Elda Di Malio

Peruanische Malerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Elda Di Malio (* 12. Januar 1946 in Cristal City, USA; † 29. September 2017 in Peru) war eine peruanische Malerin. Sie zählte zu den bedeutendsten peruanischen Malerinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre Werke erstellte sie mit verschiedenen künstlerischen Medien, darunter auch mit Fotografie. Sie nahm an Ausstellungen in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern und in Europa teil. Ihre Kompositionen integrieren oft die Darstellung eines Subjekts oder einer menschlichen Präsenz in einen ambivalenten Raum, in dem die Anordnung der Elemente schwer zu erkennen ist.[1][2]

Leben und Werk

Werke (Auswahl)
Auswahl externer Weblinks

Di Malio wurde 1946 als zweites von drei Kindern in dem Internierungslager Cristal City in Texas geboren und von einem japanischen Arzt betreut. Ihre Mutter Alicia Mazzini Lanata war eine Peruanerin italienischer Herkunft und ihr Vater Donato Di Malio Cimino war ein italienischer Verleger und Pädagoge aus Cerignola (Foggia). Ihr Vater kämpfte im Zweiten Weltkrieg für Italien und geriet in alliierte Gefangenschaft. Ihre Eltern waren als Kriegsgefangene in dem Lager inhaftiert und zogen 1946 mit der Familie nach Lima.

Nach ihrem Schulabschluss begann Di Malio 1962 ihre künstlerische Ausbildung an der Akademie von Germán Suarez Vértiz. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung an der neu gegründeten Akademie des Kunstmuseums von Lima fort und studierte dort unter anderem bei Leslie Lee, Emilio Harth Terré, Juan Acha und Mahia Biblos.[3][4] 1965 reiste sie nach Europa und ließ sie sich in Perugia nieder. Sie schrieb sich an der Ausländeruniversität Perugia ein und studierte dort italienische Geschichte und Kultur. Gleichzeitig studierte sie Keramik an der Pietro-Vanucci-Akademie. Am Miraflores Artistic Pilot Center gewann sie den ersten Preis in dieser Fachrichtung. Zur selben Zeit studierte sie Malerei als Schülerin von Sabino Springett und Hermann Braun Vega an der Künstler- und Kulturvereinigung Jueves. Sie lernte dort 1967 den peruanischen Künstler japanischer Herkunft, Venancio Shinki kennen, der ihr Ehemann wurde.[5]

Im November 1973 hatte sie ihre erste Einzelausstellung in der Galerie Trapecio, nachdem sie bereits an mehreren Gruppenausstellungen teilgenommen hatte. Nach ihrer zweiten Einzelausstellung 1974 in der Galerie 9, kehrte sie nach Italien zurück und erlernte in Mailand in Giorgio Upiglios Druckwerkstatt die Techniken der Radierung und Aquatinta. Bei Fernando La Rosa studierte sie Fotografie in der Fotogalerie Secuencia. 1976 verließ sie die Aspap (Vereinigung Bildender Künstler), um die neue Einheitliche Gewerkschaft der Bildenden Künstler (SUTAP) zu gründen.

Ihre letzten Jahre widmete sie der Pflege ihres Ehemannes und in ihren letzten Lebensmonaten arbeitete sie an dem Buch, das ursprünglich die Lebensgeschichte ihres Ehemannes erzählen sollte. Shinki-Di Malio wurde dank ICPNA 23 Tage vor ihrem Tod veröffentlicht. Elf Monate nach dem Tod ihres Ehemannes, Venancio Shinki, starb Elda di Malio 2017 an Krebs.[6][7][8][9]

Sie hatte mehr als 15 Einzelausstellungen und zahlreiche Gruppenausstellungen. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und im ICPNA (Kolumbianisches Institut für Anthropologie und Geschichte) wurde ihr eine Retrospektive gewidmet, die 35 Jahre ihres Schaffens umfasste.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1973:Trapecio Gallery, Lima
  • 1974: Galería Nueve, Lima
  • 1976: Galería Nueve, Lima
  • 1998: La Galería[10]
  • 2005: Elda Di Malio: Anthologische Ausstellung, 1968-2005, Germán Krüger Espantoso Gallery, Lima[11]
  • 2018: Elda di Malio: vida y trayectoria, Instituto Italiano de Cultura, Lima[12]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)

  • 1972: Gran Premio de Honor y Medalla de Oro. Escuela Nacional de Bellas Artes

Literatur

Einzelnachweise

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