Eugen Schaub

deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Theaterregisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Eugen Schaub (* 25. November 1911 in Elberfeld; † 10. März 1980 in Berlin[1]) war ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Theaterregisseur.

Leben

Der gelernte Schauspieler Schaub verlagerte früh seinen künstlerischen Schwerpunkt auf die Regiearbeit. Von Beginn der 1950er Jahre an war er als Oberspielleiter der Schauspiels am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz engagiert, wo er unter anderem Inszenierungen von Gerhart Hauptmanns Der weiße Heiland, Friedrich Schillers Wallenstein, Calderóns Der Richter von Zalamea und Marcel Pagnols Zum goldenen Anker vornahm.[2] Im Herbst 1955 wechselte er als Schauspieldirektor an die Städtischen Bühnen Erfurt. Dort inszenierte Schaub 1956 Bertolt Brechts Der kaukasische Kreidekreis in enger Absprache mit dem Autor, der unter anderem eine von Schaub vorgesehene Streichung der Ludowika-Szene ablehnte.[3] Schaub führte Der kaukasischen Kreidekreis wiederholt auf, so etwa als Gast 1971 am Elbe-Elster-Theater in Wittenberg.[4] 1958 inszenierte er abermals Brecht in Erfurt: die DDR-Erstaufführung von Schweyk im Zweiten Weltkrieg.[5] Die Hauptrolle spielte hierbei Erhard Köster.[6]

Als Schauspieler in Film und Fernsehen war Schaub indes ein seltener Gast. Hier konnte man ihn unter anderem als Kalifen in der Hebbel-Adaption Der Rubin, neben Fred Mahr und Gisela Büttner in Der Sohn des Cotopaxi sowie neben Klaus Bergatt in Rebell im Jägerrock sehen.

Als Synchronsprecher lieh Schaub unter anderem Vladímir Hlavaty in der Serie Die Frau hinter dem Ladentisch sowie Alec Guinness in Verzeihung, sind Sie der Mörder?, der DEFA-Synchronfassung von Eine Leiche zum Dessert, seine Stimme.

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl)

Regie

Städtische Bühnen Erfurt

Schauspieler

Städtische Bühnen Erfurt
  • 1957: Nordahl Grieg: Die Niederlage (Thiers, Präsident von Frankreich) – auch Regie
  • 1957: George Bernard Shaw: Die Häuser des Herrn Sartorius (Sartorius) – auch Regie
  • 1957: Boris S. Romaschow: Die feurige Brücke (Arkady Stepanowitsch Dubrawin)
  • 1959: Hedda Zinner: Auf jeden Fall verdächtig (Kurzebach, Direktor der ERA)
  • 1960: Günther Weisenborn: Fünfzehn Schnüre Geld (Kuo Yo-chih)

Hörspiele

Literatur

Anmerkungen

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