Ernst Ludwig (Schauspieler)

österreichischer Schauspieler und Regisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Ernst Ludwig (eigentlich Lukas Neumann; * 4. März 1873 in Wien; † 12. Mai 1932 ebenda) war ein österreichischer Schauspieler und Regisseur beim deutschen Stummfilm.

Ernst Ludwig auf der Porträt-Postkarte K. 2738 des Verlags Photochemie, fotografiert von Mac Walten, Berlin

Leben und Wirken

Der Sohn des Börsenmaklers Ignaz Neumann und dessen Frau Netti, geb. Neumann,[1] begann seine Schauspielkarriere Anfang der 1890er-Jahre an diversen Provinztheatern, ehe er am Vorabend des Ersten Weltkriegs nach Berlin gelangte. Hier trat er 1914 für Richard Oswalds Regiedebüt Ivan Koschula erstmals vor Stummfilmkameras und wurde bald eine feste Größe im aufstrebenden deutschen Filmbetrieb. Oft verkörperte er zwielichtige, mysteriöse oder tragische Gestalten in Science-Fiction-, Fantasy-, Kriminal- und Gruselgeschichten. Auch in filmhistorisch bedeutenden Produktionen wie Otto Ripperts monumentalem Sechsteiler Homunculus und Richard Oswalds Aufklärungszyklus Es werde Licht! wurde Ludwig mit kleinen bis mittelgroßen Rollen betraut. In der ersten Hälfte der 1920er-Jahre kehrte er in seine Geburtsstadt Wien zurück.

Ernst Ludwigs Versuchen, auch als Regisseur Fuß zu fassen, war wenig Erfolg beschieden. Sein letztlich abgebrochenes Projekt einer Verfilmung des „Salome“-Stoffs wurde 1924 von der Filmwelt einer vernichtenden Kritik unterzogen.[2] In seinen letzten Lebensjahren verarmte Ludwig zusehends. Er starb 1932 an einer plötzlichen Herzlähmung[3][4][5] und wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof im Grab seiner Eltern beigesetzt.[6][7]

Von 1903 bis zur Scheidung 1909 war Ernst Ludwig mit der Sängerin Josefine Färber verheiratet.[8] In zweiter Ehe heiratete er im November 1909 in Neuenahr Elisabeth Teschemacher, eine Tochter des Sanitätsrats Adolf Teschemacher.[9]

Filmografie

Literatur

Einzelnachweise

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