Elevation Tour

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Die Elevation Tour war eine weltweite Konzerttournee der irischen Rockband U2, auf der die Gruppe ihr 2000 veröffentlichtes Studioalbum All That You Can’t Leave Behind vorstellte. Namensgeber für die Tournee war das auf diesem Album enthaltene Stück Elevation, welches auch für den Soundtrack zum Film Lara Croft: Tomb Raider verwendet wurde.

Anfang der Tournee24. März 2001
Ende der Tournee2. Dezember 2001

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Schnelle Fakten Präsentationsalbum, Anfang der Tournee ...
Elevation Tour
von U2
Präsentationsalbum All That You Can’t Leave Behind
Anfang der Tournee 24. März 2001
Ende der Tournee 2. Dezember 2001

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 113
Chronologie
Popmart Tour
(1997/98)
Elevation Tour Vertigo Tour
(2005/06)
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Hintergrund

Im Vorfeld der Tournee sagte Leadsänger Bono bei Werbeauftritten für die Tournee und das Album All That You Can’t Leave Behind oft: „Wir sind zurück und bewerben uns erneut um den Job … und der Job ist: beste Band der Welt.“ Damit spielte er auf die relativ geringen Verkaufszahlen des Vorgängeralbums Pop (1997) und die teils mäßige Resonanz von Fans und Kritikern auf die Popmart Tour an.[1][2]

Die Bühnenshow der Elevation Tour wurde auch dieses Mal von Willie Williams entworfen und Mark Fisher zeichnete für die Architektur verantwortlich. Die Bühne war ungefähr 24 Meter breit und 30 Meter tief und verfügte über einen herzförmigen Laufsteg im Publikumsraum, der viele Zuschauer umschloss.[3] Im hinteren Teil der Bühne befand sich eine LED-Videowand mit einer Höhe von 2,4 m und einer Breite von 20 m. Sie bestand aus 13 Elementen, die unabhängig voneinander aus der Bühne heraus- und wieder abgesenkt werden konnten. Anstelle der üblichen Bildvergrößerung wurden vier Videobildschirme über der Bühne aufgehängt. Jeder Bildschirm zeigte ein Schwarz-Weiß-Kamerabild, das jeweils einem bestimmten U2-Mitglied gewidmet war. Vier Kameras folgten den Bandmitgliedern und lieferten ein unbearbeitetes Videobild von jedem einzelnen, ohne Eingriff eines Videoregisseurs. Dieses Setup war laut Willie Williams eine Reaktion auf den seiner Meinung nach wachsenden Trend bei Rockkonzerten, „große Videobildschirme an beiden Seiten zu verwenden, auf denen etwas lief, das wie eine HBO-Sondersendung aussah.“ Er glaubte, dass ein solcher Trend beim Publikum die Vorstellung vermittelte, das Interessanteste im jeweiligen Moment sei das, was auf den Videobildschirmen gezeigt wurde, und so die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Live-Auftritt ablenkte. Die Bühne und die Ausrüstung wurden auf 14 Sattelzügen transportiert und benötigten zwei Stunden für den Abbau und das Verladen auf die LKW.[4]

Im Gegensatz zu den aufwendigen Open-Air-Produktionen der beiden vorherigen Live-Tourneen, der Zoo TV Tour (1992–1993) und der Popmart Tour (1997–1998), kehrte die Elevation Tour mit einem deutlich reduzierteren, intimeren Bühnenbild in Hallen zurück. Der europäische Teil der Tour wurde ebenfalls in Arenen aufgeführt. Aufgrund logistischer Gegebenheiten und der Anforderungen der Veranstaltungsorte fanden jedoch mehrere Open-Air-Konzerte statt. Dazu gehörten die beiden Konzerte auf Slane Castle, die Teil des jährlichen Slane Concerts in Irland waren. Für diese beiden Auftritte wurde der herzförmige Laufsteg erweitert und verbreitert, um dem größeren Publikum Platz zu bieten. Das Konzert in Turin fand in einem Fußballstadion statt, wobei anstelle des Herz-Elements ein schwarzer, U-förmiger Halbkreis in die Menge hineinragte.

U2 begannen die Elevation Tour schließlich am 24. März 2001 in Sunrise und beendeten sie am 2. Dezember des gleichen Jahres in Miami. Mit insgesamt 113 Konzerten beschränkte sich die Band dabei ausschließlich auf Nordamerika und Europa. Weitere Auftritte in Asien, Ozeanien oder Südamerika hatten U2 zwar für das Jahr 2002 in Erwägung gezogen (ohne konkrete Termine oder Austragungsorte zu nennen), letztendlich aber vor allem aufgrund der Terroranschläge am 11. September 2001 und der damit einhergehenden, weitreichenden Folgen und unsicheren Weltlage nicht realisiert. Die Anschläge und auch die Tatsache, dass Bonos Vater zu diesem Zeitpunkt im Sterben lag, hatten U2 sogar beinahe dazu bewogen, den dritten Tourabschnitt durch Nordamerika, der nur einen Monat später am 10. Oktober 2001 startete, abzusagen. Während einige Fans davor zurückschreckten, zu einem normalerweise festlichen Anlass oder einer großen, geschlossenen öffentlichen Veranstaltung zu kommen, ließen sich viele andere nicht von diesen Ereignissen abhalten. Die Stimmung der Zeit prägte die Atmosphäre der Konzerte im Herbst 2001 maßgeblich: so spielten U2 ein Cover von Marvin Gayes What’s Going On und auch ihr eigenes Lied Walk On vom aktuellen Album, der stets letzte Zugabe dargeboten wurde, gewann an emotionaler Bedeutung. Während des dritten Nordamerika-Legs flog Bono, wann immer es konzertfreie Tage möglich machten, nach Hause zu seinem Vater, um ihm so oft wie möglich beistehen zu können.

Die Elevation Tour waren mit restlos ausverkauften Konzerten in Nordamerika und Europa ein voller Erfolg und erzielte einen Bruttoumsatz von 105 Millionen US-Dollar.[5] Die beiden Konzerte der Band auf Slane Castle verkauften 157.418 Tickets und brachten 6,7 Millionen US-Dollar ein.[6] Die Elevation Tour war mit einem Bruttoumsatz von 109,7 Millionen US-Dollar die umsatzstärkste Nordamerika-Tournee des Jahres 2001 und der zweithöchste Umsatz, der jemals für eine Nordamerika-Tournee erzielt wurde.[7] Weltweit erzielte sie mit 2.179.642 verkauften Tickets einen Bruttoumsatz von 143.472.379 US-Dollar und war damit die umsatzstärkste Tournee des Jahres.[8] Das Magazin Spin kürte U2 zur „Band des Jahres“ 2001 und erklärte, sie hätten „Bands, die halb so alt waren wie sie, gezeigt, was eine Rockshow wirklich leisten kann“.[9]

Liveaufnahmen

Zwei Konzertvideos der Elevation Tour wurden auf DVD veröffentlicht, beide unter der Regie von Hamish Hamilton. Das erste, Elevation 2001: Live from Boston, erschien im November 2001 und enthielt Material der drei Konzerte, die im Juni 2001 im FleetCenter in Boston aufgezeichnet wurden. Das zweite Konzertvideo, U2 Go Home: Live from Slane Castle, Ireland, wurde im November 2003 veröffentlicht. Es wurde am 1. September 2001 aufgenommen und dokumentiert die Open-Air-Variante der Elevation Tour beim Abschlusskonzert der Europa-Tournee der Band in Slane.

Setlist

Die Setlist variierte auf dieser Tournee von Abend zu Abend, enthielt aber in der Regel mehrere Songs aus dem aktuellen Album All That You Can’t Leave Behind, wie beispielsweise Elevation, Beautiful Day, Stuck in a Moment You Can’t Get Out Of oder Walk On. Von älteren U2-Stücken bildeten Where the Streets Have No Name und Sunday Bloody Sunday die feste Konstante bei allen Konzerten.[10]

Beispiel-Setlist

Tourdaten

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr. Datum Stadt Land Veranstaltungsort Anmerkungen
Leg 1 – Nordamerika
1 24. März 2001 Sunrise Vereinigte StaatenVereinigte Staaten National Car Rental Center
2 26. März 2001
3 29. März 2001 Charlotte Coliseum
4 30. März 2001 Atlanta Philips Arena
5 2. April 2001 Houston Compaq Center
6 3. April 2001 Dallas Reunion Arena
7 6. April 2001 Denver Pepsi Center
8 9. April 2001 Calgary Kanada Pengrowth Saddledome
9 10. April 2001
10 12. April 2001 Tacoma Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tacoma Dome
11 13. April 2001 Vancouver Kanada General Motors Place
12 15. April 2001 Portland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rose Garden Arena
13 17. April 2001 San Diego Sports Arena
14 19. April 2001 San Jose San Jose Arena
15 20. April 2001
16 23. April 2001 Anaheim Arrowhead Pond
17 24. April 2001
18 26. April 2001
19 28. April 2001 Phoenix America West Arena
20 1. Mai 2001 Minneapolis Target Center
21 3. Mai 2001 Cleveland Gund Arena
22 4. Mai 2001 Lexington Rupp Arena
23 6. Mai 2001 Pittsburgh Mellon Arena
24 7. Mai 2001 Columbus Nationwide Arena
25 9. Mai 2001 Milwaukee Bradley Center
26 10. Mai 2001 Indianapolis Conseco Fieldhouse
27 12. Mai 2001 Chicago United Center
28 13. Mai 2001
29 15. Mai 2001
30 16. Mai 2001
Leg 2 – Nordamerika
31 24. Mai 2001 Toronto Kanada Air Canada Centre
32 25. Mai 2001
33 27. Mai 2001 Montréal Centre Molson
34 28. Mai 2001
35 30. Mai 2001 Auburn Hills Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Palace of Auburn Hills
36 31. Mai 2001 Buffalo HSBC Arena
37 2. Juni 2001 Albany Pepsi Arena
38 3. Juni 2001 Hartford Civic Center
39 5. Juni 2001 Boston FleetCenter
40 6. Juni 2001
41 8. Juni 2001
42 9. Juni 2001
43 11. Juni 2001 Philadelphia First Union Center
44 12. Juni 2001
45 14. Juni 2001 Washington, D.C. Rupp Arena
46 15. Juni 2001
47 17. Juni 2001 New York City Madison Square Garden
48 19. Juni 2001
49 21. Juni 2001 East Rutherford Continental Airlines Arena
50 22. Juni 2001
Leg 3 – Europa
51 6. Juli 2001 Frederiksberg DanemarkDänemark Forum København
52 7. Juli 2001
53 9. Juli 2001 Stockholm SchwedenSchweden Globen
54 10. Juli 2001
55 12. Juli 2001 Köln DeutschlandDeutschland Kölnarena
56 13. Juli 2001
57 15. Juli 2001 München Olympiahalle
58 17. Juli 2001 Paris FrankreichFrankreich Palais Omnisport de Bercy
59 18. Juli 2001
60 21. Juli 2001 Turin ItalienItalien Stadio delle Alpi
61 23. Juli 2001 Zürich Schweiz Hallenstadion
62 24. Juli 2001
63 26. Juli 2001 Wien OsterreichÖsterreich Stadthalle
64 27. Juli 2001
65 29. Juli 2001 Berlin DeutschlandDeutschland Waldbühne
66 31. Juli 2001 Arnhem NiederlandeNiederlande GelreDome
67 1. August 2001
68 3. August 2001
69 5. August 2001 Antwerpen Belgien Sportpaleis
70 6. August 2001
71 8. August 2001 Barcelona SpanienSpanien Palau Sant Jordi
72 11. August 2001 Manchester EnglandEngland Manchester Evening News Arena
73 12. August 2001
74 14. August 2001 Birmingham National Exhibition Centre
75 15. August 2001
76 18. August 2001 London Earls Court
77 19. August 2001
78 21. August 2001
79 22. August 2001
80 25. August 2001 Slane Irland Slane Castle Grounds Slane Festival
81 27. August 2001 Glasgow Schottland SECC
82 28. August 2001
83 1. September 2001 Slane Irland Slane Castle Grounds Slane Festival
Leg 4 – Nordamerika
84 10. Oktober 2001 South Bend Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joyce Center
85 12. Oktober 2001 Montréal Kanada Centre Molson
86 13. Oktober 2001 Hamilton Copps Coliseum
87 15. Oktober 2001 Chicago Vereinigte StaatenVereinigte Staaten United Center
88 16. Oktober 2001
89 19. Oktober 2001 Baltimore Baltimore Arena
90 24. Oktober 2001 New York City Madison Square Garden
91 25. Oktober 2001
92 27. Oktober 2001
93 28. Oktober 2001 East Rutherford Continental Airlines Arena
94 30. Oktober 2001 Providence Dunkin’ Donuts Center
95 31. Oktober 2001
96 2. November 2001 Philadelphia First Union Center
97 5. November 2001 Austin Frank Erwin Center
98 7. November 2001 Denver Pepsi Center
99 9. November 2001 Salt Lake City Delta Center
100 12. November 2001 Los Angeles Staples Center
101 13. November 2001
102 15. November 2001 Oakland The Arena in Oakland
103 16. November 2001
104 18. November 2001 Paradise Thomas & Mack Center
105 19. November 2001 Los Angeles Staples Center
106 20. November 2001 Sacramento ARCO Arena
107 23. November 2001 Phoenix America West Arena
108 25. November 2001 Dallas Reunion Arena
109 27. November 2001 Kansas City Kemper Arena
110 28. November 2001 St. Louis Savvis Center
111 30. November 2001 Atlanta Philips Arena
112 1. Dezember 2001 Tampa Ice Palace
113 2. Dezember 2001 Miami American Airlines Arena
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Band

Commons: Elevation Tour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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