Emmanuel Maria Heufelder
deutscher Ordensgeistlicher, Abt von Niederaltaich
From Wikipedia, the free encyclopedia
Emmanuel Maria Heufelder OSB (* 30. März 1898 in Bad Tölz als Josef Heufelder; † 8. September 1982 in Niederalteich) war Abt des Klosters Niederaltaich.

Leben
Josef Heufelder trat 1919 in die Benediktinerabtei Schäftlarn ein, wo er den Ordensnamen Emmanuel Maria annahm und in München katholische Theologie, Altphilologie, Deutsch und Geschichte für das Lehramt studierte. 1923 wurde Heufelder zum Priester geweiht. Er war u. a. als Lehrer am Gymnasium in Schäftlarn tätig und fungierte von bis 1929 bis 1934 als Schriftleiter der Hauszeitschrift Unser Schäftlarn.[1]
Nach seiner Ernennung zum Prior des Klosters Niederaltaich 1934, wurde Heufelder 1949 zum Abt gewählt, nachdem das Kloster wieder eine selbstständige Abtei geworden war. Sein Motto lautete: In Christo unum – Eins in Christus, womit er einen ökumenischen Grundimpuls aufgriff. Während seiner Amtszeit wurde die nach dem Ersten Weltkrieg wiederbesiedelte Abtei neu konsolidiert und zu einem Ort der ökumenischen Begegnung ausgebaut, wo ein Teil der Mönche die Liturgie im byzantinischen Ritus zelebriert. 1968 nahm der Abtpräses der Bayerischen Benediktinerkongregation das Rücktrittsgesuch Heufelders an, welches er gemäß den Satzungen der Kongregation zum 70. Geburtstag einreichen musste. Sein Nachfolger wurde Ansgar Ahlbrecht.
Auszeichnungen
- 1968: Großes Bundesverdienstkreuz
- 14. Mai 1965: Bayerischer Verdienstorden
- 1977 Ehrendoktorwürde in Theologie an der Universität Regensburg
- Ehrenbürger der Gemeinde Niederalteich
- Die Abtei Niederaltaich verleiht zu seinem Gedenken seit 1992 den Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis für Verdienste um die katholisch-orthodoxe Ökumene.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Unser Glück - Ein Büchlein vom freudvollen Einssein mit Christus. Ars sacra, München 1929.
- Weite des Herzens – Meditationen über den Geist der Benediktusregel. Pustet Verlag, Regensburg 1931.
- Christus muss König sein. Ars sacra, München 1932.
- Der heilige Benedikt von Nursia. Meitingen 1934.
- Die Mutter der göttlichen Gnade. Betrachtungen zum Rosenkranz. Ars sacra, München 1934.
- Maria und Johannes - Vom heiligen Dienst am Priestertum. Ars sacra, München 1939.
- Der Weg zu Gott nach der Regel des heiligen Benediktus. Laumann, Dülmen 1948.
- Kreuzweg der Liebe. Ars sacra, München 1951.
- Niederaltaich - Benediktinerabtei und Basilika. 2. Auflage, Schnell & Steiner, München 1953.
- Der Ruf zur Einheit. Paulus Verlag, Recklinghausen 1959.
- Neues Pfingsten. Kyrios-Verlag, Meitingen/Freising 1969.
- Christus in euch - Betrachtungen über Jesus Christus und das christliche Leben. 2. Auflage, Friedrich Pustet, Regensburg 1982, ISBN 978-3-7917-0737-2.
Literatur
- Abtsweihe in Niederalteich. In: Benediktinische Monatschrift, XXV. Jg. (1949), S. 471–472.
- Karl Ritter von Klimesch (Hrsg.): Köpfe der Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft. Verlag Johann Wilhelm Naumann, Augsburg 1951, o. S.
- Hören sein Wort. Festgabe für Abt Emanuel M. Heufelder zum 70. Geburtstag. Abtei Niederaltaich (Hrsg.), Dreiberg-Verlag, Niederalteich 1968.