Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahlen in Görlitz

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In den folgenden Listen werden die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahlen in Görlitz aufgeführt. Es werden die Ergebnisse ab der ersten freien und direkten Oberbürgermeisterwahl im Jahr 1994 aufgelistet. Die erste Oberbürgermeisterwahl nach der Wende war keine Direktwahl. Bei der konstituierenden Sitzung des ersten frei gewählten Stadtrates am 23. Mai 1990, bestimmten die Abgeordneten Matthias Lechner (CDU) zum Oberbürgermeister der Stadt.[1]

Parteien

Wählergruppen

Oberbürgermeisterwahlen

Die Amtszeit des Oberbürgermeisters betrug zwischen 1990 und 1998 vier Jahre. Ab der 1998 beginnenden Amtszeit wird das Görlitzer Stadtoberhaupt alle sieben Jahre direkt gewählt. Der Wahlsieger und spätere Oberbürgermeister ist blau hinterlegt.

1994

Weitere Informationen Kandidat, Prozent ...
Wahlen 12. Juni 1994[2]
Kandidat Prozent
Matthias Lechner (CDU) 37,1
Renate Schwarze (SPD) 27,1
Johannes Witoschek (DSU) 12,7
Klaus Keller (PDS) 15,4
Hans-Ulrich Lehmann (FDP) 7,7
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Wahlberechtigte: 53.654

Wahlbeteiligung: 63,9 %

Weitere Informationen Kandidat, Prozent ...
Neuwahlen 26. Juni 1994[2]
Kandidat Prozent
Matthias Lechner (CDU) 54,6
Renate Schwarze (SPD) 45,4
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Wahlberechtigte: 53.692

Wahlbeteiligung: 40,3 %

Bürgerentscheid 1998

Am 8. Februar 1998 kam es zu einem Bürgerentscheid über die Abwahl des amtierenden Oberbürgermeisters Matthias Lechner.

Weitere Informationen Abwahl, Stimmen ...
Abwahl Stimmen[3] Prozent
für die Abwahl 32.572 82,0
gegen die Abwahl 7.158 18,0
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An dem Bürgerentscheid zur Abwahl beteiligten sich 72,6 % der Görlitzer. Amtierender Oberbürgermeister nach der Abwahl war der Kulturdezernent und der zuvor stellvertretende Bürgermeister Ulf Großmann (CDU) bis zur Neuwahl im Mai des gleichen Jahres.[4]

1998

Weitere Informationen Kandidat, Prozent ...
Wahlen 10. Mai 1998[2]
Kandidat Prozent
Rolf Karbaum 44,9
Ulf Großmann (CDU) 28,4
Klaus Keller (PDS) 21,9
Harald Twupack (FWN) 4,8
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Wahlberechtigte: 49.981

Wahlbeteiligung: 58,1 %

Weitere Informationen Kandidat, Prozent ...
Neuwahlen 7. Juni 1998[2]
Kandidat Prozent
Rolf Karbaum 47,8
Ulf Großmann (CDU) 34,5
Klaus Keller (PDS) 15,1
Harald Twupack (FWN) 2,7
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Wahlberechtigte: 49.939

Wahlbeteiligung: 52,0 %

2005

Weitere Informationen Kandidat, Prozent ...
Wahlen 24. April 2005[2]
Kandidat Prozent
Joachim Paulick (CDU) 34,1
Eberhard Nagel (BfG) 19,9
Jutta Blin 14,9
Hartmut Gottschling 14,3
Mirko Schultze (PDS) 8,6
Raphael Schmidt (DSU) 4,2
Jürgen Krumpholz (NPD) 3,9
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Wahlberechtigte: 48.274

Wahlbeteiligung: 46,8 %

Weitere Informationen Kandidat, Prozent ...
Neuwahlen 22. Mai 2005[2]
Kandidat Prozent
Joachim Paulick (CDU) 56,1
Eberhard Nagel (BfG) 40,3
Jürgen Krumpholz (NPD) 3,7
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Wahlberechtigte: 48.267

Wahlbeteiligung: 39,5 %

2012

Bei den Oberbürgermeisterwahlen am 22. April 2012 traten der amtierende Oberbürgermeister Joachim Paulick (zur Sache!) und der Herausforderer Siegfried Deinege (parteilos) an. Deinege wurde durch ein breites Parteienspektrum von Bündnis 90/Die Grünen, Bürger für Görlitz, CDU und FDP unterstützt.

Weitere Informationen Kandidat, Prozent ...
Wahlen 22. April 2012[5]
Kandidat Prozent
Joachim Paulick (ZS) 30,2
Siegfried Deinege 69,8
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Wahlberechtigte: 46.379

Wahlbeteiligung: 52,9 %

Siegfried Deinege übernahm das Amt am 16. Juli 2012.

2019

Bei der Oberbürgermeisterwahl 2019 verzichtete Deinege auf eine erneute Kandidatur. Im ersten Wahlgang am 26. Mai 2019 traten Franziska Schubert als gemeinsame Kandidatin von Bürger für Görlitz e.V., Grünen und Motor Görlitz[6], Jana Lübeck von der Partei Die Linke, Sebastian Wippel (AfD) und der Landtagsabgeordnete der CDU Octavian Ursu an. Schubert erhielt 27,9 % der Stimmen, Ursu 30,3 %, Wippel 36,4 % und Lübeck 5,5 %. Bei der Stadtratswahl, die am selben Tag durchgeführt wurde, erhielt der AfD-Kandidat Wippel über 17000 Stimmen, fast sechs Mal so viele wie parteiübergreifend der Kandidat mit den zweitmeisten Stimmen.[7]

Da keiner der vier Kandidaten der OB-Wahl auf Anhieb die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht hatte, wurde ein zweiter Wahlgang erforderlich. In der Stichwahl am 16. Juni 2019 traten Wippel und Ursu an, die Drittplatzierte Schubert zog ihre Kandidatur zugunsten von Ursu zurück, auch Lübeck trat nicht mehr an. Im Vorfeld wendeten sich in einem Offenen Brief Hollywood-Schauspieler, Produzenten und Oscar-Preisträger an die Wähler der als Drehort vieler Filme bekannten Stadt mit dem Aufruf „Wählt nicht die AfD!“[8] Die Stichwahl gewann Ursu schließlich mit 55,2 % zu 44,8 %.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

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