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Emidius von Ascoli

christlicher Bischof und Märtyrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Hl. Emidius (auch: Emygdius, Emigdius, lateinisch: Emygdius Episcopus) von Ascoli (* um 250 n. Chr. vermutlich in Trier; † am 5. August 303 in Asculum Picenum) war der erste Bischof von Asculum Picenum, dem heutigen Ascoli Piceno.

St. Emidius, Bild von 1770

Emidius wird in der katholischen Kirche als Märtyrer und Heiliger verehrt.

Leben

Emidius wurde gemäß Überlieferung in Trier geboren und entstammte einer vornehmen heidnischen Familie. Er erhielt eine Ausbildung in heidnischer Philosophie und Rhetorik und wurde aufgrund seiner aufrichtigen Suche nach Wahrheit zum Christentum bekehrt. Er war für seinen missionarischen Eifer bekannt. Er machte eine Missionsreise nach Italien und ließ sich in Ascoli Piceno nieder, wo er Kranke heilte, predigte und Heiden bekehrte. Wegen seines Eifers wurde er zum Bischof von Ascoli gewählt. Nach seiner Weihe zum Bischof widmete er sich der Evangelisierung der Heiden, organisierte die noch junge Kirche und ermutige die verfolgten Christen zur Glaubenstreue. Er sollte viele Heiden mit dem Wasser einer Quelle getauft haben, welche heute noch als Fonte di Sant'Emidio verehrt wird. Emidius fiel der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer und wurde 303 enthauptet. Er soll nach seiner Enthauptung aufgestanden sein und seinen Kopf zu seiner Grabstätte außerhalb der Stadtmauern getragen haben.[1]

Verehrung und Ikonographie

Der Kult um Emidius hat seinen Ursprung in Ascoli. Dort erhielt er auch seinen Ruf als Schutzheiliger gegen Erdbeben.[1]

In der Ikonographie wird Emidius als Bischof mit Mitra und Bischofsstab dargestellt. Auf manchen Darstellungen hält er eine Stadtansicht von Ascoli Piceno als Zeichen seines Pratonats, oder seinen Kopf in den Händen. Diese Darstellungen werden teilweise verbunden mit Rissen oder Ruinen, welche Erdbeben darstellen.[1]

Sein Gedenktag ist der 5. August.[1]

Literatur

  • Ekkart Sauser: Emygdius. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 15, Bautz, Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8, Sp. 524.
  • Serafino Prete: La passione di s. Emidio di Ascoli. Studia Picena, Ancona 1972.
  • Antonio Alfredo Varrasso, Paolo Angeletti: I Terremoti E Il Culto Di Sant’Emidio: Atti Delle Manifestazioni Culturali Svolte Nell’ambito Delle Celebrazioni per Il Bicentenario Della Elevazione Di S. Emidio V. E M. A Compatrono Di Castiglione a Casauria (1787-1987). Vecchio Faggio, Chieti 1989.
  • V. Castelli, B. Nardi, St. Papetti, P. Seghetti: Sancto Migno: patrone, protectore et defensore de lu comuno et de la Cipta' d'Ascoli. Ascoli Piceno 1997.

Einzelnachweise

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