Uruguayische Fußballnationalmannschaft

Repräsentant Uruguays bei Fußballspielen auf internationaler Ebene From Wikipedia, the free encyclopedia

Die uruguayische Fußballnationalmannschaft repräsentiert Uruguay bei Fußballspielen auf internationaler Ebene. Sie war besonders in den frühen Tagen des professionellen Fußballs eine der weltweit stärksten Nationalmannschaften und ist es nach einigen weniger erfolgreichen Jahrzehnten heute wieder. Ebenso ist sie die Fußballnationalmannschaft mit den zweitmeisten internationalen Titeln.

Schnelle Fakten Bilanz, Statistik ...
Republik Östlich des Uruguay
República Oriental del Uruguay
Spitzname(n) La Celeste (Die Himmelblaue)
Verband Asociación Uruguaya de Fútbol
Konföderation CONMEBOL
Technischer Sponsor Nike
Cheftrainer Marcelo Bielsa (seit 2023)
Kapitän Federico Valverde
Rekordspieler Diego Godín (161)
Rekordtorschütze Luis Suárez (68)
Heimstadion Estadio Centenario
FIFA-Code URU
FIFA-Rang 17. (1673,07 Punkte)
(Stand: 1. April 2026)[1]
Heim
Auswärts
Bilanz
989 Spiele
438 Siege
240 Unentschieden
311 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Uruguay Uruguay 0:6 Argentinien Argentinien
(Montevideo, Uruguay; 20. Juli 1902)
Höchster Sieg
Uruguay Uruguay 9:0 Bolivien Bolivien
(Lima, Peru; 9. November 1927)
Höchste Niederlage
Uruguay Uruguay 0:6 Argentinien Argentinien
(Montevideo, Uruguay; 20. Juli 1902)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaften
Endrundenteilnahmen 14 (Erste: 1930)
Beste Ergebnisse Weltmeister: 1930, 1950
Südamerikameisterschaften
Endrundenteilnahmen 45 (Erste: 1916)
Beste Ergebnisse Südamerikameister: 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926, 1935, 1942, 1956, 1959 (II), 1967, 1983, 1987, 1995, 2011
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 1997)
Beste Ergebnisse 4. Platz (1997, 2013)
Olympische Spiele
Gold 1924
Gold 1928
(Stand: 19. November 2025)
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Von 1924 bis 1930 gewann sie fünf große Titel in nur sechs Jahren: die olympischen Fußballturniere in Paris und Amsterdam, 1930 die erste Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte im eigenen Land sowie 1924 und 1926 die Copa América. 1950 gewann sie in Brasilien ein zweites Mal die WM. 1954 und 1970 wurde sie jeweils WM-Vierter, konnte sich dann aber mehrmals nicht für die WM qualifizieren oder kam nicht mehr über das WM-Achtelfinale hinaus. Erst 2010 gelang es wieder, ins WM-Halbfinale einzuziehen und am Ende erneut WM-Vierter zu werden. Jedoch konnte in den zurückliegenden Jahrzehnten mehrfach (1942, 1956, 1959, 1967, 1983, 1987, 1995, 2011) der Gewinn der Copa América durch die uruguayische Fußballnationalmannschaft als Erfolg verbucht werden. Mit insgesamt 15 Titeln war Uruguay bis 2015 Rekordsieger der Copa. Im Juni 2012 kletterte Uruguay auf Rang zwei der FIFA-Weltrangliste. Diese Platzierung war die bislang beste des Landes, musste jedoch schon im Juli 2012 an Deutschland abgegeben werden.

Geschichte

Von den Anfängen bis 1930

Englische Arbeiter brachten das Spiel Ende des 19. Jahrhunderts nach Uruguay und bald entwickelte sich der Fußball zum Nationalsport. Den Uruguayern ist es maßgeblich zu verdanken, dass der englische Kick-and-rush-Stil zu Gunsten eines modernen Kombinations- und Dribbelspiels in den Hintergrund zu treten begann.

Das Team aus dem kleinen Uruguay gewann 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926 und 1935 die Copa América. 1919, 1922, 1927 belegte es den zweiten Platz. Bereits hier zeigte sich die Klasse des Fußballlandes Uruguay.

1924 führte der uruguayische Stil auch auf der Weltbühne zum überwältigenden Erfolg über die kontinentaleuropäischen Nationen: Die aus Metzgern, Schuhputzern und Gemüseverkäufern zusammengestellte Mannschaft reiste in der 3. Klasse zu den Olympischen Spielen nach Frankreich. Die Fahrt wurde durch Hypotheken und spontan angesetzte Freundschaftsspiele finanziert. Im ersten Spiel einer südamerikanischen Mannschaft in Europa vor etwa 3000 Zuschauern bezwangen die „Urus“ Jugoslawien mit 7:0, zum zweiten Spiel gegen die USA (3:0) kamen schon 10.455 Zuschauer und zum Viertelfinalspiel (5:1) gegen Gastgeber Frankreich 30.868 Zuschauer. Den 3:0-Erfolg im Finale gegen die Schweiz sahen schließlich 40.522 Zuschauer.

Wie überlegen der südamerikanische dem europäischen Stil war, zeigte sich wieder vier Jahre später bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam: Das Finale fand zwischen Uruguay und Argentinien statt. Erst im Wiederholungsspiel bezwang Uruguay nach einem Tor von Hector Scarone zum 2:1-Endstand die Nachbarn. Die FIFA erkannte 1950 die beiden Olympiasiege als Weltmeistertitel an.[2]

Die Rivalen vom Río de la Plata trafen auch zwei Jahre später im Finale der ersten Weltmeisterschaft aufeinander. Im Estadio Centenario in Montevideo sahen 93.000 Zuschauer das 4:2 für den Gastgeber. Der Tag des Sieges wurde kurzerhand zum Feiertag erklärt.

Uruguay: Ballesteros; Mascheroni, Nasazzi; J. L. Andrade, Fernandez, Gestido; Dorado, Scarone, Castro, Cea, Iriarte. Argentinien: Botasso; Della Torre, Paternoster; J. Evaristo, Monti, Juarez; Peucelle, Varallo, Stabile, Ferreira, M. Evaristo. SR Langenus (Belgien). – Tore: 12. Dorado 1:0. 20. Peucelle 1:1. 22. Stabile 1:2. 57. Cea 2:2. 68. Iriarte 3:2. 89. Castro 4:2

Überragende Spieler dieser goldenen Periode des uruguayischen Fußballs war der charismatische José Nasazzi. Der Steinmetz war Spielführer und Spielmacher des Teams. Die „schwarze Perle“ José Leandro Andrade, der große Star des Turniers 1924, war sein kongenialer Partner im Mittelfeld. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die Stürmer Hector Scarone und Héctor Castro, der trotz des Verlustes seiner rechten Hand weiterhin Tore für Uruguay erzielte.

Fußball-Weltmeisterschaften

Bilanz

Mit zwei Titeln und dreimal Platz vier rangiert Uruguay unter den zehn besten Nationalmannschaften bei Fußball-Weltmeisterschaften.[3]

1930 in UruguayWeltmeister Artikel
1934 in Italiennicht teilgenommen
1938 in Frankreichnicht teilgenommen
1950 in BrasilienWeltmeister Artikel
1954 in der Schweiz4. Platz Artikel
1958 in Schwedennicht qualifiziert
1962 in ChileVorrunde Artikel
1966 in EnglandViertelfinale Artikel
1970 in Mexiko4. Platz Artikel
1974 in DeutschlandVorrunde Artikel
1978 in Argentiniennicht qualifiziert
1982 in Spaniennicht qualifiziert
1986 in MexikoAchtelfinale Artikel
1990 in ItalienAchtelfinale Artikel
1994 in den USAnicht qualifiziert
1998 in Frankreichnicht qualifiziert
2002 in Südkorea/JapanVorrunde Artikel
2006 in Deutschlandnicht qualifiziert
2010 in Südafrika4. Platz Artikel
2014 in BrasilienAchtelfinale Artikel
2018 in RusslandViertelfinale Artikel
2022 in KatarVorrunde Artikel
2026 in Kanada/Mexiko/USAqualifiziert Artikel

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen

1908 in Londonnicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1912 in Stockholmnicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1920 in Antwerpennicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1924 in ParisOlympiasieger
1928 in AmsterdamOlympiasieger
1936 in Berlinnicht teilgenommen
1948 in Londonnicht teilgenommen
1952 in Helsinkinicht teilgenommen

Die Amateur-, Olympia- bzw. U-20-Mannschaften konnten sich zwischen 1956 und 2008 entweder nicht qualifizieren oder nahmen nicht teil. Erst für die Olympischen Spiele in London konnte sich wieder eine uruguayische Mannschaft qualifizieren, die als U-23 antrat, in der sieben A-Nationalspieler standen, u. a. der derzeitige Rekordtorschütze Luis Suárez als Mannschaftskapitän und Edinson Cavani. Die Mannschaft schied aber in der Vorrunde aus, wobei Uruguay am 29. Juli 2012 gegen den Senegal erstmals ein Spiel bei einem olympischen Fußballturnier verlor.

1924 und 1928 trat Uruguay in den drei Finalspielen mit folgenden Spielern an:

  • Tor: Mazzali
  • Verteidiger: Arispe, Nasazzi
  • Läufer: Andrade, Fernández (nur 1928 im 1. Finale), Gestido (nur 1928), Ghierra (nur 1924), Plirz (nur 1928 im 2. Finale), Vidal (nur 1924)
  • Sturm: Arremún (nur 1928 im 2. Finale), Borjas (nur 1928 im 2. Finale), Campolo (nur 1928 im 1. Finale), Castro (nur 1928 im 1. Finale), Cea, Figueroa (nur 1928 im 2. Finale), Petrone (1928 nur im 1. Finale), Romano (nur 1924), Scarone (1928 nur im 2. Finale), Urdinarán (1928 nur im 1. Finale)
(Fett gedruckte Spieler standen 1930 auch im WM-Finale)

Bilanz bei der Copa América

Teilnahme am Konföderationen-Pokal

Weitere Informationen Jahr, Gastgeberland ...
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis[K 1] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1992Saudi-Arabiennicht qualifiziert
1995Saudi-Arabiennicht qualifiziert
1997Saudi-ArabienSpiel um Platz 3TschechienVierterVíctor PúaHalbfinalniederlage gegen Australien durch Golden Goal
1999Mexikonicht qualifiziert
2001Südkorea/Japannicht qualifiziert
2003Frankreichnicht qualifiziert
2005Deutschlandnicht qualifiziert
2009Südafrikanicht qualifiziert
2013BrasilienSpiel um Platz 3ItalienVierterÓscar TabárezBeim 8:0 im letzten Gruppenspiel gegen Tahiti steigerte Uruguay die eigene Bestmarke für südamerikanische Mannschaften gegen ozeanische Mannschaft um ein Tor
Niederlage im Spiel um Platz 3 im Elfmeterschießen
2017Russlandnicht qualifiziert
  1. Laut All-time Ranking 1992–2009 Archivierte Kopie (Memento vom 5. Mai 2014 im Internet Archive) (PDF; 1,8 MB)
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Weitere Erfolge

Junioren

U-20

U-17

U-15

Rekordspieler

Rekordinternationale

Noch in der Nationalmannschaft aktive Spieler sind fett gedruckt.

Stand: 31. März 2026
Weitere Informationen #, Name ...
# Name Zeitraum Spiele Tore
1 Diego Godín 2005–2022 161 m08
2 Luis Suárez 2007–2024 143 69
3 Edinson Cavani 2008–2022 136 58
4 Fernando Muslera 2009–2022, 2026 134 00
5 Maxi Pereira 2005–2018 125 03
6 Martín Cáceres 2007–aktiv 116 04
7 Diego Forlán 2002–2014 112 36
8 Cristian Rodríguez 2003–2018 110 11
9 José María Giménez 2013–aktiv 99 08
10 Diego Lugano 2003–2014 95 09
11 Egidio Arévalo Ríos 2006–2017 90 00
12 Diego Pérez 2001–2014 89 02
13 Alvaro Pereira 2008–2016 83 07
14 Rodolfo Rodríguez 1976–1986 78 00
15 Fabián Carini 1999–2009 74 00
16 Rodrigo Bentancur 2017–aktiv 73 03
Federico Valverde 2017–aktiv 73 09
Enzo Francescoli 1982–1997 73 17
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Rekordtorschützen

Weitere Informationen #, Spieler ...
# Spieler Zeitraum Tore Spiele Schnitt
1 Luis Suárez 2007–2024 69 143 0,48
2 Edinson Cavani 2008–2022 58 136 0,43
3 Diego Forlán 2002–2014 36 112 0,32
4 Héctor Scarone 1917–1930 31 52 0,60
5 Ángel Romano 1911–1927 28 69 0,41
6 Omar Oscar Míguez 1950–1958 27 39 0,69
7 Sebastián Abreu 1996–2012 26 70 0,37
8 Pedro Petrone 1923–1930 24 29 0,83
9 Carlos Aguilera 1982–1997 22 64 0,34
Fernando Morena 1971–1983 22 53 0,42
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(Stand: 31. März 2026)

Aktueller Kader

Die Tabelle nennt die Spieler, die im Kader für die WM-Qualifikationsspiele im Oktober 2024 berufen wurden.[6]

Weitere Informationen Nr., Position ...
Nr.[7] Position Name Verein Geburtsdatum Spiele[8] Tore[8] Letzter Einsatz
01TorwartSergio RochetBrasilien SC Internacional23. März 199327010.09.2024
12TorwartFranco IsraelPortugal Sporting Lissabon22. Apr. 20002023.03.2024
23TorwartSantiago MeleKolumbien Atlético Junior6. Sep. 19974026.03.2024
0AbwehrJosé María GiménezSpanien Atlético Madrid20. Jan. 199589813.07.2024
02AbwehrSantiago BuenoEngland Wolverhampton Wanderers9. Nov. 19984010.09.2024
0AbwehrSantiago MouriñoSpanien Deportivo Alavés13. Feb. 200200
AbwehrMathías OliveraItalien SSC Neapel31. Okt. 199723210.07.2024
13AbwehrGuillermo VarelaBrasilien CR Flamengo24. März 199318010.09.2024
15AbwehrJosé Luis RodríguezBrasilien CR Vasco da Gama14. März 19972020.06.2023
16AbwehrMarcelo SaracchiArgentinien Boca Juniors23. Apr. 19986010.09.2024
MittelfeldFederico ValverdeSpanien Real Madrid22. Juli 199863706.09.2024
05MittelfeldManuel UgarteFrankreich Paris Saint-Germain11. Apr. 200124010.09.2024
0MittelfeldNahitan NándezSaudi-Arabien al-Qadisiyah28. Dez. 199562006.09.2024
0MittelfeldMarco OroñáChile CF Universidad de Chile6. Aug. 200500
0MittelfeldFacundo BernalBrasilien Fluminense Rio de Janeiro21. Aug. 200300
07MittelfeldEmiliano MartínezDanemark FC Midtjylland17. Aug. 19994010.09.2024
0MittelfeldLucas SanabriaUruguay Nacional Montevideo21. Aug. 200300
04MittelfeldNicolás FonsecaArgentinien River Plate19. Okt. 19982010.09.2024
0MittelfeldNicolás De La CruzBrasilien CR Flamengo1. Juni 199731510.07.2024
MittelfeldGiorgian De ArrascaetaBrasilien CR Flamengo1. Juni 1994501013.07.2024
SturmMatías AbaldoArgentinien Gimnasia y Esgrima La Plata2. Apr. 200400
20SturmMaximiliano AraújoPortugal Sporting Lissabon15. Feb. 200016310.09.2024
SturmJoaquín LavegaUruguay Montevideo Wanderers2. Apr. 200400
SturmDarwin NúñezEngland FC Liverpool24. Juni 1999291313.07.2024
17SturmCristian OliveraVereinigte Staaten Los Angeles FC17. Apr. 20029010.09.2024
11SturmFacundo PellistriGriechenland Panathinaikos Athen20. Dez. 200128210.09.2024
18SturmLuciano RodríguezBrasilien EC Bahia16. Juli 20033015.06.2024
SturmPablo SuárezUruguay River Plate Montevideo14. Nov. 200500
21SturmFacundo TorresVereinigte Staaten Orlando City13. Apr. 200019110.09.2024
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Weitere bekannte Spieler

Trainergeschichte

(Quelle: [9])

Länderspiele gegen deutschsprachige Fußballnationalmannschaften

Weitere Informationen Datum, Ort ...
DatumOrtHeimmannschaftResultatGastmannschaftAnlass
1.9. Juni 1924Paris (FrankreichFrankreich)Uruguay Uruguay3:0Schweiz SchweizOlympia Finale
2.3. Juni 1928Amsterdam (NiederlandeNiederlande)Uruguay Uruguay4:1Deutsches Reich Deutsches ReichOlympia Viertelfinale
3.23. Mai 1954LausanneSchweiz Schweiz3:3Uruguay Uruguay
4.5. Juni 1954SaarbrückenSaarland 1947 Saarland1:7Uruguay Uruguay
5.3. Juli 1954Zürich (Schweiz)Osterreich Österreich3:1Uruguay UruguayWM-Spiel um Platz 3
6.11. April 1962HamburgDeutschland Bundesrepublik BRD3:0Uruguay Uruguay
7.14. Mai 1964WienOsterreich Österreich0:2Uruguay Uruguay
8.2. Januar 1965MontevideoUruguay Uruguay0:2Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
9.23. Juli 1966Sheffield (EnglandEngland)Uruguay Uruguay0:4Deutschland Bundesrepublik BRDWM-Viertelfinale
10.20. Juni 1970Mexiko-Stadt (Mexiko)Deutschland Bundesrepublik BRD1:0Uruguay UruguayWM-Spiel um Platz 3
11.10. Februar 1971MontevideoUruguay Uruguay0:3Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
12.15. Februar 1971MontevideoUruguay Uruguay1:1Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
13.27. Mai 1972LeipzigDeutschland Demokratische Republik 1949 DDR1:0Uruguay Uruguay
14.31. Mai 1972RostockDeutschland Demokratische Republik 1949 DDR0:0Uruguay Uruguay
15.8. Juni 1977MontevideoUruguay Uruguay0:2Deutschland Bundesrepublik BRD
16.18. Dezember 1980MontevideoUruguay Uruguay4:0Schweiz Schweiz
17.29. Januar 1985MontevideoUruguay Uruguay3:0Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
18.4. Juni 1986Santiago de Querétaro (Mexiko)Uruguay Uruguay1:1Deutschland Bundesrepublik BRDWM-Gruppenspiel
19.25. April 1990StuttgartDeutschland Bundesrepublik BRD3:3Uruguay Uruguay
20.20. Dezember 1992MontevideoUruguay Uruguay1:4Deutschland Deutschland
21.13. Oktober 1993KarlsruheDeutschland Deutschland5:0Uruguay Uruguay
22.3. März 2010St. GallenSchweiz Schweiz1:3Uruguay Uruguay
23.10. Juli 2010Port Elizabeth (Sudafrika)Uruguay Uruguay2:3Deutschland DeutschlandWM-Spiel um Platz 3
24.29. Mai 2011SinsheimDeutschland Deutschland2:1Uruguay Uruguay
25.5. März 2014KlagenfurtOsterreich Österreich1:1Uruguay Uruguay
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Spiele gegen Deutschland

Deutschland und Uruguay trafen bisher elfmal aufeinander. Den einzigen Sieg Uruguays gab es beim ersten Aufeinandertreffen bei den Olympischen Spielen 1928. Für Deutschland war es das erste Spiel gegen eine außereuropäische Mannschaft. Mit 4:1 gewann der spätere Olympiasieger im Viertelfinale. Deutschland verlor Richard Hofmann und Hans Kalb durch Platzverweise, wobei Kalb der erste Deutsche war, der in einem Länderspiel vom Platz gestellt wurde. Da auch der Uruguayer José Nasazzi das Spielende nicht auf dem Platz erlebte, ist es das Länderspiel mit den meisten Platzverweisen in der deutschen Fußballgeschichte. Auch das WM-Viertelfinale 1966 ging nicht ohne Platzverweise über die Bühne. Dort traf es die beiden Uruguayer Héctor Silva und Horacio Troche, den es danach für einige Jahre in deutsche Ligen verschlug. Beim Spiel am 13. Oktober 1993 stellte Lothar Matthäus den Rekord von Franz Beckenbauer mit 103 Länderspielen ein.[20] Beide Mannschaften trafen zweimal im Spiel um den dritten Platz bei einer WM aufeinander. Damit ist dies die häufigste Paarung im Spiel um den dritten Platz.

Nationaltrikot

Seit dem ersten Länderspiel im Jahre 1901 besaß Uruguay bis 1910 kein offizielles Nationaltrikot. So spielte man in der ersten Partie im Trikot des montevideanischen Clubs Albion Football Club. In der Folgezeit wurde dann mit einer großen Anzahl an verschiedenen Trikots experimentiert, bis man sich 1910 offiziell zu Ehren des River Plate Football Club, der zwischen 1897 und 1929 existierte, für dessen Alternativ-Trikot und somit die himmelblauen Hemden entschied. Der Verein hatte zuvor im April des Jahres den damaligen argentinischen Rekordmeister und Erzrivalen aus Buenos Aires, Alumni Athletic Club, besiegt.[21]

Weitere Informationen Zeitraum, Ausrüster ...
Trikots
Zeitraum Ausrüster
1978–1984Adidas
1984–1987Le Coq Sportif
1987–1991Puma
1992–1998NR
1998–2004FUF
2004–2006Uhlsport
2007–2024Puma
seit 2025Nike
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Zur Gestalt des Logos

Die Fußballnationalmannschaft trägt vier Sterne auf dem Trikot: Zwei für die WM-Titel von 1930 und 1950 sowie zwei für die Siege bei den Olympischen Sommerspielen in Paris 1924 und Amsterdam 1928. Die Sterne für die beiden Siege in den olympischen Fußballturnieren wurden hinzugefügt, da in den Jahren 1924 und 1928 keine Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde und die beiden Olympiasiege nach Meinung des uruguayischen Fußballverbandes denselben Stellenwert wie ein WM-Titel haben.[22]

Siehe auch

Literatur

  • Stefan Thimmel: Uruguay. Nostalgie und Krise im Land des zweimaligen Weltmeisters· »Ich bin in den Fußball vernarrt«. Ein Gespräch mit Eduardo Galeano. In: Dario Azzellini, Stefan Thimmel Futbolistas. Fußball und Lateinamerika: Hoffnungen, Helden, Politik und Kommerz. Assoziation A, Berlin 2006, ISBN 3-935936-46-X.

Einzelnachweise

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