Eigenioneneffekt
Phänomen beim Lösen von Salzen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Beispiel
Ein Beispiel dafür wäre das Lösen von BaSO4 (Bariumsulfat) in einer Sulfat-Ionenhaltigen Lösung. Das Löslichkeitsprodukt von BaSO4 ist 10−10 mol2/l2. Das Löslichkeitsprodukt eines Salzes definiert sich z. B. bei einem einfachen AB- oder 1:1-Salz (z. B. Natriumchlorid) als molare Löslichkeit von Na+ mal die Löslichkeit von Cl− in Mol pro Liter.
Daraus folgt, dass sich in einem Liter Wasser 10−5 Mol Bariumsulfat lösen lassen (also die Wurzel aus 10−10 mol2/l2). 10−5 mol/l Ba2+ mal 10−5 mol/l SO42− = 10−10=KL
Sind nun in der Lösung schon Barium- oder Sulfat-Ionen enthalten, werden diese in die Rechnung miteinbezogen. Haben wir also zum Beispiel eine 10−2 molare Lösung Na2SO4 dann befinden sich schon ebenso viele Sulfat-Ionen in Lösung. Da das Löslichkeitsprodukt bei konstanter Temperatur konstant ist, bedeutet dies für die Rechnung: 10−10 (= Löslichkeitsprodukt) = 10−2 mol/l (= SO42−) mal 10−8 mol/l Ba2+. Da 10−2 viel größer ist als 10−5 wird der Anteil der des Sulfats, das sich aus dem Salz löst, bei dieser Rechnung vernachlässigt.