Elisabeth von Erdmann

deutsche Slawistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Elisabeth von Erdmann (* 5. November 1956 in Frankfurt am Main; † 30. Januar 2026[1]) war eine deutsche Slawistin und Hochschullehrerin.

Leben

Elisabeth von Erdmann studierte slawische Philologie und Geschichte in Bonn, Freiburg im Breisgau und Zagreb. Nach der Promotion zum Dr. phil. in Freiburg im Breisgau 1986 und Habilitation in Bamberg 1994 wurde sie zunächst an die Universität Erlangen berufen, dann 2005 in Bamberg Professorin für Slawische Literaturwissenschaft.

Ihre Forschungsschwerpunkte waren russische, ukrainische und kroatische Literatur- und Kulturgeschichte. Sie bezogen sich besonders auf philosophisch-theologisch-poetologische und kulturhistorische Fragen der Slawistik. Besonderes Interesse galt der Beschaffenheit von Poetiken einzelner Dichter und literarischer Strömungen.

Für ihre Promotion erhielt sie ein Stipendium der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie war seit 1998 korrespondierendes Mitglied der Kroatischen Akademie für Wissenschaften und Künste in Zagreb.

Schriften (Auswahl)

  • »Poėma bez geroja« von Anna A. Achmatova. Variantenedition und Interpretation von Symbolstrukturen. Köln 1987, ISBN 3-412-05887-4.
  • mit Basilius Pandžić, Juraj Dragišić und Johannes Reuchlin: Eine Untersuchung zum Kampf für die jüdischen Bücher mit einem Nachdruck der »Defensio praestantissimi viri Joannis Reuchlin« (1517) von Georgius Benignus (Juraj Dragišić). Bamberg 1989, ISBN 3-87052-621-1.
  • Drei anonyme Wörterbücher der kroatischen Sprache aus Dubrovnik, Perugia und Oxford. Zur Sammlung der »disiecta membra« des frühen Opus von Bartol Kašić. Bamberg 1990, ISBN 3-87052-622-X.
  • Unähnliche Ähnlichkeit. Die Onto-Poetik des ukrainischen Philosophen Hryhorij Skovoroda (1722–1794). Köln 2005, ISBN 978-3-412-19205-1.

Einzelnachweise

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