Ernst Szebedits

deutscher Filmproduzent und Pädagoge From Wikipedia, the free encyclopedia

Ernst Szebedits (* 12. Juli 1951) ist ein deutscher Filmverleiher und Filmproduzent.

Leben

Ernst Szebedits kam über eine kaufmännische Ausbildung und dem Studium der Erziehungswissenschaften und Germanistik zum Film. Nach medienpädagogischen Tätigkeiten und der Arbeit als Film- und Medienreferent übernahm er die Geschäftsführung des Filmhauses Frankfurt. Gemeinsam mit Karl Baumgartner und Jürgen Franke gründete er 1996 die Pegasos Filmverleih- und Produktion GmbH, die später an die Kinowelt-Gruppe verkauft wurde.

Mit Elena Trifonova als Partnerin betrieb er seit 2006 die „neue pegasos filmproduktion“ (Frankfurt), deren Fokus sich auf die Produktion bzw. Co-Produktion internationaler Spiel- und Dokumentarfilme für Kino und TV im Arthouse-Bereich richtet. Als Vorsitzender führte er die Vereinigung der Hessischen Filmwirtschaft.

Von Juli 2011 bis Dezember 2019 leitete er als Vorstand die in Wiesbaden ansässige Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.[1] In seiner Funktion setzte sich Szebedits für die Digitalisierung des deutschen Filmerbes ein, von dem die Murnau-Stiftung einen bedeutenden Teil pflegt. Zu dem Bestand gehören 6000 Titel vom Kaiserreich bis in die bundesrepublikanische Nachkriegszeit. Unter seiner Ägide übernahm die Murnau-Stiftung den Verleih und Vertrieb ihrer Filme von Transit Film. Auch mit der Zukunftsaufgabe, der systematischen Digitalisierung[2] des analogen Filmbestandes, konnte ab 2018 begonnen werden. Digital restaurierte Klassiker wie Das Cabinet des Dr. Caligari, Varieté, Der müde Tod oder Münchhausen erzielten starkes öffentliches Interesse. Premiere feierten die Restaurierungen unter anderem bei der Berlinale, dem Filmfest München und den UFA Filmnächten.

Im Sommer 2019 kündigte er seinen Abschied[3] an, um ab 2020 in den Ruhestand zu gehen.

Von 2018 bis 2024 war er Vorsitzender des Kulturbeirates der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Seit 2020 beschäftigt er sich wieder intensiv mit der Fotografie und wechselte von Canon zu Fuji und seit 2021 fotografiert er mit Leica Q und M - Kameras.

Nach ersten geringfügigen Beteiligungen an zwei Fotoausstellungen findet vom 10.10. bis 26.10.2025 eine erste Einzelausstellung mit 30 Fotografien - HOW I SEE CHANIA - im Rahmen des Chania Film Festivals statt.

In diesem Rahmen wird auch das von ihm und seinem Ko-Autoren Spiros Ntaountakis erarbeitete Foto- und Interviewbuch PEOPLE OF CHANIA: Stories from inside - dreisprachig (en, dt, gr) erscheinen.

In den Jahren 2023/24 hat er zusammen mit seinem Kollegen Michael Köhler als von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft geförderter Stadtteil-Historiker der Entstehungsgeschichte von 15 großformatigen Aufnahmen der Fotografin Barbara Klemm, seit 1986 in der Frankfurter U-Bahnstation Bockenheimer Warte ausgestellt, nachgeforscht.

Einzelnachweise

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