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Elisabeth Schucht

deutsche Bildhauerin, Sozialfürsorgerin, Journalistin, Schriftstellerin | geboren: 5. Juli 1888 | Geburtsort: Kiel | gestorben: 8. Oktober 1945 | Sterbeort: Hamburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Elisabeth Schucht (geboren als Elisabeth Krause am 5. Juli 1888 in Kiel; gestorben am 8. Oktober 1954 in Hamburg) war eine deutsche Bildhauerin, Sozialfürsorgerin und Schriftstellerin.

Leben

Grabstein Elisabeth Schucht

Elisabeth Krause wurde am 5. Juli 1888 in Kiel geboren. Sie besuchte das Lyceum, danach ging sie nach Weimar. Dort ließ sie sich zur Bildhauerin ausbilden. Sie arbeitete später als Sozialfürsorgerin zumeist in Männergefängnissen. Ihre Erfahrungen aus dieser Zeit verarbeitete sie in ihren Werken Die von uns geboren (1920), Eros’ Irrfahrt (1921) und Die Gezeichneten (1930).[1]

Sie heiratete den späteren Geheimrat im preußischen Verwaltungsdienst Oskar Schucht (1879–1966). Nach der Heirat arbeitete sie als Schriftstellerin. Als sie eines ihrer Kinder im Straßenverkehr retten wollte, erlitt sie einen Verkehrsunfall und verlor dabei ein Bein. Dennoch unternahm sie große Reisen. Im Jahr 1935 bereiste sie die Vereinigten Staaten, Mexiko und Hawaii. Danach reiste sie in den Jahren 1938 und 1939 in die Staaten Siam, Indochina, China, die Mongolei, Japan, Bali, Java, Sumatra, Burma und Vorderindien. Zwischen 1932 und 1945 lebte sie in Dresden. Dort gehörte sie mehrere Jahre dem Vorstand der Goethe-Gesellschaft an, trat jedoch keiner NS-Organisation in der Zeit des Nationalsozialismus bei. Sie war mit Käthe Kollwitz befreundet. Danach zog Elisabeth Schucht nach Hamburg. Eine weitere Reise trat sie 1951 an, die sie nach Indien und Pakistan führte.

Elisabeth Schucht starb am 8. Oktober 1954 in Hamburg. Ihr historischer Grabstein befindet sich im Garten der Frauen auf dem Friedhof Ohlsdorf.

Werke (Auswahl)

  • 1921: Die von uns geboren – Die Geschichte einer Erfüllung, Heinrich Diekmann Verlagsbuchhandlung
  • 1922: Eros’ Irrfahrt, Diekmann
  • 1930: Gezeichnete – Meine Erlebnisse unter Gefangenen und Strafentlassenen, Agentur des Rauhen Hauses
  • 1934: Jo liebt einen alten Mann – Berichte eines Herzens, Axel Springer
  • 1935: Annette im Zwielicht. Capriccio, Carl Schünemann
  • 1937: Unica. Geschichte eines Abschieds, Piper
  • 1938: Der Weg in eine andere Welt, Deutsche Buchgemeinschaft
  • 1941: Fra due mondi
  • 1942: Eine Frau fliegt nach Fernost, R. Piper & Co
  • 1950: Unica – Die Geschichte eines Abschieds, Broschek Verlag
  • 1952: Unter der silbernen Sichel – Eine Reise durch Pakistan, Piper

Literatur

Einzelnachweise

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