Elke Ring
deutsche Keramikerin und Bühnenbildnerin
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Elke Ring (* 29. Juli 1952 in Bartensleben; † 13. November 2016) war eine deutsche Keramikerin und Bühnenbildnerin.
Leben und Werk
Elke Ring machte 1970 in Altenburg/Thüringen das Abitur. Danach absolvierte sie beim Fernsehen der DDR ein Volontariat. Von 1972 bis 1978 studierte sie Bühnenbild und bei Wolfgang Henze ein halbes Jahr Baukeramik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Nach dem Abschluss als Diplom-Keramikerin arbeitete sie in Schwedt als freischaffende Künstlerin, bis 1982 mit einem Fördervertrag. Mit ihrem Ehemann, dem Maler und Grafiker Peter Ring (* 1951), betrieb sie eine Keramikwerkstatt. Sie betätigte sich dann speziell als Baukeramikerin und schuf eine Anzahl architekturbezogener Werke an Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden und an Wohngebäuden in Schwedt. 1994 entwarf sie das Bühnenbild zu Rudi Strahl Ein seltsamer Heiliger in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt.
Elke Ring war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und 1994 Mitbegründerin sowie dann Mitglied des Vorstands des Kunstvereins Schwedt. In Schwedt unterrichtete sie als Honorarpädagogin für Plastisches Gestalten an der Musik- und Kunstschule Schwedt J.A.P. Schulz Kinder und Jugendliche. 1998 unternahm sie eine Studienreise nach England, wo sie ebenfalls eine Lehrtätigkeit ausübte.
Elke Ring hatte mit ihrem Mann zwei Kinder: die Bildhauerin Hendrijke Ring und Tillmann Ring. Sie lebte im Schwedter Ortsteil Hohenfelde, starb nach langer Krankheit und wurde auf dem Hohenfelder Friedhof beigesetzt.[1]
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
- 1982: Schwedt, Stadt- und Kreismuseum Schwedt
- 1984: Schwedt. Galerie im PCK
- 1985: Frankfurt/Oder, Galerie Gallus
- 1992 und 2003: Schwedt, Galerie im Ermelerspeicher
- 1992: Augsburg, Galerie Pichler
- 1996: Aschersleben, Galerie des Kunstvereins
- postum 2020: Schwedt, Galerie am Kietz[2]
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1979 und 1985: Frankfurt/Oder, Bezirkskunstausstellungen
- 1981: Karl-Marx-Stadt, Ausstellungshalle 2 am Schlossteich („Junge Künstler der DDR“)
- 1983: Magdeburg, Museum Kloster Unser Lieben Frauen („Keramik in der DDR“)
- 1984: Berlin, Altes Museum („Junge Künstler der DDR“; mit drei Broschen aus Ton)
- 1986: Fürstenwalde, Altes Rathaus („Miniatur in der bildenden Kunst der DDR“)
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 773.
Weblinks
- Unbenannt 1 (Biografische Informationen)
- Nachruf | Stadt Schwedt/Oder
- Elke Ring – Was bleibt! | Stadt Schwedt/Oder (u. a. Werkbeispiel)
- Schräger Otto | Stadt Schwedt/Oder (Werkbeispiel)