der Steuerfedern verhältnismäßig schmal ausfallen. Die Haut um das Auge ist grünlich gelb. Individuen aus dem ariden pazifischen Tiefland von El Salvador bis in den Nordwesten Costa Ricas können blasser gefärbt sein, insbesondere an der Unterseite. Dieser Unterschied wurde jedoch später auf die Gefiederabnutzung des untersuchten Materials zurückgeführt. Individuen aus dem südlichen Teil des Verbreitungsgebiets in Costa Rica und Panama weisen größere weiße Endflecken auf den Steuerfedern auf als die weiter nördlich lebenden Populationen und wurden als Unterart Piaya cayana incincta Griscom, 1932[3] vorgeschlagen.[1]
  • Piaya cayana nigricrissa (Cabanis, 1862)[4] kommt vom westlichen Kolumbien bis ins nordwestliche Peru vor. Die Unterart ähnelt P. c. thermophila, doch das Gefieder ist dunkler. Der Bauch und Unterschwanzdecken sind schwärzlich. Der Augenring wird in der Literatur oft als rot beschrieben. Eine Durchsicht von Bildern, die aus dem südwestlichen Kolumbien und dem westlichen Ecuador stammen, legt jedoch nahe, dass dieses Merkmal innerhalb dieser Population variieren könnte. Hier scheinen weitere Untersuchungen erforderlich zu sein.[1]
  • Piaya cayana mehleri Bonaparte, 1850[5] ist im nordöstlichen Kolumbien und dem nördlichen Venezuela verbreitet. Die Subspezies ist rötlicher als einige Unterarten, mit blasserer Kehle und Brust, die am Bauch in ein Hellgrau übergehen. Die Schwanzunterseite ist rötlich. Vom Gefieder her ist sie P. mexicana recht ähnlich. Diese Art besitzt jedoch einen längeren Schwanz als die meisten Unterarten von P. cayana. P. c. mehleri hat im Vergleich zu den meisten südamerikanischen Unterarten einen relativ kürzeren Schwanz. Der Augenring ist grünlich gelb.[1]
  • Piaya cayana mesura (Cabanis & Heine, 1863)[6] kommt im östlichen Kolumbien, dem östlichen Ecuador und dem nordöstlichen Peru vor. Die Unterart hat ein ähnliches Gefieder wie P. c. nigricrissa, ist aber kleiner, wenngleich mit Größenüberschneidungen. Die Unterseite ist von einem kräftigen Dunkelgrau durchzogen, das an den Unterschwanzdecken ins Schwarz übergeht. Die mittleren Steuerfedern sind auf beiden Fahnen rötlich gefärbt. Die übrigen Steuerfedern weisen lediglich auf der Außenfahne eine rötliche Färbung auf, wobei das bräunliche Rot zu den äußeren Steuerfedern hin zunehmend verblasst. Die rötlichen Partien sind stark schwarz gesprenkelt. Der Augenring ist rot.[1]
  • Piaya cayana circe Bonaparte, 1850[5] ist im westlichen Venezuela verbreitet. Die Subspezies ist auf der Oberseite etwas rötlicher als bei P. c. mehleri, jedoch blasser als in der Nominatform. Der Augenring ist grünlich gelb.[1]
  • Piaya cayana cayana (Linnaeus, 1766)[7] kommt vom östlichen und südlichen Venezuela über sie Guyanas und das nördliche Brasilien vor.
  • Piaya cayana insulana Hellmayr, 1906[8] ist auf Trinidad verbreitet. Die Unterart hat im Gegensatz zur sehr ähnlichen Nominatform dunkle Unterschwanzdecken. Der Augenring ist grünlich gelb.[1]
  • Piaya cayana obscura Snethlage, E, 1908[9] kommt vom Rio Juruá bis Rio Tapajós in Zentralbrasilien südlich des Amazonas über das östliche Peru und das nördliche Bolivien vor. Die Unterart unterscheidet sich von der Nominatform durch die dunklere, weniger rostbraune, Färbung der Oberseite, von P. C. nigricrissa durch aschgraue Schienbeine, sowie die schwärzlich grauen Unterschwanzdecken. Der Augenring ist rot.[1]
  • Piaya cayana hellmayri Pinto, 1938[10] ist vom Rio Tapajós über das über das Amazonasdelta im nordöstlichen Brasilien südlich des Amazonas verbreitet. Die Subspezies hat eine eher lohfarbene Oberseite. Der Augenring ist rot.[1]
  • Piaya cayana pallescens (Cabanis & Heine, 1863)[11] kommt in Ostbrasilien vor. Die Unterart hat eine blassere und braunere Oberseite. Der Augenring ist rot.[1]
  • Piaya cayana cabanisi Allen, JA, 1893[12] kommt im südlichen zentralen Brasilien vor. Die Subspezies ist rötlicher. Die Kehle ist rostfarben, der Bauch und die Unterschwanzdecken blass. Der Augenring ist rot.[1]
  • Piaya cayana macroura Gambel, 1849[13] ist vom südöstlichen Brasilien über Paraguay bis ins nordöstliche Argentinien und Uruguay verbreitet. Die Unterart ist auf der Oberseite dunkler. Der Bauch und die Unterschwanzdecken sind schwärzlich. Der Augenring ist rot.[1]
  • Piaya cayana mogenseni Peters, JL, 1926[14] kommt vom südlichen Bolivien über das nordwestliche Argentinien vor. Die Unterart ähnelt P. c. macroura ist jedoch kleiner und blasser. Die Oberseite wirkt rötlicher. Die Kehle ist ockerlachsfarben statt blass weinrot zimtfarben, die Brust blasser grau. Der Augenring ist rot.[1]

Piaya mexicana (Swainson, 1827)[15] aus dem westlichen Mexiko, wurde lange als weitere Unterart betrachtet. Begründet durch das phylogenetische Artkonzept spalteten Adolfo Gerardo Navarro-Siguenza und Andrew Townsend Peterson die Art vom Eichhornkuckuck ab.[16] Diese These wurde im Jahr 2023 durch mitochondriale DNA-Analyse unterstützt.[17]

Piaya cayana inexpectata Todd, 1947[18] wird heute, als Synonym zur Nominatform betrachtet, Piaya cayana cearae Cory, 1915[19] als Synonym zu P. c. pallescens, Piaya cayana stirtoni Rossem, 1930[20] als Synonym zu P. c. thermophila, Piaya cayana extima Rossem, 1930[21] als Synonym zu P. c. mexicana, Piaya cayana boliviana Stone, 1909[22] als Synonym zu P. c. nigricrissa und Piaya cayana guarania Ihering, 1905[23] als Synonym zu P. c. macroura.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Eichhornkuckucks erfolgte 1766 durch Carl von Linné unter dem wissenschaftlichen Namen Cuculus cayanus. Als Verbreitungsgebiet gab er Cayenne an.[7] 1830 führte René Primevère Lesson die neue Gattung Piaya ein.[24] Dieser Begriff Piaye bedeutet in der Kreolsprache von Cayenne Teufel.[25] Der Artname cayana bezieht sich auf Cayenne, das heutige Französisch-Guayana.[7] Mehleri ist Eugen Mehler (1826–1896)[5] gewidmet, circe Kirke[5], hellmayri Carl Eduard Hellmayr (1878–1944)[10], cabanisi Jean Louis Cabanis (1816–1906)[12], mogenseni Johan Mogensen (1881–1946)[14] und stirtoni Ruben Arthur Stirton (1901–1966).[20] Mexicana bezieht sich auf Mekixo[15], cearae auf Ceará[19], boliviana auf Bolivien[22] und guarania auf die Guaraní.[23] Thermophila hat seinen Ursprung in θερμος thermos, deutsch ‚heiß, warm‘ und φιλος, φιλεω, φιλος philos, phileō philos, deutsch ‚liebend, lieben, Liebhaber‘[26], nigricrissa in lateinisch niger ‚schwarz‘ und lateinisch crissum, crissare ‚Kloake, Steiß, kopolieren‘[27], mesura in μεσος mesos, deutsch ‚mittig, dazwischen‘ und -ουρος, ουρα -ouros, oura, deutsch ‚-schwänzig, Schwanz‘[28], insulana in lateinisch insulanus,insula, insulae ‚Insulaner, Insel‘[29], obscura in lateinisch obscurus ‚dunkel, düster, bedeckt, obskur‘[30], pallescens in lateinisch pallescentis, pallescere, pallere ‚bleichfarben, geblich, bleich werden, bleich sein‘[31],macroura μακρος macros, deutsch ‚lang‘ und -ουρος, ουρα -ouros, oura, deutsch ‚-schwänzig, Schwanz‘[32], inexpectata in lateinisch in- ‚nicht‘ und lateinisch exspectatus, exspectare ‚erwartet, erwarten‘[33] und extima in lateinisch extimus ‚am weitesten entfernt, äußerst, am abgelegensten‘.[34] Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay sechhs Bälge, gesammelt in Zanja Moroti und San Luis de la Sierra im Bergland des Río Apa, in Nueva Germania sowie Berg Galván im Gran Chaco durch Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980), zur Verfügung. Außerdem lagen ihm zwei Exponate aus der Sammlung von Georg Wieninger aus Bernalcue vor. Laubmann sah in Piaya cayana macroura die Unterart für das Land. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar von Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch[35] beschrieben wurde, in der Estancia Gil[36] durch John Graham Kerr, in von Alfredo Borelli (1858–1943) in Paludi di Ajo, in der Colonia von Pedro Risso und in Concepción[37] gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplaren, in Sapucai[38] durch Charles Chubb, in Tayru durch Claude Henry Baxter Grant[39] und im Departamento Alto Paraná[40] sowie Monte Sociedad[41] durch Arnaldo de Winkelried Bertoni als Nachweise für das Land. Zusätzlich erwähnte Laubmann Cucillo del tingazú[42] von Félix de Azara als Nachweis für die Art.[43]

Literatur

  • Joel Asaph Allen: On a collection of Birds from Chapada, Matto Grosso, Brazil, Made by Mr. H. H. Smith Part III Pipridae to Rheidae. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. Band 5, Nr. 10, 1893, S. 107–158 (biodiversitylibrary.org).
  • Félix de Azara: Apuntamientos para la historia natural de los páxaros del Paragüay y Rio de la Plata. Band 3. Impr. de la viuda de Ibarra, Madrid 1805, S. 353–359 (biodiversitylibrary.org).
  • Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch: Systematisches Verzeichniss der von Herrn Ricardo Rohde in Paraguay gesammelten Vögel. In: Journal für Ornithologie (= 4. Band 15). Nr. 177, 1887, S. 1–37, Hier S. 24 (biodiversitylibrary.org).
  • Arnaldo de Winkelried Bertoni in Mosè Giacomo Bertoni: Fauna paraguaya. Catálogos sistemáticos de los vertebrados del Paraguay : peces, batracios, reptiles, aves, y mamíferos conocidos hasta 1913. In: Descripcion fisica y economica del Paraguay. Band 59, Nr. 1. Establecimiento Gráfico M. Brossa, Asunción 1914, S. 1–86 (google.de).
  • Arnaldo de Winkelried Bertoni: Sobre ornitología del Chaco Paraguayo. Aves colectadas por Félix Posner en la Colonia „Monte Sociedad“, hoy Benjamin Aceval (Villa Hayes). In: Revista de la Sociedad Científica del Paraguay. Band 2, Nr. 6, 1930, S. 241–258.
  • Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Conspectus generum avium. Band 1. E. J. Brill, Leiden 1850, Hier S. 110 (biodiversitylibrary.org).
  • Jean Louis Cabanis: Uebersicht der im Berliner Museum befindlichen Vögel von Costa Rica. In: Journal für Ornithologie. Band 10, Nr. 57, 1862, S. 161–176, Hier S. 169 (biodiversitylibrary.org).
  • Jean Louis Cabanis, Ferdinand Heine junior: Museum Heineanum Verzeichniss der ornithologischen Sammlung des Oberamtmann Ferdinand Heine auf Gut St. Burchard vor Halberstadt. Mit kritischen Anmerkungen und Beschreibung der neuen Arten systematisch bearbeitet von Dr. Jean Cabanis, erstem Custos der Königlichen zoologischen Sammlung zu Berlin und Ferdinand Heine, Stud. philos. In: IV. Theil, die Klettervögel enthaltend Heft 2: Spechte. Band 4, Nr. 1. R. Frantz, Halberstadt 1863, Hier S. 83 & 86 (biodiversitylibrary.org – 1862 bis 1863 publiziert).
  • Charles Chubb: On the Birds of Paraguay Part II. In: The Ibis (= 9. Band 4). Nr. 13, 1910, S. 263–285, Hier S. 272 (biodiversitylibrary.org). * Charles Barney Cory: Descriptions of new birds from South America and adjacent islands. In: Field Museum of Natural History Publication 182 (= Ornithological Series. Band 1). Nr. 9, 1915, S. 303–3335 (biodiversitylibrary.org).
  • John van Dort, Guy Maxwell Kirwan, Jenny Fitzgerald, Thomas Scott Schulenberg: Common Squirrel-Cuckoo (Piaya cayana). In: Shawn M. Billerman (Hrsg.): Birds of the World. Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY 2025, doi:10.2173/bow.squcuc1.02 (englisch).
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  • Carl Eduard Hellmayr: On the birds of the Islands of Trinidad. In: Novitates Zoologicae. Band 13, Nr. 1, 1906, S. 1–60, Hier S. 42–43 (biodiversitylibrary.org).* Hermann Albrecht Friedrich von Ihering: O Rio Juruá. In: Revista do Museu Paulista. Band 6, 1905, S. 385–460, Hier S. 448 (biodiversitylibrary.org – 1904).
  • John Graham Kerr: On the Avifauna of the Lower Pilcomayo. In: The Ibis (= 6. Band 4). Nr. 13, 1892, S. 120–152, Hier S. 140 (biodiversitylibrary.org).
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 190–191 (google.de).
  • René Primevère Lesson: Traité d’ornithologie, ou, Tableau méthodique des ordres, sous-ordres, familles, tribus, genres, sous-genres et races d’oiseaux: ouvrage entièrement neuf, formant le catalogue le plus complet des espèces réunies dans les collections publiques de la France. 1 (Lieferung 2). F.G. Levrault, Paris 1830, S. 139–142 (biodiversitylibrary.org – 8 Lieferungen von 1830 bis 1831).
  • Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 12. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1766, S. 170 (biodiversitylibrary.org).
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  • William Swainson: A Synopsis of the Birds discovered in Mexico by W. Bullock, F.L.S and H.S., and Mr. William Bullock, jun. In: The Philosophical magazine: or Annals of chemistry, mathematics, astronomy, natural history and general science. Band 1, Nr. 85, 1827, S. 433–442, Hier S. 440 (biodiversitylibrary.org).
  • Walter Edmond Clyde Todd: The Venezuelan races of Piaya cayana. In: Proceedings of the Biological Society of Washington. Band 60, 1947, S. 59–60 (biodiversitylibrary.org).
Wikispecies: Eichhornkuckuck – Artenverzeichnis
Commons: Eichhornkuckuck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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