Eliane Raheb

libanesische Dokumentarfilmregisseurin und Produzentin From Wikipedia, the free encyclopedia

Eliane Raheb (arabisch إليان الراهب; * 1972) ist eine libanesische Dokumentarfilmregisseurin und Produzentin. Sie unterrichtet an der Beiruter St Joseph University Dokumentarfilm.[1][2]

Rahebs Dokumentarfilm Miguel’s War nahm 2021 an den Internationalen Filmfestspielen Berlin teil und wurde mit dem Teddy Award ausgezeichnet.[3][4]

Leben und Werk

Raheb wurde 1972 im Libanon geboren und erlebte ihre Jugend im Schatten des libanesischen Bürgerkriegs (1975–1990).[5] In ihrem Langfilmdebüt Sleepless Nights (2012) setzt sie sich intensiv mit diesem Thema auseinander. Die Zeitschrift Variety schrieb: „Es ist schwer, einen libanesischen Film zu finden, der den blutigen Bürgerkrieg nicht thematisiert. Doch es ist weitaus schwieriger, einen besseren Film über dieses Thema zu finden als "Sleepless Nights". “[1]

Ihre Filmkarriere begann 1995 mit dem Kurzspielfilm The Last Screening, der die besondere Beziehung eines jungen Mädchens zu einem Kino schildert, das einst ihrem Großvater gehörte. Es folgten die Dokumentarfilme So Near Yet So Far (Karib baiid, 2002) und Suicide (2003), in dem Raheb die Folgen der amerikanischen Invasion im Irak für den Libanon beleuchtet.[1]

Das Projekt Miguel’s War wurde 2016 als libanesisch-deutsches Dokumentarfilmprojekt mit Mitteln des „Filmpreises für neue deutsch-arabische Produktionen“ der Robert Bosch Stiftung gefördert.[6]

Zu Rahebs neueren Arbeiten zählt auch Those Who Remain aus dem Jahr 2016, hier porträtiert sie das Leben eines Mannes in einer Region nahe der syrischen Grenze und verknüpft aktuelle Konflikte mit biografischen und historischen Brüchen.[7]

Raheb gründete die Produktionsfirma ITAR Productions, und gemeinsam mit ihrem Produzenten Nizar Hassan das transnationale, medienübergreifende Projekt Free Arabs (2011–2012). Im Rahmen dieses Projekts entstanden 160 Kurzfilme junger Filmschaffender aus sieben Ländern des Arabischen Frühlings. Zudem gehört zu den Mitbegründern der Organisation Beirut DC, die das arabische Independent-Kino fördert.[1]

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2008: Auszeichnung beim Yamagata Documentary Film Festival (Japan) für This Is Lebanon (Hayda Lubnan).
  • 2015: DAAD-Stipendiatin[1]
  • 2016: Filmpreis der Robert Bosch Stiftung für Miguel’s War.[8]
  • 2021: Teddy Award (Best Feature Length Film) für Miguel’s War.[4]

Filmografie (Auswahl)

  • 1995: The Last Screening (Kurzfilm)
  • 1996: Meeting (Kurzfilm)
  • 2002: So Near Yet So Far (Karib baiid)
  • 2003: Suicide (Intihar)
  • 2008: This Is Lebanon (Hayda Lubnan)
  • 2012: Sleepless Nights (Layali bala noom)
  • 2016: Those Who Remain (Mayyel ya ghzayyel)
  • 2021: Miguel’s War

Einzelnachweise

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