Ellen Lundershausen
deutsche Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Ellen Lundershausen (* 2. Mai 1951 in Dingelstädt) ist eine deutsche Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Sie war von 2015 bis 2023 Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen und ist seit 2019 Vizepräsidentin der Bundesärztekammer.
Werdegang
Nach dem Medizinstudium in Leipzig und Erfurt schloss sie 1979 ihre Facharztweiterbildung zum Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an der Medizinischen Akademie Erfurt ab und promovierte im gleichen Jahr zum Dr. med.[1] Von 1991 bis 2020 arbeitete sie als niedergelassene HNO-Ärztin in eigener Praxis in Erfurt. Im Jahr 2020 hat sie die Gemeinschaftspraxis an ihre beiden Töchter übergeben.
Ellen Lundershausen ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Sie lebt in Erfurt.
Berufspolitische Funktionen
Nach mehr als zehnjähriger Mitgliedschaft in der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), war sie ab 2000 im Vorstand und von 2004 bis 2007 Zweite Vorsitzende des Vorstandes der KVT. 2007 wurde sie in die Kammerversammlung der Landesärztekammer Thüringen (LAEK Thüringen) und zugleich zur Vizepräsidentin gewählt. Dieses Amt hatte sie bis zu ihrer erfolgreichen Kandidatur als Präsidentin der LAEK Thüringen im Frühsommer 2015 inne[2]. Im Jahr 2019 wurde sie erneut als Präsidentin bestätigt. Ihrer Überzeugung folgend, dass Ämter auf 2 Wahlperioden begrenzt werden sollten, trat sie zur Kammerwahl in Thüringen 2023 nicht wieder an.
Seit 2011 ist sie Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer, auf dem 122. Deutschen Ärztetag in Münster wurde sie am 30. Mai 2019 zur Vizepräsidentin der Bundesärztekammer gewählt. Auf dem 127. Deutschen Ärztetag wurde sie am 18. Mai 2023 in dieser Funktion bestätigt[3].
Themen und Überzeugungen
Berufspolitisch tritt Lundershausen insbesondere für die Freiberuflichkeit des Arztberufes als das Fundament der Vertrauensbeziehung zwischen Arzt und Patient, für eine stärkere Stimme von Frauen in der ärztlichen Selbstverwaltung, die Familienkompatibilität der ärztlichen Berufsausübung und gegen eine weitere Kommerzialisierung der Medizin ein.
In Thüringen setze sie sich sehr aktiv dafür ein, die Zahl der Medizinstudienplätze zu erhöhen. Im Wintersemester 2021 wurde daraufhin die Zahl der Studienplätze an der Uni Jena, der einzigen staatlichen Hochschule mit diesem Ausbildungsgang um 10 % auf 286 erhöht[4].