Eldenburg (Lenzen)
Gemeindeteil von Lenzen (Elbe)
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Eldenburg ist ein bewohnter Gemeindeteil der Stadt Lenzen (Elbe) des Amtes Lenzen-Elbtalaue im Landkreis Prignitz in Brandenburg.[2]
Eldenburg Stadt Lenzen (Elbe) | |
|---|---|
| Koordinaten: | 53° 7′ N, 11° 26′ O |
| Höhe: | 17 m ü. NHN |
| Fläche: | 11,57 km² |
| Einwohner: | 99 (16. Aug. 2018)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 9 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 26. Oktober 2003 |
| Postleitzahl: | 19309 |
| Vorwahl: | 038792 |
Quitzowturm von Schloss Eldenburg | |
Geografie
Der Ort liegt drei Kilometer nordwestlich von Lenzen (Elbe) und 29 Kilometer westnordwestlich von Perleberg, dem Sitz des Landkreises Prignitz. Die Nachbarorte sind Moor im Norden, Zuggelrade und Bochin im Nordosten, Klein Sterbitz, Sterbitz und Rudow im Osten, Lenzen (Elbe), Ziegelhof und Bäckern im Südosten, Seedorf im Südwesten, Breetz im Westen, sowie Polz und Alt Eldenburg im Nordwesten.[2][3]
Geschichte und Sehenswürdigkeiten
Das Rittergut Eldenburg befand sich von 1465 bis 1719 im Besitz des Adelsgeschlechts von Quitzow. In ihrer Zeit wurde die Wasserburg zu einem Schloss umgestaltet. Dann folgten mehrere Besitzerwechsel, bis die gräfliche Linie, hier Georg Graf von Wangenheim (1780–1851),[4][5] der Familie von Wangenheim die Begüterung übernahm. Graf Wangenheim, Besitzer von elf Gütern, zudem Domkapitular zu Havelberg, war mit Johanna von der Decken (Jg. 1786) verheiratet, Tochter des Ministers Claus von der Decken. Johanna und Georg von Wangenheim hinterließen keine Erben. Dann folgte die freiherrliche Linie dieses Adelsgeschlechts im Besitz der Eldenburg. Dem Klosterkammer-Direktor Freiherr Hermann von Wangenheim (1807–1899) gehörten vor 1880 etwa 779 ha. Davon waren 385 ha Forsten.[6] Anfang der 1920er Jahre hatte das Rittergut des Adolf Freiherr von Wangenheim-Wake (1854–1936), dessen Familien-Hauptwohnsitz[7][8] zwischen Eldenburg und dem niedersächsischen Gut Wake mehrfach wechselte,[9] einen Umfang von 801 ha. Im Ort Eldenburg gab es zeitgleich noch den landwirtschaftlichen Betrieb des Hermann Wöhlert mit 16,5 ha.[10]
In Eldenburg lebte auch die Verwandtschaft der Wangenheims, so Cecille von Eickstedt, geb. von Wangenheim (1859–1945), und ihre Ehemann, der Generalleutnant a. D. Viktor von Eickstedt (1849–1926).
Das Schloss wurde 1949 abgerissen. Der Quitzowturm genannte ehemalige Kerkerturm blieb stehen, ein spätmittelalterlicher Putzbau.
In Eldenburg geboren
- Walrab von Wangenheim (1884–1947), ein deutscher Politiker (DHP, NLP) und Mitglied des Ernannten Hannoverschen Landtages
Literatur
- Adolf Freiherr von Wangenheim: Eldenburg, In: Die Deutsche Landwirtschaft unter Kaiser Wilhelm II. Mutterland und Kolonien. Erster Band: Königreich Preußen. Hrsg. Prof. Dr. Heinrich Gerd Dade, Verlag Carl Marhold, Halle a. d. S. 1913, S. 281 f.
- Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – A–M. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-032-6, S. 191 ff.
Weblinks
- Eldenburg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie Berlin 2025