Erich Tgahrt

deutscher Industrieller From Wikipedia, the free encyclopedia

Erich Tgahrt[1] (* 17. Juli 1882 in Marienwerder, Westpreußen; † 26. Februar 1945 in Dortmund; vollständiger Name: Erich Johann Heinrich Tgahrt) war ein deutscher Kaufmann und Industriemanager.[2]

Leben

Nach einer kaufmännischen Ausbildung studierte Erich Tgahrt an der Handelshochschule Köln. 1906 wurde er Handlungsbevollmächtigter der Metallgesellschaft AG mit Sitz in Frankfurt am Main.[2]

1911 arbeitete Tgahrt als kaufmännischer Angestellter bei der zum Krupp-Konzern gehörenden Friedrich-Alfred-Hütte in Rheinhausen.[2]

1912 übernahm Erich Tgahrt die Geschäftsführung der mehrheitlich dem Krupp-Konzern gehörenden Eisenwaren-Großhandlung Georg von Cölln in Hannover.[2] Er führte den Titel Generaldirektor und wirkte auch als Handelsrichter. Ab 1921 war er zunächst Vizepräsident und 1923–1926 Präsident der Handelskammer zu Hannover (seit 1924: Industrie- und Handelskammer Hannover).[3]

1926 übernahm Tgahrt ab 1926 die Direktion des Neunkircher Eisenwerk des Stumm-Konzerns im Saarland.[2]

1937 ging Erich Tgahrt zurück in das Ruhrgebiet, um dort die Konzern-Leitung der mit Hauptsitz in Dortmund tätigen Hoesch AG zu übernehmen. Daneben war Tgahrt Aufsichtsrats-Mitglied in verschiedenen Steinkohle und Stahl verarbeitenden Aktiengesellschaften.[2]

Sammlung Erich Tghart

Erich Tgahrt war ein Sammler japanischer Kunst, speziell des Genres Ukiyo-e. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod wurde posthum ein Teil seiner Sammlung japanischer Holzschnitte am 22. März 1997 in einer Auktion des Kunsthandels Klefisch in Köln versteigert.[4] Der Auktionskatalog findet sich z. B. im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

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