Eisenbahnbrücke Friedrichstadt
Eisenbahnbrücke in Deutschland
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Die Eisenbahnbrücke Friedrichstadt – mitunter auch Eiderbrücke oder St-Annen-Eiderbrücke[1] oder Eisenbahnbrücke Neuensiel[2] genannt – ist eine Eisenbahnbrücke über die Eider bei Kilometer 145,2 der Marschbahn zwischen St. Annen in Dithmarschen und Friedrichstadt in Nordfriesland. Unmittelbar nördlich liegt der Bahnhof Friedrichstadt, etwas weiter südlich liegt der Haltepunkt Lunden in der gleichnamigen Gemeinde. Es handelt sich um eine Fachwerkbrücke mit Drehbrücke. Ingenieur war Johann Caspar Harkort VI. aus Duisburg. Aufgrund technischer Defekte an der Brücke kommt es häufig zu Sperrungen und Zugausfällen.
| Eisenbahnbrücke Friedrichstadt | ||
|---|---|---|
| Nutzung | in Betrieb | |
| Überführt | Marschbahn | |
| Unterführt | Eider | |
| Ort | Friedrichstadt | |
| Konstruktion | Fachwerkbrücke mit Drehbrücke | |
| Gesamtlänge | 415 m | |
| Baubeginn | 1887 | |
| Lage | ||
| Koordinaten | 54° 21′ 47″ N, 9° 4′ 17″ O | |
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Geschichte
Die Brücke über die Eider entstand, als die Marschbahn von Itzehoe über Heide nach Niebüll verlängert wurde. Der erste planmäßige Zug rollte am 17. Oktober 1887 über die neue Brücke. Heute ist sie Teil der stündlichen Zugverbindung zwischen Hamburg-Altona und Westerland auf Sylt und wird zusätzlich auch von IC-Zügen nach Sylt und Dagebüll gequert.
Eine Herausforderung bei der Trassenplanung und beim Brückenbau war, dass die Eider und ihr ausgedehntes Niederungsgebiet überwunden werden müssen. Damals war der Wasserstand bedingt durch Gezeiten und Sturmfluten noch wesentlich wechselhafter als heute, da das Eidersperrwerk noch nicht gebaut war. Es war zunächst eine gemeinsame Brücke für Eisenbahn und Straßenverkehr vorgesehen, aber aufgrund eines Gutachtens entschied man sich dann schließlich für eine reine Eisenbahnbrücke.[2]
Für die Ingenieursplanung wurde der Duisburger Ingenieur Johann Caspar Harkort VI. engagiert, der diverse andere vergleichbare große Brücken im norddeutschen Raum konzipierte, darunter die Hamburger Elbbrücken, Nogatbrücke bei Marienburg und die Elbbrücke bei Dömitz.
Um die Schiffbarkeit der Eider aufrechtzuerhalten, baute man im Fluss einen starken Strompfeiler für eine Drehbrücke von 56,5 Meter Länge. Die Drehbrücke war dabei bereits zweigleisig angelegt, während die übrige Brücke aus zwei langen Überbauten von je 92 Meter Länge und vier Überbauten von je 43 Meter Länge für das nördliche Vorland bestand, die jeweils eingleisig waren. Der vollständige zweigleisige Ausbau erfolgte erst 1908.[2]
Die Brücke wurde erstmals 1913 erneuert. 1988 wurde das drehbare Mittelteil ersetzt und dabei modernisiert, aber nur noch eingleisig erstellt. Und seit Ende April 1989 wurde die gesamte Brücke nur noch eingleisig genutzt.[2] Die Überreste des abgerissenen Brückenteils sind in Form der Verankerungen heute noch zu erkennen.
Aufgrund von Störungen an der Brücke kommt es regelmäßig zu Zugausfällen zwischen Heide und Husum oder der Schiffsverkehr kann die Eider hier nicht passieren. Anfang 2024 war die Eider hier sogar mehrere Monate nicht befahrbar. 2025 endeten Züge mehrfach jeweils in Husum und Heide, da die Brücke sich nicht zurückdrehen ließ.[3][4][5]
Technische Details

Die Brücke besteht aus sieben Fachwerkträgern und ist insgesamt 417 m lang, die längste Stützweite beträgt 87 m. Die Brücke umfasst dabei zwei Überbauten mit je 92,5 Meter Länge, das drehbare Mittelstück mit 56,5 Meter Länge und vier Überbauten für das nördliche Vorland mit je 42,715 Meter Länge.[1][6]
Das drehbare Mittelteil kann geöffnet werden, wenn Schiffe und Boote die Brücke passieren wollen. Dabei kommt es nicht selten zu technischen Defekten.[3]
Die Bahnstrecke ist derzeit auf der Brücke eingleisig. Daher befindet sich kurz vor der Brücke in der Nähe der Gemeinde St. Annen eine Überleitstelle. Nördlich der Brücke befindet sich eine Weiche des Bahnhofs Friedrichstadt, durch die die Strecke bis Bredstedt wieder zweigleisig wird.

