Emmanuel Grégoire
französischer Politiker
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Emmanuel Grégoire (* 24. Dezember 1977 in Les Lilas) ist ein französischer Politiker der Parti Socialiste (PS). Er ist seit 2026 Bürgermeister von Paris. Von 2024 bis 2026 war er Abgeordneter der Nationalversammlung.

Leben
Grégoire entstammt einer kommunistisch geprägten Familie. Nach der Scheidung seiner Eltern zog er in das Département Charente-Maritime um und ging in Jonzac zur Schule. Am Institut d’études politiques de Bordeaux studierte er im Bereich Wirtschaft, Finanzen, Unternehmens- und Organisationsführung und schloss 1999 mit dem Diplom ab. Außerdem erwarb er einen Licence-Abschluss in Philosophie.[1]
Von 1999 bis 2008 arbeitete Grégoire als Unternehmensberater im Gesundheitsbereich. Von 2008 bis 2016 war er Partner der Firma B2GE Conseil, die IT-Lösungen für Unternehmen und Einrichtungen im Gesundheitswesen sowie für Pharmaunternehmen anbietet.[1]
Grégoire ist Vater dreier Kinder.
Politik
Grégoire trat 2002 der Parti Socialiste (PS) bei. Er war zunächst als Parteisekretär im 12. Pariser Arrondissement tätig. Ab 2008 war er im Bereich für Innovation, Forschung und Universitäten der Pariser Stadtverwaltung tätig. Von 2010 bis 2012 war er Büroleiter (chef de cabinet) des Pariser Bürgermeisters Bertrand Delanoë. Nach dem Sieg von François Hollande bei der Präsidentschaftswahl 2012 wurde er erst stellvertretender Büroleiter und dann Büroleiter von Premierminister Jean-Marc Ayrault. Diese Position behielt er bis zu Ayraults Rücktritt als Premierminister 2014.
Von 2014 bis 2024 war Grégoire als Beigeordneter in der Pariser Stadtverwaltung für Personalwesen, öffentliche Dienste und Modernisierung der Verwaltung zuständig,[1] ab 2018 war er zudem erster Stellvertreter von Bürgermeisterin Anne Hidalgo.[2] Im Zuge der Vorwahl eines Kandidaten des linken Lagers für die Präsidentschaftswahl 2017 war er der Pressesprecher von Vincent Peillon, der jedoch als Viertplatzierter im ersten Wahlgang der Vorwahl ausschied. Im April 2018 wurde Grégoire ins nationale Sekretariat (Parteivorstand) der Parti socialiste berufen, wo er für Bürgerbeteiligung und Kommunikation zuständig war.[1]
Bei der Parlamentswahl im Sommer 2024 wurde Grégoire als Abgeordneter des 7. Pariser Wahlkreises (entspricht dem 4. sowie jeweils einem Teil des 11. und 12. Arrondissements von Paris) in die Nationalversammlung gewählt. Er wurde vom Linksbündnis Nouveau Front populaire nominiert (die anderen linken Parteien stellten folglich keine Gegenkandidaten auf) und setzte sich mit 50,9 Prozent bereits im ersten Wahlgang gegen den bisherigen Wahlkreisabgeordneten und ehemaligen Verkehrsminister Clément Beaune von der Regierungspartei Renaissance durch.[3] Sein Mandat in der Nationalversammlung legte er nach seiner Wahl zum Pariser Bürgermeister 2026 nieder.
Bei der Kommunalwahl im März 2026 war Grégoire Bürgermeisterkandidat eines linken Bündnisses, das aus der Parti Socialiste, der Parti communiste français, Les Écologistes, Place publique und L’Après (einer Abspaltung der Partei La France insoumise) bestand. Seine Liste setzte sich mit 50,5 Prozent im zweiten Wahlgang gegen das Mitte-rechts-Bündnis von Rachida Dati (41,5 Prozent) und die Kandidatin von La France insoumise Sophia Chikirou (8 Prozent) durch. Am 29. März 2026 wählte ihn der Gemeinderat von Paris, in dem Grégoires Anhänger eine klare Mehrheit haben, mit 106 von 163 Stimmen zum Bürgermeister.[4][5]
Weblinks
- Literatur von und über Emmanuel Grégoire im SUDOC-Katalog (Verbund französischer Universitätsbibliotheken)