Ernst Leberecht Troschel

preußischer Justizrat und Malerdilettant From Wikipedia, the free encyclopedia

Ernst Leberecht Freymuth Troschel (* 9. April 1776 in Berlin; † 19. Oktober 1854 ebenda)[1] war ein preußischer Justizrat und Malerdilettant.

Porträt Ernst Leberecht Troschel, Zeichnung von Karl Blechen, 1832

Leben

Troschel war das siebente Kind und ältester Sohn des Predigers an der Petrikirche, Jakob Elias Troschel (1735–1807). Schon früh zeigte sich seine zeichnerische Begabung ab und er erhielt schon im Alter von acht Jahren Zeichenunterricht an einer Privatschule. Am Köllnischen Gymnasium hatte er dann Unterricht bei Otto Christian Sahler. 1796 ging er zum Jurastudium nach Halle. Dort lernte er den Professor Christian Friedrich Prange kennen, der ihn bestärkte, sich weiter mit der Malerei zu beschäftigen. Er malte in der Folge zahlreiche Miniaturen, hätte sich gern ganz der Kunst gewidmet, entschied sich aber für die weitere juristische Laufbahn. Nach Berlin zurückgekehrt, wo er 1802 Justizkommissar und Notar am Kammergericht wurde, widmete er sich nebenbei der Pastellmalerei und beteiligte sich 1806 mit einem Pastellporträt an der Berliner Akademieausstellung. 1803 heiratete er die Tochter des Königlichen Hofpredigers Ferdinand Stosch (1750–1821), mit der er 12 Kinder hatte, von denen ihn 7 überlebten, darunter der Sohn Julius Troschel, der Bildhauer wurde. 1816 wurde Troschel Mitglied des Berlinischen Künstler-Vereins und avancierte 1819 zum Vorstandsmitglied, das er bis 1839 blieb. 1818 wurde er Justiz-Kommissionsrat. Troschel war auch von 1796 bis 1804 Mitglied der Singakademie, war Mitglied der Freimaurerloge „Zur Beständigkeit“, Mitglied Nr. 117 in Schadows Schachclub und ab 1821 Mitglied der „Philomantischen Gesellschaft“.[2]

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI