Elli Unruh
Autorin
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Elli Unruh (* 1987 in Georgijewka, Kasachische SSR, jetzt Qordai, Republik Kasachstan) ist eine deutsche Schriftstellerin und Bibliothekarin.[1][2] Ihr Roman Fische im Trüben wurde 2026 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.[3][4]
Leben
Unruhs Eltern zogen kurz vor ihrem ersten Geburtstag mit ihr nach Deutschland.[1][2] Sie wuchs in Süddeutschland auf.[1][5] Sie studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule der Medien Stuttgart.[2] Sie arbeitet im Deutschen Literaturarchiv Marbach und lebt in Stuttgart.[1][2][5]
Wirken
Für die Fertigstellung ihres ersten Romans erhielt Unruh eine Förderung der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie des Förderkreises der Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg.[1] Fische im Trüben (2025) erzählt in lose miteinander verbundenen Episoden vom Alltag einer mennonitischen Familie der russlanddeutschen Minderheit in den 1970er-Jahren im Süden Kasachstans.[4][5][6] Die Kritik hob besonders die atmosphärische Dichte, die Präzision der Milieuschilderung und die von russischen Einsprengseln und Plautdietsch geprägte Sprache hervor.[2][5] Nennenswert ist, dass Unruh die Geschichte von Enteignung, Deportation, Zwangsarbeit und fortdauernder Diskriminierung nicht als lineare Historienerzählung, sondern aus Familien- und Dorfperspektiven entfaltet.[5][6]