Ernst Ludwig Victor von Korff
preußischer Kriegs- und Landrat
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Ernst Ludwig Victor von Korff (* 20. Mai 1741 in Obernfelde; † 8. Mai 1807 ebenda) war ein preußischer Kriegs- und Landrat.
Herkunft
Ernst Ludwig Victor von Korff war Angehöriger des westfälischen Adelsgeschlechts Korff. Er war ein Sohn von Jobst Heinrich Friedrich von Korff (1710–1775), Erbherr auf Obernfelde, Regierungsrat in Minden, Oberforstmeister und von 1740 bis 1769 Landrat im Fürstentum Minden für die Ämter Hausberge, Petershagen und Schlüsselburg. Seine Mutter Catharina Elisabeth (1703–1767), geb. von Korff, war das siebte Kind von Johann Heinrich von Korff (1659–1723), Erbherr auf Waghorst und Drost zu Reinenberg, und dessen Ehefrau (⚭ 1693) Margareta Anna Elisabeth (1670–1723), geb. von Voß.[1]
Leben
Ernst Ludwig Victor von Korff studierte zunächst von 1761 bis 1762 in Rinteln, bevor er 1763 an die Universität Frankfurt (Oder) wechselte, um sich dort der juristischen Bildung zu widmen. Am 8. Oktober 1764 nahm er seine erste Tätigkeit als Referendar bei der Regierung in Minden an. Später war er auch als Referendar bei der Kriegs- und Domänenkammer Minden tätig. Seit 1768 als Kriegsrat in Kleve wirkend, wurde er im Jahr 1770 zum Landrat für die Ämter Rahden und Reineberg im Fürstentum Minden ernannt. Dieses Amt übte er bis zum Jahr 1805 aus, Amtsnachfolger wurde Karl von der Horst (1780–1861).
Persönliches
Ernst Ludwig Victor von Korff war Erbherr auf Obernfelde und seit 1773 mit Dorothea Sophie Philippine (1756–1796), geb. von Alten aus dem Hause Ullenhausen, verheiratet.[2] Die Ehe brachte zwölf Kinder hervor, darunter Sofie Judith (1783–1846) und Karl August Eberhard von Korff (1787–1860).[3]
Literatur
- Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 519 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, von Albert Ludorff, Münster, 1907, Ferdinand Schöningh, Verlagsbuchhandlung in der Google-Buchsuche S. 4 f.