Epicocconon
chemische Verbindung
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Epicocconon ist ein Fluoreszenzfarbstoff aus dem Pilz Epicoccum nigrum.[3]
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Epicocconon | ||||||||||||
| Andere Namen | |||||||||||||
| Summenformel | C23H22O7 | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 410,42 g·mol−1 | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Eigenschaften und Verwendung
Das wasserlösliche Epicocconon fluoresziert schwach grünlich (λem = 520 nm) in seiner protonierten Form, nach Bindung eines Proteins verschiebt sich die maximale Fluoreszenz zu einer Wellenlänge von 605 nm.[4] Das Absorptionsmaximum liegt bei 395 nm.[5] Bei Zugabe von Base wird ein Proton abgegeben. Das resultierende Anion verliert jedoch die Fähigkeit zu fluoreszieren:

Der Farbstoff kann mit primären Aminen reagieren. Dies wird in der Biochemie im Rahmen einer Proteincharakterisierung genutzt, um Proteine anzufärben, insbesondere bei der Mengenbestimmung in Lösungen,[6] zur Verfolgung einer Proteolyse,[7] bei der SDS-PAGE,[8] bei der 2D-Gelelektrophorese mit In-Gel-Verdau und massenspektrometrischer Analyse,[9][10] sowie als Ladekontrolle bei Western Blots (Nachweisgrenze 1 ng nach 40 Minuten).[11][8] Die Färbung ist reversibel und kompatibel mit einer Immunfärbung oder Massenspektrometrie. Bei der Reaktion bildet sich ein intensives, rot-fluoreszierendes Enamin.[12] Sollten die Proteine aber in einem zu basischem Milieu vorliegen, wird das Enaminprodukt deprotoniert und verliert seine fluoreszenten Eigenschaften.

Synthetische Variante
Weblinks
- fluorophores.tugraz.at: Epicocconone
