Essay (Philatelie)
nicht angenommene Entwürfe für Briefmarken
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Ein Essay bezeichnet in der Philatelie einen Entwurf oder eine Probe für eine geplante Briefmarkenausgabe, die der Auswahl der geeigneten Gestaltung dient, in der vorliegenden Form aber nicht zur Ausgabe gelangte. Nach der Begriffsbestimmung des Michel-Katalogs werden solche Vorlagen von der Post angefordert, um für eine Markenausgabe die geeignetste Gestaltung hinsichtlich Entwurf, Druck, Farbe und ähnlicher Merkmale zu finden; nicht angenommene Proben werden als Essays bezeichnet.[1]

Essays können auch in den philatelistischen Handel gelangen.[1] Im englischsprachigen philatelistischen Sprachgebrauch wird ebenfalls zwischen essay und proof unterschieden: Auch ein Entwurf, der später nur mit geringfügigen Änderungen übernommen wird, gilt demnach weiterhin als Essay; den Status eines proof erreicht ein Entwurf erst, wenn er dem später ausgegebenen Markenbild genau entspricht.[2]
Von einem Probedruck unterscheidet sich ein Essay vor allem durch seine Stellung im Herstellungsprozess. Während Essays zur Entwurfs- und Auswahlphase gehören, ist der Probedruck nach MICHEL der letzte Versuchsdruck vor Annahme der Zeichnung und Ausführung und dient der Überprüfung von Druckform, Druckfarbe und Druckverfahren.[3] Ebenfalls abzugrenzen ist die Druckprobe, die während der Herstellung zur Überprüfung der Druckmaschine vorgenommen wird.[4]