Erwin Riedel

deutscher anorganischer Chemiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Erwin Riedel (* 14. Oktober 1930 in Bullendorf; † 27. Oktober 2025[1]) war ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer. Er war Autor und Herausgeber mehrerer verbreiteter Lehrbücher, die in zahlreichen Auflagen erschienen sind.

Leben

Riedel absolvierte 1949 das Abitur an der Oberschule Finsterwalde,[2] studierte Chemie in Berlin und erlangte im Jahr 1959 sein Diplom an der TU Berlin,[3] seine Dissertation aus dem Jahr 1965, mit der er zum Dr.-Ing. promovierte, handelte von kristallchemischen und elektronischen Eigenschaften bestimmter magnesium-, mangan- und eisenhaltiger Mischkristallsysteme.[4]

Im Jahr 1970[5] habilitierte er sich mit einer Arbeit über die Kristallchemie von Übergangsmetallchalkogeniden.

Danach wurde er zum Professor am damaligen „Institut für Anorganische und Analytische Chemie“ der TU Berlin berufen. Er ist Autor mehrerer verbreiteter Lehrbücher: die „Allgemeine und Anorganische Chemie“ ist ein Lehrbuch für Studenten mit Nebenfach Chemie, die „Anorganische Chemie“ ein Lehrbuch für Hauptfachstudenten. Darüber hinaus erscheint seit 1999 ein Band „Moderne Anorganische Chemie“ mit wechselnden Autoren, bei dem Riedel als Begründer und Herausgeber fungierte. Der Band erschien 2012 in der vierten Auflage, jetzt herausgegeben von Hans-Jürgen Meyer.

Ende März 1996 ging er in den Ruhestand.[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • (mit Willm Grimmich): Atombau, chemische Bindung, chemische Reaktion. Grundlagen in Aufgaben und Lösungen. De Gruyter, Berlin/New York 1977.
  • Allgemeine und anorganische Chemie: ein Lehrbuch für Studenten mit Nebenfach Chemie. De Gruyter, Berlin/New York 1979, ISBN 3-11-003822-6; 11. Auflage: De Gruyter, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-026919-2.
  • (mit Christoph Janiak) Anorganische Chemie. De Gruyter, Berlin/New York 1988, ISBN 3-11-010162-9; 8. Auflage: De Gruyter, Berlin/New York 2011, ISBN 978-3-11-022566-2.
  • Christoph Janiak, Dietrich Gudat, Ralf Alsfasser: Moderne Anorganische Chemie: Riedel. Herausgegeben von Hans-Jürgen Meyer, begründet von Erwin Riedel. 4. Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-024900-2.

Einzelnachweise

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