Ernst Albrecht (Fußballspieler)

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Ernst Albrecht (* 12. November 1907 in Düsseldorf; † 26. März 1976 ebenda) war ein deutscher Fußballspieler.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Ernst Albrecht
als 6. v. l. vor dem Länderspiel gegen Italien
Personalia
Voller Name Friedrich Ernst Albrecht
Geburtstag 12. November 1907
Geburtsort Düsseldorf, Deutsches Reich
Sterbedatum 26. März 1976
Sterbeort Düsseldorf, Deutschland
Größe 168 cm
Position Rechtsaußen
Junioren
Jahre Station
1919–1924 Fortuna Düsseldorf
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1924–1946 Fortuna Düsseldorf
1947– Holzheimer SG (Spielertrainer)
1951–1952 Polizei-SV Düsseldorf (Spielertrainer)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1928–1934 Deutschland 17 (4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1946–1947 Grün-Weiß Viersen
1947– Holzheimer SG (Spielertrainer)
DSC Viktoria 02 (Spielertrainer)
1951–1952 Polizei-SV Düsseldorf (Spielertrainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Sportliche Laufbahn

Vereinskarriere

Albrecht, im Düsseldorfer Stadtteil Flingern geboren und aufgewachsen, schloss sich im Alter von 10 Jahren dem TV Flingern 1895 an. Erst nach der Fusion mit den Fußballern der Fortuna im Jahr 1919 kam er zum Fußball.[1] Er gehörte von 1924 bis 1946 der ersten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf an, für die er in den vom Westdeutschen Spiel-Verband ausgetragenen Meisterschaften im Gau Berg-Mark, ab der Saison 1924/25 im Bezirk Berg-Mark, Punktspiele bestritt. Als schneller und äußerst zuverlässiger rechter Flügelstürmer gab er 1924 im Alter von 16 Jahren und 299 Tagen sein Debüt in der Ligamannschaft von Fortuna Düsseldorf und ist damit bis heute der jüngste Debütant aller Zeiten.[2] Allerdings konnte er vorerst keinen Stammplatz für sich beanspruchen; erst ab der Saison 1927/28 gelang ihm der Durchbruch.

Von 1933 bis 1945 spielte er in der Gauliga Niederrhein, in einer von zunächst 16, später auf 23 aufgestockten Gauligen zur Zeit des Nationalsozialismus als einheitlich höchste Spielklasse im Deutschen Reich.

Während seiner Vereinszugehörigkeit gewann er mit seiner Mannschaft fünf regionale Meistertitel, bevor er aufgrund der Erfolge an den Endrundenspielen um die Deutsche Meisterschaft teilnahm, und 1933 mit der Deutschen Meisterschaft seinen größten Erfolg verzeichnen konnte. Im Endspiel, das am 11. Juni 1933 in Köln gegen den FC Schalke 04 ausgetragen wurde, stand er durch eine im Vorfeld der Endrunde erlittene Verletzung nicht zur Verfügung. Im Endspiel, das am 21. Juni 1936 in Berlin erneut erreicht wurde, stürmte er auf Rechtsaußen; jedoch gewann der 1. FC Nürnberg mit 2:1 n. V. Des Weiteren gewann er fünfmal in Serie die Gaumeisterschaft Niederrhein. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er noch als Trainer und Spielertrainer bei Grün-Weiß Viersen[1], der Holzheimer SG[3], der Düsseldorfer SC Viktoria 02 sowie dem Polizei-Sport-Verein Düsseldorf tätig.

Auswahleinsätze

Albrecht bestritt 17 Länderspiele für die A-Nationalmannschaft, für die er vier Tore erzielte.[4] Sein Debüt krönte er am 15. April 1928 in Bern beim 3:2-Sieg über die Schweizer Nationalmannschaft sogleich mit seinem ersten Tor, dem Treffer zum 3:0 in der 61. Minute. Sein letztes Spiel als Nationalspieler bestritt er am 11. März 1934 in Luxemburg beim 9:1-Sieg über die Nationalmannschaft Luxemburgs. Obwohl er bis dahin stets Stammspieler gewesen ist, wurde er ausgerechnet kurz vor der Weltmeisterschaft 1934 in Italien vom Augsburger Ernst Lehner verdrängt. Er gehörte zum WM-Aufgebot, wurde jedoch nicht in die Mannschaft eingesetzt, die das Turnier unter Reichstrainer Otto Nerz als Drittplatzierter beendete.

Er nahm ferner an dem vom 27. Mai bis 13. Juni 1928 in Amsterdam ausgetragenen olympischen Fußballturnier teil und kam am 28. Mai beim 4:0-Achtelfinal-Sieg über die Schweizer Nationalmannschaft und am 3. Juni bei der 1:4-Viertelfinal-Niederlage gegen die Nationalmannschaft Uruguays zum Einsatz.

Als Spieler der Gauauswahlmannschaft Niederrhein nahm er am Wettbewerb um den Reichsbundpokal 1936/37 teil. Nachdem das am 7. Februar 1937 in Berlin ausgetragene Halbfinale mit 4:3 gegen die Gauauswahlmannschaft Berlin-Brandenburg gewonnen wurde, gewann er mit seiner Mannschaft – darunter seine Vereinsmitspieler Paul Janes als rechter Verteidiger und Jakob Bender als linker Außenläufer – auch das am 27. Februar 1937 in Berlin gegen die Gauauswahlmannschaft Sachsen ausgetragene Finale mit 2:1 und damit den Pokal.

Erfolge

Weiterer Werdegang

Ab 1952 widmete er sich ausschließlich seiner Lotto-Toto-Annahmestelle in der Düsseldorfer Innenstadt. 1976 verstarb der frühere Nationalspieler im Alter von 68 Jahren.

Literatur

  • Lorenz Knierim, Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890-1963. AGON Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7.
  • Michael Bolten, Langer: „Alles andere ist nur Fußball“. Die Geschichte von Fortuna Düsseldorf. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 978-3-89533-711-6.
  • Stephan Vogel: Fortuna Düsseldorf im Nationalsozialismus. tredition, Hamburg 2017, ISBN 978-3-7439-1935-8.

Einzelnachweise

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