Emilio Maraini

schweizerisch-italienischer Unternehmer sowie Abgeordneter From Wikipedia, the free encyclopedia

Emilio Maraini (* 27. November 1853[1] in Lugano; heimatberechtigt ebenda; † 5. Dezember 1916 in Rom) war ein schweizerisch-italienischer Unternehmer sowie Abgeordneter. Er gilt als Begründer der Zuckerindustrie im Königreich Italien.

Emilio Maraini, um 1905

Leben

Emilio Maraini war der Sohn des Inhabers eines Handelsunternehmens Giovanni Maraini und der Orsolina geborene Torricelli. Nach dem Besuch des Kollegiums Landriani in Lugano absolvierte er ab 1869 eine Handelsausbildung in Zofingen und wechselte vier Jahre später zu einem Handelshaus in Rotterdam. Carolina Sommaruga wurde 1889 seine Ehefrau.[2]

Zuckerfabrik in Rieti, 2011

Maraini übersiedelte 1886 nach Italien, dessen Staatsbürgerschaft er 1880 zusätzlich angenommen hatte, und übernahm im folgenden Jahr eine erste Zuckerfabrik in Rieti. Viele weitere Firmen in verschiedenen Gebieten Italiens folgten. Als Begründer der italienischen Zuckerindustrie wurde er 1902 zum Ritter der Arbeit ernannt. Zwei Jahre zuvor war er in die Abgeordnetenkammer (Camera dei deputati) gewählt worden, der er bis 1916 angehörte.[2]

Maraini lebte ab 1905 mit seiner Frau in der Villa Maraini auf dem Pincio in Rom, die sein Bruder Otto entworfen hatte. Er war auch sozial tätig und unterstützte verschiedene Institutionen und Einrichtungen in der Schweiz sowie in Italien. In Lugano gehörten das Bürgerspital und das italienische Spital zu ihnen.[2]

Literatur

  • Emilio Maraini. 1936.
Commons: Emilio Maraini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege und Anmerkungen

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