Ernst Ulrich Köpf

Forstwirt und Professor From Wikipedia, the free encyclopedia

Ernst Ulrich Köpf (* 29. Juni 1937 in Stuttgart) ist ein deutscher Forst- und Wirtschaftswissenschaftler. Von 1981 bis 1989 war er Bürgermeister von Baiersbronn.[1]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1956 studierte Köpf Forstwissenschaft an der Universität Freiburg/Br. und der Universität München. 1961 legte er die Prüfung zum Diplom-Forstwirt ab. Anschließend setzte er sein Studium auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaft an der Universität München und der Syracuse University fort. 1963 begann er als Referendar seine Tätigkeit in der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg. Seine Promotion erfolgte 1964 an der Universität München. Von 1966 bis 1970 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg/Br. im Bereich der Forstwissenschaft tätig. Von 1970 bis 1972 arbeitete er an einem DFG-Projekt an der Universität Göttingen, von 1972 bis 1975 bei der Welternährungsorganisation FAO in Rom. Bis 1981 folgte eine Tätigkeit beim Regionalverband Franken in Heilbronn. Zwischen 1975 und 1982 versah er Lehraufträge an der Fachhochschule Heilbronn. Im Jahre 1981 wurde er zum Bürgermeister der Gemeinde Baiersbronn/Schwarzwald gewählt. Dieses kommunale Amt hatte er bis 1989 inne. Bis 1992 arbeitete er dann an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg/Br. Nachdem Köpf bereits ab 1990 als Gastdozent an der Technischen Universität Dresden (Abt. Forstwirtschaft in Tharandt) gelehrt hatte, habilitierte er sich 1992 an dieser Universität. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 hatte er eine Professur für Forstpolitik, Forstökonomie und Forstgeschichte inne.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Grundlagen rationaler Investitionspolitik in der Forstwirtschaft (= Forstwirtschaftliche Forschungen, Bd. 18). Parey, Hamburg 1964 (= Dissertation Universität München).
  • Rationalisierungsmöglichkeiten bei der Holzernte. In: Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen, Bd. 121 (1970), S. 757–775.
  • (mit Fred Scholz): Land um Alb, Enz und Nagold (= Wanderbücher des Schwarzwaldvereins, Bd. 7). Rombach, Freiburg/Br. 1973, ISBN 3-7930-0240-3.
  • Der Wald in unseren Händen. In: Scheidewege, Bd. 21 (1991/92), S. 286–297.
  • Nachhaltigkeit: Prinzip der Waldwirtschaft. Hoffnung der Menschheit? In: Scheidewege, Bd. 25 (1995/97), S. 307–317.
  • Nachhaltigkeit und Kleinflächenforstwirtschaft in den ostdeutschen Ländern. In: Forstwissenschaftliches Centralblatt, Bd. 117 (1998), S. 216–223.
  • Forstpolitik. Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3900-6.
  • Nachhaltigkeit und globales Finanzwesen. In: Scheidewege, Bd. 42 (2012/13), S. 42–58.
  • (Red.): Dokumentation zu Wald und Forstwirtschaft im Freistaat Sachsen vor und nach der gesellschaftlichen Wende aus der Sicht von Zeitzeugen. Kessel, Remagen-Oberwinter 2015.
  • Der lange Weg zu einer geregelten Forstwirtschaft in Sachsen. In: Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis, Bd. 2011/2015 (2018), S. 165–190.
  • Wie mir Tharandt zur Heimat wurde. Problembewusst in Gottes schöner Welt (= Tharandter historische Hefte, Bd. 5). Schütze-Engler-Weber Verlags GB, Dresden 2019, ISBN 978-3-936203-39-4.

Festschriften

  • Norbert Weber (Hrsg.): Facetten der Forstpolitikwissenschaft. Eine Aufsatzsammlung mit Beiträgen zum Ehrenkolloquium für Prof. Dr. habil. Ernst Ulrich Köpf am 19. Juni 2002 in Tharandt. Kessel, Remagen-Oberwinter 2003, ISBN 3-935638-32-9.
  • Erhard Schuster (Hrsg.): Die Schule der Nachhaltigkeit. Mit Beiträgen zum Forstgeschichtlichen Kolloquium am 18. Juli 2002 in Tharandt aus Anlass des Ausscheidens von Universitätsprofessor Dr. oec. publ. Dr. rer. silv. habil. Ernst Ulrich Köpf aus dem Aktiven Hochschuldienst sowie einer Übersicht über in Tharandt erstellte forstgeschichtliche Arbeiten der letzten Jahre. Kessel, Remagen-Oberwinter 2004, ISBN 3-935638-50-7.

Einzelnachweise

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