Elke Herer
deutsche Funktionärin und Politikerin
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Elke Herer (* 14. Januar 1943 in Leipzig als Elke Meinel) ist eine frühere deutsche Politikerin (PDS).
Leben
Herer legte 1961 das Abitur ab und absolvierte dann bis 1964 eine Lehre zur technischen Zeichnerin bei der Deutschen Seereederei in Rostock. Herer, die seit 1963 Mitglied der SED war, besuchte von März bis Oktober 1964 die FDJ-Jugendhochschule und wurde von 1964 bis 1965 als Instrukteurin der FDJ-Bezirksleitung Rostock tätig. Ab November war sie Mitarbeiterin im FDJ-Zentralrat, Abteilung Internationale Verbindungen. Ein Fernstudium an der Akademie für Staat und Recht in Potsdam-Babelsberg schloss sie 1972 als Diplom-Staatswissenschaftlerin ab. Von 1976 bis 1990 war sie Mitarbeiterin im Ministerium für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR.
Politik
Im Mai 1990 wurde Herer Mitglied der ersten demokratisch-gewählten Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin, der Hauptstadt der DDR. Bei den folgenden Wahlen im Dezember 1990 und im Oktober 1995 zog sie für die PDS in das Abgeordnetenhaus von Berlin ein. Beide Male wurde sie als Direktkandidatin des Wahlkreises 1 gewählt.
Als frauenpolitische Sprecherin der PDS-Fraktion gehörte sie zu den Gründerinnen der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin, deren Ehrenmitglied sie bis heute ist.
Im Jahr 1994 beteiligte sich Herer am Hungerstreik prominenter PDS-Mitgliedern gegen einen Steuerbescheid über 67 Millionen Mark.[1][2]
Bis heute engagiert sich Herer für frauenpolitische Themen. Außerdem ist sie als sachkundige Einwohnerin in der Gemeinde Zeuthen, südöstlich von Berlin, engagiert.
Im Jahr 2022 wurde sie zur Vorsitzenden des Kuratoriums für die Louise-Schroeder-Medaille gewählt.[3]
Literatur
- Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 180f.