Enjoy Your Stay

Film von Dominik Locher (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Enjoy Your Stay ist ein Spielfilm unter der Regie von Dominik Locher aus dem Jahr 2026. Produktionsländer waren die Schweiz, Frankreich und die Philippinen. Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Panorama.

TitelEnjoy Your Stay
ProduktionslandSchweiz, Frankreich, Philippinen
OriginalspracheEnglisch, Tagalog, Französisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Enjoy Your Stay
Produktionsland Schweiz, Frankreich, Philippinen
Originalsprache Englisch, Tagalog, Französisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 99 Minuten
Stab
Regie Dominik Locher
Drehbuch Dominik Locher,
Honeylyn Joy Alipio
Produktion Flavia Zanon,
Joëlle Bertossa
Musik Mirjam Skal
Kamera Jeanne Lapoirie
Schnitt Diego Marx Dobles,
Carmen Walker
Besetzung
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Handlung

Mercedes Cabral, 2012

Die Philippina Luz arbeitet seit Jahren wie viele andere Frauen aus ihrem Herkunftsland als Putzkraft in der Schweiz. Im Schweizer Luxus-Wintersportort Verbier putzt sie diesen Winter Chalets, hat aber keine Arbeitspapiere und lebt deshalb im Verborgenen und in ständiger Angst vor Entdeckung. Die Philippinas wohnen in einer Gemeinschaftsunterkunft der Putzfirma und erhalten von ihrem Arbeitgeber, dem Manager Thibault, Verpflegung, allerdings nicht immer in ausreichender Menge. Kinder sind zwar vom Chef dort nicht gern gesehen, doch eine ganze Reihe von ihnen lebt mit ihren Müttern auf engstem Raum zusammen. Diese bleiben, weil der Verdienst doppelt so hoch ist wie etwa in Katar und sie das Geld brauchen. Luz war vorher auch schon in Dubai und Madrid und sehr lange nicht mehr bei ihrer Familie in der Heimat. Sie braucht Geld, um Schulden zu bezahlen und das Sorgerecht für ihre fast siebenjährige Tochter Sofia nicht zu verlieren. Diese lebt bei ihrem Vater Tonio auf den Philippinen. Die Familiengeschichte wird kurz vor Silvester in einer Fernsehshow ausgebreitet, die Luz über ihr Handy mitverfolgen kann. Sobald Sofia im Februar sieben Jahre alt wird, wird sie selbst entscheiden können, bei wem sie leben will. Bis dahin möchte Luz mit so viel Geld wie möglich zu Hause sein. Ihre Mitbewohnerinnen nehmen Anteil an ihrer Situation, eine steckt ihr Geld zu.

Zu den Aufgaben von Luz gehört es auch, die junge Mae anzulernen, die dort neu ist. Doch die Touristen haben das Chalet, für dessen Reinigung die beiden am Silvestertag eingeteilt sind, in so katastrophalem Zustand hinterlassen, dass für die Reinigung mehr Personal nötig wäre. Luz teilt das der Firma mit, doch diese weigert sich. Luz schneidet sich an einem kaputten Glas, kann die Wunde aber nur notdürftig verbinden, bevor sie weiterarbeitet. Als das Silvesterfeuerwerk gezündet wird, nehmen einige Touristinnen Luz in ihre Mitte und trinken mit ihr auf das neue Jahr; der Alkohol fließt. Luz lässt Mae allein an ihrem Arbeitsplatz und fährt zu den anderen Philippinas. Sie feiern gemeinsam. Am nächsten Morgen ist Mae verschwunden. Luz findet sie weinend in der Kirche – sie ist von einem Touristen vergewaltigt worden. Ihr Chef bringt ihr die „Pille danach“, bezeichnet die Vergewaltigung als Geheimnis und verpflichtet sie zu Stillschweigen. Auch Luz geht nicht an die Öffentlichkeit, da sie abhängig ist. Als der Chef mit seinem kleinen Sohn bei den Arbeiterinnen einen Neujahrsbesuch macht, sind alle freundlich zu ihm, sogar einen Kuchen hat Luz gebacken. Es sei schade, dass ihre Kinder nicht in die Schule gehen könnten, bemerkt er.

Bei einem Telefongespräch mit Sofia erfährt Luz, dass der Familie für die nächste Show mehr Geld geboten wurde, wenn sie dort alle drei aufträten. Der Druck auf sie wird immer größer. Mae bekommt heftige Blutungen, Aileen kümmert sich. Ein illegal arbeitender Arzt kommt und empfiehlt Ruhe; Mae wird aber nicht durch eine andere Frau ersetzt, sodass die übrigen mehr arbeiten müssen. Luz hat ihrem Chef bereits gesagt, dass sie dringend mehr Geld verdienen muss. Dafür müsste sie weitere Arbeitskräfte anwerben. Aber das bedeutet Lügen über die Arbeitsbedingungen. Eine Verwandte kommt von den Philippinen. Weitere Kontakte knüpft Luz in der Kirche; sie wirbt nicht nur Philippinas, sondern auch eine Frau mit anderen Nationalität von einer Arbeitsstelle in einem Schweizer Privathaushalt ab. Die neuen Arbeitskräfte müssen auf einer Matratze schlafen, die Luz auf der Straße gefunden hat. Bei einem Videocall mit Luz weint Sofia und sagt, sie wolle nicht bei ihrem Papa leben. Der Druck auf ihre Mutter wird immer stärker, doch aus der Ferne kann sie nichts tun. Eines Tages bringt der Chef seinen Sohn vorbei und bittet darum, auf ihn aufzupassen. Beim Abholen will er Luz ihren Verdienst geben. Luz versucht alles, um schnell an mehr Geld zu kommen. Sie führt auch Hunde der Touristen Gassi. Im Zusammenhang damit kommt es zu einem Hundekampf, der für einen Hund tödlich endet und dazu führt, dass Thibault dafür verantwortlich gemacht und zusammengeschlagen wird. Als die Polizei involviert wird, beschließen die Philippinas, den Skiort zu verlassen. Sie packen ihre Sachen und steigen ins Auto. Als Luz das ihr noch zustehende Geld bei Thibault abholen will und dieser die Zahlung verweigert, kommt ihr Aileen mit einem Messer zu Hilfe und bedroht den Mann. Mit großen Augen beobachten die Kinder die Szene. Doch zu Gewaltanwendung kommt es nicht. Luz muss auf ihr Geld verzichten, und die Philippinas setzen ihren Weg zum Bahnhof zu Fuß fort.

Der Filmtitel Enjoy your stay (deutsch: Genießen Sie Ihren Aufenthalt!) steht auf dem Willkommenskärtchen, das die Putzkräfte den Gästen auf den Nachttisch stellen. Damit Touristen den Aufenthalt in dem Skiresort genießen können, werden Frauen aus der Dritten Welt ausgebeutet und müssen unter sklavereiähnlichen Bedingungen arbeiten.

Produktion

Filmstab

Regie führte Dominik Locher, der zusammen mit Honeylyn Joy Alipio das Drehbuch schrieb. Die Kameraführung lag in den Händen von Jeanne Lapoirie, die Musik komponierte Mirjam Skal und für den Filmschnitt waren Diego Marx Dobles und Carmen Walker verantwortlich. Für das Sound Design war Jacques Kieffer zuständig.

In wichtigen Rollen sind Mercedes Cabral (Luz), Alexis Manenti (Thibault), Anna Luna (Aileen) und Hasmine Killip (Mae) zu sehen.

Produktion und Förderungen

Produziert wurde der Film von Flavia Zanon und Joëlle Bertossa. Produktionsfirma war Close Up Films, Genf. Den Weltvertrieb übernahm Be For Films, Paris.[1]

Dreharbeiten und Veröffentlichung

Der Film feierte am 14. Februar 2026 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Panorama.

Auszeichnungen und Nominierungen

Einzelnachweise

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