Ein Unfall

Film von Angelika Spangel (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Unfall (englischer Festivaltitel: An Accident) ist ein österreichischer Kurzfilm unter der Regie von Angelika Spangel aus dem Jahr 2026. Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Berlinale Shorts.

TitelEin Unfall
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Ein Unfall
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 30 Minuten
Stab
Regie Angelika Spangel
Drehbuch Angelika Spangel,
Sophia Wiegele
Produktion Shirin Hooshmandi
Kamera Sophia Wiegele
Schnitt Daniel Rutz
Besetzung
  • Franz Spangel: Vater
  • Daniel Haidegger: Sohn
  • Markus Rechberger: Gnasi
  • Tobias Schuh: Schulkind 1
  • Fabian Schuh: Schulkind 2
  • Maximilian Wilhelm: Teenager 1
  • Jakob Amon: Teenager 2
  • Elias Richter: Teenager 3
  • Christian Schiesser: Freund des Vaters
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Handlung

Die Jugendlichen in einem niederösterreichischen Dorf vertreiben sich die Langeweile damit, sich skurrile Scherze auszudenken. So parken sie ein Auto am Straßenrand neben einem Feld und machen daneben ein Feuer. Über Walkie-Talkie mit dem Ort verbunden, beobachten sie von einem Jägerstand aus, wie viele Autos vorbeifahren; schließlich hält eines, um nach dem Brand zu schauen. Die Jugendlichen tun so, als seien sie im Auto und schreien, er solle sie aus dem Kofferraum holen. Der Fahrer ist irritiert, weil er keine Personen sehen kann. Die lachenden Jugendlichen gratulieren aus der Ferne dem erschrockenen Helfer zum Gewinn ihres Sozialexperiments. Bei Dunkelheit sitzen drei Jugendliche um ein Lagerfeuer und kommen auf die Idee, als Mutprobe unter einem Auto Feuer zu machen, was zu einer Explosion führen könnte. Doch als sie Schüsse hören, vermuten sie Jäger in der Nähe und beseitigen schnell alle Spuren.

Kinder auf dem Heimweg von der Schule schneiden vor Gnasi, einem jungen Mann mit Down-Syndrom, Grimassen und machen sich über ihn lustig. In einer späteren Szene versucht Gnasi, auf einem Grashalm zu pfeifen; Kinder beobachten ihn aus einem Fenster und lachen. Als er einen imaginären Vogel hochwirft, steigen die Kinder in das Spiel ein und fangen ihn auf. Dann kippt das Spiel, mit der Hand wird eine Schießbewegung imitiert; schließlich schießt eines der Kinder mit einer Spielzeugpistole auf den Sitzenden. Er kippt auf die Bank, bewegt sich nicht mehr und steht auch nicht auf, als es schon dunkel ist. Da beschleicht die Kinder die Angst, eines will beim anderen im Bett schlafen. Am nächsten Morgen starren Schulkinder vom Bürgersteig gegenüber der Bank auf den Reglosen. Sie sind inzwischen wohl der Meinung, die Bewegungslosigkeit sei nicht nur gespielt. Da kommen zwei Jungen und fordern sie auf, doch nachzuschauen, was mit dem Mann sei, wenn sie nicht zu feig seien. Schließlich trauen sie sich, und der Beeinträchtigte dreht seinen Kopf zu ihnen. Die Mädchen rennen kreischend weg, die Jungen stellen sich an ihren Platz, der Mann geht.

Daniel wächst bei seinem Vater Franz auf einem Bauernhof auf. Franz hat seinen Sohn bei dessen Mutter abgeholt, die anderswo wohnt, und ihm auf dem Rückweg ein Moped gekauft. Dieses probiert Daniel sofort aus, als sie auf dem Hof ankommen. Franz geht in den Stall voraus, ruft jedoch kurz darauf, dass er Hilfe brauche: Eine große Anzahl von Schweinen liegt tot in der Box. Offensichtlich war während Franz’ Abwesenheit durch einen Kurzschluss eine Zeitlang die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, was zum Ersticken der Schweine führte. Später entsteht zwischen Daniel und seinem Vater ein Konflikt, weil der Junge beim Ausspritzen der Ställe den Brunnen gewechselt, die Pumpe aber nicht ausgewechselt hat. Daniel fährt das neue Motorrad in den Graben und muss es nach Hause schieben. Vor seinem Vater behauptet er, er brauche es eh nicht, weint aber später im Bett. Am nächsten Morgen findet Daniel das Bett seines Vaters unberührt vor. Er sucht nach ihm und findet ihn in der Schweinebox, schlafend. Da schaltet er den Alarm ein und versteckt sich; als Franz aufwacht, umarmt ihn Daniel, der Konflikt scheint beseitigt zu sein. Die Feldränder werden abgebrannt, doch ein Feuer hat auch ein Feld erfasst; eine Sirene ist zu hören.

Die Stimmung in allen Szenen bewegt sich zwischen gefahrvollem Ernst und Spiel.

Produktion

Filmstab

Regie führte Angelika Spangel, die zusammen mit Sophia Wiegele auch das Drehbuch schrieb. Die Kameraführung lag in den Händen von Sophia Wiegele, für den Filmschnitt war Daniel Rutz verantwortlich. Für das Sound Design war Johannes Kollmann zuständig.

In wichtigen Rollen sind Franz Spangel (Vater), Daniel Haidegger (Sohn) und Markus Rechberger (Gnasi) zu sehen.

Produktion und Förderungen

Produziert wurde der Film von Shirin Hooshmandi. Die Produktionsfirma war Filmatelier Wien.[1] Fördergelder kamen vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), von der Filmförderung des Landes Niederösterreich und von MA 7 Wien Kultur.[2]

Dreharbeiten und Veröffentlichung

Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Berlinale Shorts.

Auszeichnungen und Nominierungen

Einzelnachweise

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