Emil Rentsch
Schweizer Unternehmer
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Emil Rentsch (* 1893; † 9. Dezember 1972) war ein Schweizer Unternehmer.
Werdegang
Als Inhaber der Früchte- und Gemüse-Engrosfirma Rentsch & Co. in Zürich entschloss sich Rentsch am 1. Dezember 1929, in die Dienste der von Gottlieb Duttweiler gegründeten Migros einzutreten. Er übernahm die Leitung der von ihm mitgegründeten Migros AG Basel. Doch bereits zwei Jahre später berief ihn Duttweiler nach Berlin, um die Migros-Verteilungs-GmbH aufzubauen, die mit 85 Verkaufswagen die Berliner Konsumenten bediente, jedoch 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Für Rentsch zeigten sich aber neue Tätigkeitsfelder. Er arbeitete sich in kurzer Zeit in ihm völlig neue Arbeitsgebiete ein. Die Genossenschaft Hotelplan leitete er als Direktor von ihrer Gründung im Jahre 1935 bis zu seiner Pensionierung 1962 und entwickelte sie in jenen Jahren zu einem der bedeutendsten Dienstleistungsbetriebe auf dem Gebiete des Tourismus. Nach Duttweilers Tod wurde er 1962 zum Verwaltungspräsidenten von Hotelplan ernannt.[1] Als 1944 die Klubschule für Erwachsene ins Leben gerufen wurde, übernahm er zusätzlich die Oberaufsicht über diese wichtigste kulturelle Aktion der Migros-Gemeinschaft. Sie hat sich zur grössten und bedeutendsten Erwachsenenbildungs-Institution der Schweiz entwickelt.

Neben seiner vollamtlichen Tätigkeit stellte Rentsch seine Kenntnisse und Erfahrungen den verschiedensten Gremien zur Verfügung. Von 1941 bis 1972 gehörte er der Verwaltung der Genossenschaft Migros St. Gallen an, die er ab 1957 präsidierte. Bei der Gründung im Jahre 1946 wurde er in den Stiftungsrat der Stiftung «im Grüene» gewählt, dessen Mitglied er bis 1967 blieb. Von 1957 bis 1969 half er als Mitglied der MGB-Verwaltung wesentlich mit, die Migros-Gemeinschaft zu steuern. Ebenso war er Mitglied und Vizepräsident der Geschäftsleiter-Pensionskasse.
Rentsch starb wenige Wochen nach seinem 79. Geburtstag. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof Sihlfeld.
Quelle
- Rudolf Suter: Emil Rentsch gestorben. In: Die Tat. Nr. 295, 16. Dezember 1972, S. 3 (online).