Ernst Maria Fischer
deutscher Maler
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Leben

Ernst Maria Fischer war der Sohn von Aloys Fischer, dem Ordinarius für Pädagogik und Psychologie an der Universität München und dessen Ehefrau Paula Fischer-Thalmann. Nach dem Abitur 1927 am Wilhelmsgymnasium München[1] studierte er ab dem Wintersemester 1928 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.[2] Die Eltern erwarben für ihn 1929 in Brannenburg ein Landhaus (Dientzenhoferstraße 18), in dem er sich ein Atelier einrichtete.
Mit der Machtübernahme war er als sogenannter „Halbjude“ vom Berufsverbot betroffen. Ihm wurde von der Reichskulturkammer als „entartetem Künstler“ jede künstlerische Tätigkeit untersagt. 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Nach Kriegsbeginn an der Westfront schwer verwundet, starb er am 27. November 1939 in einem Feldlazarett in Landstuhl/Pfalz. In Brannenburg wurde der Ernst-Maria-Fischer-Weg nach dem Künstler benannt.
Ausstellungen
- 1960: Ernst Maria Fischer: Zeichnungen und Aquarelle. Ausstellung im Atelierflügel, Städtische Galerie und Lenbachgalerie München[3]
Literatur
- Fischer, Ernst Maria. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 2: E–J. E. A. Seemann, Leipzig 1955, S. 112 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Karl Kreitmair: Ernst Maria Fischer, Leben und Werk eines Frühvollendeten, München 1964
Weblinks
- Neue Künstlerkolonie Brannenburg, Profil
- Hans Weigert: Aloys Fischer – ein Wegbereiter der modernen Pädagogik. beim Oberpfaelzer Kulturbund (PDF)
- Gouache, „Das Leiden“, 1930er Jahre