Emil Reimers
deutscher Schriftsteller, Koch und Journalist
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Leben
Reimers wurde als Sohn eines Kapitäns in Emden geboren.[1] Als 15-Jähriger begann er 1927 eine Lehre als Koch, die er 1930 abschloss. Danach machte er das Abitur und studierte vier Jahre an der Universität Hamburg.[1] Von 1935 bis 1940 arbeitete er als seefahrender Koch.[1] Um 1934 wurde Reimers in Freiburg Mitarbeiter der Naturschutzbewegung von Konrad Guenther.[3] Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1942 als Marinesoldat verwundet.[1] Nach dem Krieg war er als Journalist und Schriftsteller tätig.[1] Zeitweise arbeitete er für das Rote Kreuz.[1] In den 1970er-Jahren machte sich Emil Reimers einen Namen als Kochbuch-Autor.[4] Er lebte zu dieser Zeit in Warendorf, wo er 1996 starb.[1] Er veröffentlichte sowohl unter eigenem Namen als auch unter verschiedenen Pseudonymen, darunter Aemilius Reginmar, Fred Timber, Antonius Marcellus, Takeko Yamakaze und Fred Bird.
Werk
Reimers veröffentlichte unter seinem Geburtsnamen vor allem kulinarische Werke und teilweise unter Pseudonym weitere Werke, die von Romanen bis zu lyrischen und philosophischen Texten reichten.[1][2] Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek wird Reimers als Autor von 66 Publikationen genannt. An vier weiteren war er beteiligt.[2] Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem:
- Meditationen über fernöstliche Symbole (Weilheim: Barth, 1964)[1]
- Die echte japanische Küche (Berlin: Hahn, 1965)[1]
- The Shipwreck (Roman, 1973)[1]
- The Bakers Shop (Drama, 1974)[1]
- Das Licht aus dem fernen Osten (1977)[1]
- Der dumme Mann (1977)[1]
- Das große Saucen-Kochbuch[2]
- Fritieren und in Fett gebacken[2]
- Die echte japanische Küche[2]
- Chinesische Kochkunst[2]
Auszeichnungen
Für sein schriftstellerisches und kulturelles Wirken erhielt Reimers mehrere nationale und internationale Auszeichnungen:[1]
- 1968: Grand Maître de Roti (Mexiko)
- 1970: Förderpreis der Stadt Nanking (China)
- 1978: Preis für Haiku-Dichtungen
- 1981: Indischer Nationalpreis
- 1985: Ungarischer Literaturpreis
Nachlass
Briefe von Emil Reimers aus den Jahren 1934 bis 1943 befinden sich in der Universitätsbibliothek Freiburg.[1]
Literatur
- Who’s Who in literature, Wörthsee 1978, ISBN 978-3-921220-20-7.
- Leben im Münsterland: eine Anthologie westfälischer Schriftsteller u. Maler. Coppenrath, Münster 1978, ISBN 978-3-920192-38-3.
- Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. Kürschners Deutscher Literatur-Kalender: 57. Jahrgang 1977 (= Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. 57. Jahrgang 1977). Reprint 2019 Auflage. De Gruyter, Berlin Boston 2019, ISBN 978-3-11-085963-8.[1]
Weblinks
- Literatur von und über Emil Reimers im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek