Wikiwand AI

Ethoprophos

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ethoprophos ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiophosphorsäureester. Das Insektizid wurde 1966 entdeckt und danach von der Mobil Chemical eingeführt. Später wurde der Wirkstoff von der Rhône-Poulenc (heute Bayer AG) übernommen.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Ethoprophos
Allgemeines
Name Ethoprophos
Andere Namen
  • O-Ethyl-S,S-dipropyldithiophosphat
  • Ethoprop
  • Mocap
Summenformel C8H19O2PS2
Kurzbeschreibung

gelbliche Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 13194-48-4
EG-Nummer 236-152-1
ECHA-InfoCard 100.032.851
PubChem 3289
Wikidata Q411754
Eigenschaften
Molare Masse 242,34 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,094 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−13 °C[3]

Siedepunkt

86–91 °C (27 Pa)[2]

Dampfdruck
Löslichkeit

wenig in Wasser (0,75 g·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[5] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300+310+330​‐​317​‐​410
P: 262​‐​273​‐​280​‐​264​‐​302+352+310​‐​304+340+310[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
Schließen

Gewinnung und Darstellung

Ethoprophos kann durch Reaktion von Phosphoroxychlorid mit 1-Propanthiol (Propylmercaptan) und anschließende Reaktion des Zwischenproduktes mit Natriumethanolat gewonnen werden. Alternativ ist auch die Reaktion von Phosphoroxychlorid mit Ethanol und anschließende Reaktion des Zwischenproduktes mit 1-Propanthiol möglich.[6]

Eigenschaften

Ethoprophos ist eine gelbliche Flüssigkeit, die wenig löslich in Wasser ist.[2] Es ist stabil unter neutralen und leicht sauren, aber hydrolysiert rasch unter basischen Bedingungen.[7]

Verwendung

Ethoprophos wird gegen Nematoden und bodenbewohnende Insekten verwendet. Dazu gehören alle Rüsselkäfer, Flohkäfer, Erdraupen (cutworms) wie z. B. Eulenfalterraupen, Schnellkäfer (wireworms) und Weitere.[8] Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Acetylcholinesterase.[7]

Zulassung

In einigen Staaten der EU besteht für Ethoprophos eine Zulassung als Pflanzenschutzmittel, nicht jedoch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.[9]

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks