Erhard Bibus

Geograf, Hochschullehrer Geboren: 1943, Teplitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Erhard Bibus (* 18. April 1943 in Teplitz-Schönau; † 5. Juli 2026 in Mössingen) war ein deutscher Geograph, Geoökologe und Hochschullehrer.[1]

Prof. Erhard Bibus beim Geländepraktikum 2006 vor einem Bodenprofil in Oberschwaben

Leben und Wirken

Erhard Bibus legte 1963 die Reifeprüfung an der Augustinerschule Friedberg (Hessen) ab. Nach dem Wehrdienst bei der Bundeswehr studierte er Geographie, Germanistik und Geologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dort promovierte er 1971 bei Arno Semmel.[2] Ab 1969 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Geographischen Institut dieser Universität. Im Jahre 1979 habilitierte er sich in Frankfurt für Physische Geographie. Von 1981 bis zu seiner Emeritierung 2007 war er Professor für Physische Geographie und Quartärforschung bzw. Geoökologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Zu seinen besonderen Forschungsgebieten gehörten das Rhein-Neckar-Gebiet, die Umgebung von Tübingen, das Alpenvorland und die Schwäbische Alb.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Zur Morphologie des südöstlichen Taunus und seines Randgebietes (= Rhein-Mainische Forschungen, Bd. 74). Kramer, Frankfurt/M. 1971 (= Dissertation Universität Frankfurt/M.).
  • (Hrsg.): Geomorphologie arider Gebiete (= Zeitschrift für Geomorphologie, Supplement, Bd. 15). Bornträger, Berlin 1972, ISBN 3-443-21015-5.
  • (Mitautor): Kurt Dies (Hrsg.): Die Wetterau und ihre Randgebiete (= Rhein-Mainische Forschungen Bd. 82). Kramer, Frankfurt/M. 1976.
  • Zur Relief-, Boden- und Sedimententwicklung am unteren Mittelrhein (= Frankfurter geowissenschaftliche Abhandlungen, Serie D, Bd. 1). Fachbereich Geowissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M. 1980, ISBN 3-922540-00-7 (= Habilitationsschrift Universität Frankfurt/M.).
  • Jungquartäre Reliefformung und ihre Beziehung zur Bodenbildung und Bodenverbreitung im Stromberg und Zabergäu (Bl. Brackenheim). In: Jahreshefte des Geologischen Landesamts Baden-Württemberg, Bd. 33 (1991), S. 219–261.
  • (mit Clemens Pasda): Zur feinstratigraphischen Gliederung und Einstufung eines Artifaktfundes im Lößprofil Reitersheim (Südbaden). In: Quartär. Internationales Jahrbuch zur Eiszeitalter- und Steinzeitforschung, Bd. 41/42 (1991), S. 195–202.
  • (mit Michael Kösel): Paläoböden und periglaziale Deckschichten im Rheingletschergebiet von Oberschwaben und ihre Bedeutung für Stratigraphie, Reliefentwicklung und Standort. Exkursionsführer zur 16. Tagung des Arbeitskreises für Paläopedologie der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft vom 8.–10. 5. 1997 in Biberach a.d. Riss (= Tübinger geowissenschaftliche Arbeiten, Reihe D, Bd. 3). Geographisches Institut der Universität Tübingen 1997, ISBN 3-88121-032-6.
  • (mit Martin Sander): Zur stratigraphischen Einstufung der oberflächennahen Formen, Böden und Sedimente am Höchsten und bei Heiligenberg (Oberschwaben) – Alt- oder Jungmoräne? In: Jahreshefte des Geologischen Landesamts Baden-Württemberg, Bd. 37 (1997), S. 97–124.
  • (Hrsg.): Angewandte Studien zu Massenbewegungen (= Tübinger geowissenschaftliche Arbeiten, Reihe D, Bd. 5). Geographisches Institut der Universität Tübingen 1999, ISBN 3-88121-037-7.
  • Zum Quartär im mittleren Neckarraum. Reliefentwicklung, Löß/Paläobodensequenzen, Paläoklima (= Tübinger geowissenschaftliche Arbeiten, Reihe D, Bd. 8). Geographisches Institut der Universität Tübingen 2002, ISBN 3-88121-055-5.
  • (Mitautor): Das jungpleistozäne Lößprofil von Nußloch (SW-Wand) im Aufschluss der Heidelberger Zement AG. In: Quaternary science journal, Bd. 56 (2007), H. 4, S. 227–255.
  • (Mitautor): Wolfgang Hansch (Hrsg.): 600.000 Jahre Zeitgeschichte am Neckar. Das Naturschutzgebiet "Frankenbacher Schotter" bei Heilbronn. Städtische Museen, Heilbronn 2008, ISBN 978-3-936921-06-9.

Festschrift

  • Michael Kösel (Hrsg.): Beiträge zur Geomorphologie, Bodengeographie und Quartärforschung. Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. E. Bibus (= Tübinger geowissenschaftliche Arbeiten, Reihe D, Bd. 10). Geographisches Institut der Universität Tübingen 2004, ISBN 3-88121-057-1.

Einzelnachweise

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